Gibbaranea bituberculata

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Gibbaranea bituberculata

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)
Gattung: Gibbaranea
Art: Gibbaranea bituberculata
Wissenschaftlicher Name
Gibbaranea bituberculata
(Walckenaer, 1802)

Die Spinnenart Gibbaranea bituberculata, auch unter dem Synonym Araneus bituberculatus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae) zur Gattung Gibbaranea.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Gibbaranea bituberculata erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 8 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 8 bis 10 Millimeter. Wie bei der Gehörnten Kreuzspinne (Araneus angulatus) besitzt auch diese Art vorn an den Seiten des Hinterkörpers jeweils einen deutlichen Höcker. Gemeinsam mit den übrigen Gibbaranea-Arten unterscheidet sie sich von der Gehörnten Kreuzspinne (Araneus angulatus) durch die etwa gleichgroßen vorderen und hinteren Mittelaugen. Bei der Gehörnten Kreuzspinne (Araneus angulatus) und den übrigen gehöckerten Araneus-Arten ist der Durchmesser der vorderen Mittelaugen deutlich größer als der der hinteren Mittelaugen. Bei Gibbaranea bituberculata sind die beiden Höcker außerdem nicht nach oben, sondern zur Seite gerichtet, so dass der Hinterkörper in seiner Form stark an ein Wappen erinnert. Seine Grundfärbung ist rötlich oder gelblichbraun und ist auf der vor den Höckern liegenden, abfallenden Fläche deutlich verdunkelt. In dieser dunklen Fläche liegen einige weiße Striche, die oft einen nach vorn gerichteten Pfeil bilden. Nach hinten ist sie durch eine geschwungene, scharfe Linie begrenzt, die auch die Höcker in eine dunkle, vordere und eine helle, hintere Zone teilt. Das Männchen ist durch seine seitlich weit ausladenden Tasterbulben gekennzeichnet. Die reifen Tiere treten von April bis Juni auf.

Lebensweise

Die Art baut wie Gibbaranea gibbosa ihr etwa 20 Zentimeter großes, schräg ausgespanntes Radnetz meist bodennah in den Randzweigen niedriger Sträucher. Tagsüber sitzt sie unter der Nabe oder neben dem Netz auf einem Zweig. Sie besitzt hier keinen besonders ausgesponnenen Schlupfwinkel, ist aber mit der Nabe durch einen Signalfaden verbunden.

Verbreitung

Gibbaranea bituberculata
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Gibbaranea bituberculata

Gibbaranea bituberculata hält sich an sonnigen, warmen Stellen, vorzugsweise im Saumbereich zwischen Gebüschen und offenen Flächen, etwa auf felsigen Trockenrasen, in Heidegebieten und an Wegrändern auf. In Mitteleuropa ist die Art vorzugsweise in Wärmegebieten, überall sehr vereinzelt anzutreffen.

Ernährung

Gibbaranea bituberculata ernährt sich räuberisch von anderen Insekten (Insecta). In der Regel sind dies Geflügelte Insekten (Pterygota), die sie mit ihrem Netz erbeutet. Dies können Fliegen (Brachycera) und Mücken (Nematocera), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera) sowie verschiedenste Hautflügler (Hymenoptera) sein. Aber auch kleinere Beutetiere wie Blattläuse (Aphidoidea) werden keineswegs verschmäht. Auf der anderen Seite können Beutetiere durchaus die doppelte Größe aufweisen. Die Spinne ist in der Nacht aktiv, am Tage hält sie sich in der Nähe des Netzes auf. Hat sich ein Beutetier im Netz verfangen, so spinnt sie das Opfer mit ihrer Seide ein. Ausgelöst wird dieser Reflex durch die Erschütterung, die von einem Beutetier ausgeht. Dann wird durch einen Biss ein Verdauungsenzym injiziert und kurz darauf wird das Beutetier ausgesaugt.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt ihre Eier in einen dicht gewobenen, relativ großen Kokon ab, der entweder im Netz, im Schlupfwinkel oder in der Netznähe im Gesträuch festgeheftet wird. Die ausschlüpfenden Jungspinnen bleiben bis zur zweiten oder dritten Häutung zusammen. In dieser Zeit ernähren sie sich von dem Dottervorrat im Hinterleib. Danach verlassen die Jungspinnen den gemeinsamen Schlupfwinkel, lassen sich vom Wind verdriften und beginnen mit dem Bau eines eigenen Radnetzes zum Beutefang.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann, Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, Kosmos, 2006 ISBN 3440107469
  • Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
  • Dick Jones, Der Kosmos-Spinnenführer, Frankh, 1990 ISBN 3440061418
  • Heiko Bellmann, Spinnen. Beobachten - Bestimmen, Naturbuch-Verlag, 1992 Weltbild Verlag GmbH, Augsburg ISBN 3-89440-064-1
  • Stefan Heimer, Wunderbare Welt der Spinnen, Landbuch-Verlag, 1988, Landbuch-Verlag GmbH, Hannover, 1988 ISBN 3-7842-0382-0
  • Rainer F. Foelix, Biologie der Spinnen, Thieme, 1979 ISBN 313575801X
  • Platnick, Norman I. (2008): The world spider catalog, version 8.5. American Museum of Natural History.
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