Aphonopelma clarki

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Aphonopelma clarki

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
Unterfamilie: Theraphosinae
Gattung: Aphonopelma
Art: Aphonopelma clarki
Wissenschaftlicher Name
Aphonopelma clarki
Smith, 1995

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:001713]

Die Art Aphonopelma clarki zählt innerhalb der Familie der Vogelspinnen (Theraphosidae) zur Gattung Aphonopelma. Im Englischen wird die Art fort worth brown oder dallas brown texas genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Aphonopelma clarki erreicht eine Körperlänge von etwa 6,0 Zentimeter. Der Körper des adulten Weibchens weist eine bräunliche Färbung auf, während das Männchen nach der Reifehäutung meist von einer schwarzen Tönung ist. Die Jungspinnen zeigen in der Regel eine einheitliche grauschwarze Färbung. Bei beiden Geschlechtern ist der gesamte Körper mit einer Behaarung bedeckt und überwiegend sind die Härchen mit Nervenzellen verbunden und dienen somit als Tasthaare, die auf Berührung und Vibrationen empfindlich reagieren. Hauptsächlich weisen die Beine eine starke Behaarung auf. Die übrigen Härchen werden in Brennhaare, Hörhaare, Geschmackshaare und Hafthaare unterschieden. Im Allgemeinen ist das Männchen kleiner als das Weibchen und ist meist an seinen langen Beinen und an seinem schlankeren Körper gut zu erkennen. Des Weiteren besitzt das Männchen Tibialhaken für die Paarung, die sich an dem unteren vorderen Beinpaar befinden.

Lebensweise

Aphonopelma clarki ist eine bodenbewohnende Vogelspinne und lebt wie fast alle Vogelspinnen einzelgängerisch und ist eine nachtaktive Spinne, die sich nie weit von ihrer Höhle entfernt. Sie ist eine Bewohnerin arider Gebiete und bevorzugt steinig-sandiges Gelände und gräbt tiefe Gangsysteme ins Erdreich, diese weisen nur eine kleine, kreisrunde Öffnung mit Gespinst auf. So geschützt überdauert sie selbst monatelange Trockenzeiten. Oft steigt die Temperatur an der Erdoberfläche auf über 40 Grad Celsius, während in der Wohnhöhle ausgeglichene Temperaturen um 25 Grad Celsius herrschen. Sie zählt zu den sogenannten Bombadierspinnen. Bei Gefahr kann sie ihre Brennhaare, die sich auf dem Opisthosoma (Hinterleib) befinden, einsetzen. Die Brennhaare können ein Jucken und Brennen der Haut und der Atemwege verursachen. Allerdings zieht die Spinne es vor zu flüchten, bevor sie ihre Brennhaare abstößt. Ansonsten ist sie eine zurückhaltende und friedliche Vogelspinne und beißt selten zu. Kommt es doch zu einem Biss, muss die Wunde sofort desinfiziert werden, da sich auf den Cheliceren häufig Bakterien befinden, die eine Infektion auslösen können. Der Giftbiss selbst ist nicht so gefährlich wie die Infektion durch Bakterien.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Aphonopelma clarki befindet sich in den USA und umfaßt das Gebiet um Dallas in Texas. Aphonopelma clarki ist eine bodenbewohnende Spinne. In dieser Region herrscht suptropisches Klima mit milden Wintern, etwa um 15 Grad Celsius und heiße Sommer, etwa um 35 Grad Celsius. Im Winter können jedoch auch Frost und Schneefälle auftreten. Während in den Sommermonaten Temperaturen über 40 Grad Celsius herrschen können. Im Jahr fallen etwa 850 Millimeter Niederschlag. Die extremen Temperaturen liegen zwischen -18 Grad Celisus und 45 Grad Celsius.

Ernährung

Aphonopelma clarki ernährt sich in ihrem natürlichen Lebensraum von Eidechsen (Lacertidae), Grillen (Gryllidae), Heuschrecken wie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera), Zikaden (Auchenorrhyncha), Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen sowie von Käfern (Coleoptera) und von anderen kleinen Tieren. In Gefangenschaft kann die Ernährung vielfältig sein und besteht meist aus Grillen (Gryllidae), Heuschrecken wie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) und aus Larven vom Mehlkäfer (Tenebrio molitor).

Fortpflanzung

Bis zur Geschlechtsreife durchläuft Aphonopelma clarki mehrere Häutungen. Bereits zu diesem Zeitpunkt webt das Männchen ein sogenanntes Spermanetz, in das es sein Sperma füllt. Dieses Sperma wird in die Bulben aufgenommen, indem das Männchen mit seinen Pedipalpen die Spermaflüssigkeit in die Bulben pumpt. Nun geht es auf die Suche nach einem Weibchen. Das Männchen ermittelt die Anwesenheit eines Weibchens, indem es die chemischen Substanzen (Pheromone) des Weibchens wahrnimmt. Hat das Männchen ein Weibchen ausgemacht, umwirbt das Männchen das Weibchen mit seinen Tastern durch kräftiges Trommeln und spasmodischen Bewegungen des dritten Beinpaares, teilweise trommelt das Männchen auch noch mit dem ersten und zweiten Beinpaar und prüft zugleich die Paarungsbereitschaft des Weibchens. Vermutlich wird die seismische Kommunikation über den Boden durch Stridulation einiger Organe produziert. Die durch das Trommeln ausgelösten Vibrationen (seismische, akustische Signale) werden über die Hörhaare wahrgenommen.

Nach ungefähr drei bis sechs Wochen nach der Kopulation versiegelt das Weibchen die Zugänge des Nestes und webt mit Seide innerhalb des Nestes einen Kokon. Ungefähr drei Monate nach der Kopulation legt sie ihre Eier im natürlichen Lebensraum in den Kokon ab. Typisch ist der kugelförmige Kokon, welcher rundum mit einer dicken Schicht aus Reizhaaren gespickt ist. Im Innern des Kokons durchlaufen die Nymphen mehrere Entwicklungsstadien, in denen sie sich zweimal häuten. Die Nymphen schlüpfen noch im Innern des Kokons. Dies geschieht bereits nach drei Wochen. Nach insgesamt rund zehn Wochen schlüpfen die jungen Spiderlinge, wie sie nach dem Schlupf genannt werden. Die Spiderlinge sind schon beim Schlupf mit einem Zentimeter Spannweite recht stattlich. Sie häuten sich in der Folge alle zwei bis drei Wochen und leben in der ersten Zeit von Kleinstinsekten. Wenige Tage nach dem Schlupf verlassen sie das Nest. Die Spiderlinge sind während dieser Zeit sehr verletzbar.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 4. November 2008 <1>

  • Aphonopelma clarki - Smith, 1995
  • Aphonopelma clarki - Smith, 1995
  • Aphonopelma clarki - Peters, 2000a
  • Aphonopelma clarki - Peters, 2003

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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