Östliche Wurmschlange

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Östliche Wurmschlange

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Dipsadinae
Gattung: Wurmnattern (Carphophis)
Art: Östliche Wurmschlange
Wissenschaftlicher Name
Carphophis amoenus
Say, 1825

Die Östliche Wurmschlange (Carphophis amoenus) zählt innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae) zur Gattung der Wurmnattern (Carphophis). Im Englischen wird diese Schlange Eastern Wormsnake genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Östliche Wurmschlange erreicht je nach Unterart und Geschlecht eine Länge von 28 bis 35 Zentimeter. Dorsal zeigt sich eine bräunliche Färbung des ausgesprochen glatten Schuppenkleides. Ventral ist die Beschuppung leicht rosafarben und bildet einen scharfen Kontrast zur dorsalen und lateralen Färbung. Der farbliche Kontrast ist bei juvenilen Schlangen besonders stark ausgeprägt. Der kleine Kopf setzt sich nicht vom Körper ab und endet in einer leicht spitzen Schnauze. Der Schwanz endet spitz zulaufend. Die anale Beschuppung ist geteilt. Juvenile Schlangen sind insgesamt dunkler gefärbt. Östliche Wurmschlangen leben zurückgezogen und sind eher selten offen am Boden zu beobachten. Während der Ruhephasen halten sie sich überwiegend an geschützten Plätzen auf. Dazu gehören beispielsweise Hohlräume unter umgestürzten Bäumen oder ähnlich geschützte Stellen. Die tägliche Aktivität beschränkt sich auf die späten Nachmittagsstunden, also von etwa 15.00 bis 18.00 h. <1> Während der kalten Jahreszeit hält die Östliche Wurmschlange eine mehrmonatige Winterruhe, die in den nördlichen Regionen meist von September bis in den April reicht. In südlichen Regionen ist die Winterruhe entsprechend kürzer. Aufgrund ihrer geringen Größe hat die Östliche Wurmschlange eine Reihe von Fleischfressern zu fürchten. Zu den natürlichen Feinden zählen insbesondere Schlangen (Serpentes) und andere Reptilien (Reptilia).

Unterarten

In der Literatur findet man häufig noch die Unterart Carphophis amoenus vermis. Diese wird heute jedoch als eine separate Art angesehen und läuft unter der Bezeichnung Carphophis vermis.

Verbreitung

Östliche Wurmschlangen sind in den östlichen und südöstlichen US-Bundesstaaten weit verbreitet. Sie sind in mehr oder weniger großer Anzahl in Virginia, West Virginia, Kentucky, Illinois, Indiana, Ohio, Delaware, Mississippi, Alabama, Georgia, South Carolina, Arkansas, Missouri, Louisiana, New Jersey, Maryland, Pennsylvania, North Carolina, Tennessee, New York und Connecticut anzutreffen. Leicht bewaldete Habitate mit felsigem und steinigem Boden gehören zu den natürlichen Lebensräumen. Östliche Wurmschlangen sind an der Oberfläche nur selten zu sehen. Die meiste Zeit ihres Lebens halten sie sich unter morschem Holz, unter Rinde oder Felsen und Steinen auf. Hier gehen sie zumeist auch auf die Jagd nach Beutetieren. In Höhenlagen sind sie auch in Mittelgebirgen bis in Höhen von gut 1.200 Metern weit verbreitet.

Ernährung

beliebter Snack: Tauwurm (Lumbricus terrestris)
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beliebter Snack: Tauwurm (Lumbricus terrestris)

Östliche Wurmschlangen ernähren sich im wesentlichen von Regenwürmern (Lumbricidae) wie etwa dem Tauwurm (Lumbricus terrestris). Gelegentlich werden aber auch weichhäutige Insekten (Insecta) und deren Larven und Raupen gefressen. Insekten mit einer harten, stark chitinhaltigen Haut oder Panzerung werden nicht gefressen.

Fortpflanzung

Die Östliche Wurmschlange erreicht die Geschlechtsreife im Alter von zwei Jahren. Die Paarungszeit beginnt kurz nach der Winterruhe. Dies ist in den meisten Verbreitungsgebieten ab April oder im Mai der Fall. Die Tiere leben einzelgängerisch und finden nur für kurze Zeit während der Fortpflanzungsperiode zusammen. Östliche Wurmschlangen gehören zu den eierlegenden Schlangen. Die Weibchen legen ihre, von eienr schützenden Hälle umgebenen, Eier kurz nach dem Eisprung ab. Für gewöhnlich legt ein Weibchen seine Eier an geschützter Stelle unter morschem Holz, unter Steinen oder an ähnlichen Orten ab. Ein Gelege besteht je nach Alter und Ernährungszustand eines Weibchen aus zwei bis sechs Eiern. Nach einer temperaturabhängigen Inkubationszeit von 50 bis 60 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die eine Schlupflänge von 8 bis zwölf Zentimeter aufweisen. Eine Brutpflege wird seitens des Weibchens nicht betrieben. Die Lebenserwartung ist nicht bekannt, jedoch dürfte das erreichbare Alter in Freiheit zwischen vier und fünf Jahren liegen.

Gefährdung und Schutz

Die Art als solche gilt noch nicht als gefährdet. In einigen US-Bundesstaaten gilt die jedoch als gefährdet. Auf Rhode Island steht die Östliche Wurmschlange kurz vor der Ausrottung, sie gilt hier als kritisch gefährdet (critically endangered). Stark gefährdet (endangered) ist sie in Iowa und New York. In Pennsylvania, West Virgina, Massachusetts gilt die als gefährdet (vulnerable). In der Roten Liste der IUCN wird der Rotkopf-Skink wie die meisten Reptilien nicht geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Links

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