Apothekerskink

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Apothekerskink

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Autarchoglossa
Überfamilie: Skinkartige (Scincomorpha)
Familie: Skinke (Scincidae)
Gattung: Sandskinke (Scincus)
Art: Apothekerskink
Wissenschaftlicher Name
Scincus scincus
Linnaeus, 1758

Der Apothekerskink (Scincus scincus) gehört innerhalb der Familie der Skinke (Scincidae) zur Gattung der Sandskinke (Scincus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Apothekerskink wird auch Sandfisch genannt und gehört innerhalb der Familie der Skinke zur Gattung der Sandskinke. Die Tiere erreichen eine Länge von etwa 20 cm. Aufgrund ihrer an den Sand angepassten Lebensweise verfügen sie über sehr dicht anliegende glatte Schuppen, die das Eindringen von Sandkörnern verhindern. Die Grundfärbung ist rötlichgelb bis hellbraun und ist mit dunklen Querbändern durchzogen. Sie sind so im feinen Sand der Wüste kaum auszumachen. Nase und Augen können sie verschließen, die Ohren sind immer dicht verschlossen. Der relativ kurze aber dicke Schwanz ist spitz zulaufend und dient als Fettspeicher. Der Kopf ist keilförmig und setzt sich nicht vom Körper ab.

Diese tagaktiven Tiere halten sich sowohl unter als auch über dem Sand auf. Bei Gefahr flüchten sie blitzschnell unter den Sand. Ihre perfekt angepasste Form und die zum Graben bestens geeigneten Füsse läßt sie schnell in der Deckung verschwinden. Ihre windende Art sich fortzubewegen hat ihnen das Synonym Sandfisch eingebracht. Der Name Apothekerskink begründet sich aufgrund der angeblichen Heilwirkung dieser Tiere bei den Eingeborenen. Die Tiere wurden getötet, getrocknet und dann zu Pulver zermahlen. Dieses Pulver wurde gegen allerlei Krankheiten und Gebrechen verschrieben. Der Apothekerskink erreicht ein Alter von rund 5,5 Jahren.

Verbreitung

Diese Echsenart ist in der Sahara und Saudi-Arabien zu Hause. Sie bewohnt ausschließlich Wüstengebiete mit feinem Sandboden.

Ernährung

Der Apothekerskink ernährt sich von Insekten wie Spinnen, Käfer und Heuschrecken. Er erbeutet sie, indem er als Ansitzjäger knapp unter der Sandoberfläche auf seine Beute lauert. Weisen ihn durch Beutetiere verursachte Vibrationen auf etwas hin, so schnellt er blitzschnell hervor und packt das Beutetier.

Fortpflanzung

Hat ein Männchen mit seinem Balzverhalten Erfolg gehabt, so steigt er auf den Rücken des Weibchen und verbeisst sich in ihrem Nacken. Er schiebt ihren Schwanz beiseite und dringt mit seinem Hemipenis in die Kloake des Weibchens. Dieser Paarungsakt kann mehrere Minuten dauern. Akothekerskinke sind lebendgebährend. Es werden zwischen 2 und 10 Jungtiere zur Welt gebracht, die eine Geburtsgröße von 3,5 cm haben.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Skinke (Scincidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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