Alaska-Pfeifhase

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Alaska-Pfeifhase

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Alaska-Pfeifhase
Wissenschaftlicher Name
Ochotona collaris
Nelson, 1893

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Alaska-Pfeifhase (Ochotona collaris) zählt innerhalb der Familie der Pfeifhasen (Ochotonidae) zur Gattung Ochotona. Im Englischen wird der Alaska-Pfeifhase collared pika genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Alaska-Pfeifhase erreicht eine Körperlänge von 18 bis 20 Zentimeter sowie ein Gewicht von 120 bis 145 Gramm. Das dichte Fell ist üblicherweise gräulich bis graubraun gefärbt. Ventral ist das Fell mit weißlich bis cremefarben deutlich heller. Eine ähnliche Färbung weisen auch die Füße der Extremitäten auf. Markant sind die kleinen und rundlich geformten Ohren. Sie sind innen unbehaart und liegen weit hinten am Kopf. Die knopfartigen runden Augen sind dunkel gefärbt. Der Kopf ist leicht länglich und ausgesprochen flach. Im Bereich der Schnauze zeigen sich Tasthaare, die sogenannten Vibrissen. Die Füße enden in Zehen, die mit scharfen Grabkrallen versehen sind. Ein Schwanz ist nur rudimentär vorhanden.

Alaska-Pfeifhasen leben in kleinen Kolonien und sind nur am Tage aktiv. Am Tage sieht man sie, wenn sie nicht gerade auf Nahrungssuche sind, oftmals auf Felsen sitzen, wo sie die Sonne genießen. Alaska-Pfeifhasen leben zwar in Kolonien, aber jedes Tier verfügt über einen eigenen Erdbau der den Kern eines kleinen Territoriums bildet. Das Territorium wird vehement gegenüber Artgenossen verteidigt. Die Erdbauten werden an geschützten Plätzen wie unter Steinen oder Büschen angelegt.

Verbreitung

Der Alaska-Pfeifhase findet im Nordwesten der USA, in Alaska und im westlichen Kanada seine Verbreitung. In Kanada werden insbesondere die Gebirgsmassive von British-Columbia bis zum Yukon-Territorium besiedelt. Hier lebt der Alaska-Pfeifhase in kargen Gebirgsmassiven und auf Hochgebirgssteppen. Die Lebensräume sind im allgemeinen ausgesprochen trocken und nur mit niedriger Vegetation und Buschwerk versehen. Habitate in Höhen von 2.500 bis 3.000 Metern und mehr sind keine Seltenheit. Meist befindet sich ein Gewässer im Lebensraum der Alaska-Pfeifhasen. Dies kann ein Gebirgssee oder auch ein Bachlauf sein. Im Winter ziehen sich die Tiere in ihren unterirdischen Bauten zurück. In der Ebene wird auch die weite Tundra besiedelt. Ihre Lebensweise ist hier die gleiche.

Ernährung

Alaska-Pfeifhasen ernähren sich rein pflanzlich. Er ernährt sich im wesentlichen von Gräsern, Kräutern sowie von Sämereien und Früchten. Für die lange Winterzeit legen die Tiere in ihren unterirdischen Behausungen Vorräte an, von denen sie sich im Winter ernähren. Nur selten wagen sich die Tiere im Winter aus ihrem Bau. Reicht die eingelagerte Nahrung nicht aus, so graben die Alaska-Pfeifhasen Tunnel in den Schnee und suchen nach Moosen und Flechten. Andere Nahrung bietet der Winter nicht.

Fortpflanzung

Der Alaska-Pfeifhase erreicht die Geschlechtsreife gegen Ende des ersten Lebensjahres. Die Paarungszeit beginnt in der Regel im späten Frühjahr und zieht sich meist bis in den Spätsommer. Während dieser Zeit kommt es meist zu zwei Würfen. Alaska-Pfeifhasen leben in einer monogamen Einehe. Dies ist unter Nagetieren bei weitem nicht üblich. Nach einer Tragezeit von gut 30 Tagen bringt ein Weibchen in ihrem Erdbau zwischen zwei und fünf Jungtiere zur Welt. Sie sind bei der Geburt noch nackt und blind, wachsen aber sehr schnell heran. Im Alter von knapp zwei Monaten sind die Jungtiere selbständig und ausgewachsen.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Alaska-Pfeifhasen gehören heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie werden in der Roten Liste der IUCN daher als nicht gefährdet (LC, Least Concern) geführt. Die größte Gefahr geht von der sich stark ausbreitenen Landwirtschaft aus (IUCN, 2012).

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Familie der Pfeifhasen (Ochotonidae)

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge