Araneus cavaticus

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Araneus cavaticus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Radnetzspinnen (Araneoidea)
Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)
Gattung: Echte Kreuzspinnen (Araneus)
Art: Araneus cavaticus
Wissenschaftlicher Name
Araneus cavaticus
(Keyserling, 1882)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:014785]

Die Spinnenart Araneus cavaticus gehört innerhalb der Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae) zur Gattung der Echten Kreuzspinnen (Araneus). Im Englischen wird die Spinne Barn Spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Araneus cavaticus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 13 bis 22 Millimeter. Die Grundfärbung dieser Art ist gelbbraun bis dunkelbraun und aufgrund der Tarnfärbung kann man die Spinne in der Vegetation leicht übersehen. Der Hinterleib des Männchens ist in der Regel dunkel gefärbt und weist zwei weiße Markierungen innerhalb der dunkelbraunen Färbung auf. Bei dem Weibchen ist der Hinterkörper blassgelb getönt und entlang der Mittellinie zeigt sich ein dunkelbraunes Zick-Zack-Muster. Der Rückenschild und die Beine sind spärlich mit kurzen weißen Härchen besetzt. Ferner sind die Beine bei dem Weibchen blassgelb geringelt. Araneus cavaticus trifft man in Nordamerika vor allem im Spätsommer und im Herbst an.

Lebensweise

Diese Art verhält sich gegenüber anderen Spinnen ziemlich aggressiv. Bewohnen die mehrere Spinnen in unmittelbarer Nähe dieselbe Struktur oder dasselbe Gebiet dann greifen sich die Spinnen gegenseitig an. Die Spinnen halten sich häufig in Scheunen, Höhlen, Bergwerken und überhängenden Felsen sowie in Holzschuppen und in ländlichen Gebieten mit reichlich Baum- und Strauchbewuchs auf. Araneus cavaticus legt ihr Netz fast immer an einem langen Brückenfaden an, der zwischen zwei Bäumen oder Sträuchern oder im Winkel einer Scheune ausgespannt ist und durchaus 5 Meter lang sein kann. Oft führt der Brückenfaden auch von oben aus einem Baum schräg zu einer niedrigen Pflanze hinab. Das eigentliche Radnetz hat meist einen Durchmesser von etwa 50 Zentimeter. Der Fangfadenabstand nimmt von außen nach innen deutlich ab. Bei den äußeren Umgängen beträgt der Fangfadenabstand etwa 10 bis 12 Millimeter, bei den innersten dagegen teilweise unter 2 Millimeter. Die nachtaktive Spinne sitzt tagsüber fast immer an einem Ende des Brückenfadens. Man findet sie daher verhältnismäßig leicht, wenn man bei einem an auffällig langen Fäden aufgehängten Radnetz den Brückenfaden bis an seine beiden Enden verfolgt.

Araneus cavaticus
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Araneus cavaticus

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Araneus cavaticus befindet sich im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika und in Kanada und wurde zum ersten Mal von (Alexander Keyserling, 1882) beschrieben. Araneus cavaticus hält sich häufig in Scheunen, Höhlen, Bergwerken und überhängenden Felsen sowie in Holzschuppen und in ländlichen Gebieten mit reichlich Baum- und Strauchbewuchs auf.

Ernährung

Araneus cavaticus ernährt sich von Insekten (Insecta), meist von Geflügelten Insekten (Pterygota), die sie mit ihrem Netz erbeutet. In der Regel ist die Spinne in der Nacht aktiv. Hat sich ein Insekten (Insecta) im Netz verfangen, so spinnt sie das Opfer mit ihrer Seide ein. Dann wird der Beute durch einen Biss ein Verdauungsenzym injiziert und kurz darauf ausgesaugt. Ihr Netz baut Araneus cavaticus gewöhnlich jeden Tag neu.

Fortpflanzung

Araneus cavaticus erreicht die Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr. Das Männchen baut nach Erreichen der Geschlechtsreife kein eigenes Netz mehr. Das Männchen webt ein letztes Netz, um auf diesem Netz Sperma zu lagern. Das Sperma nimmt das Männchen dann mit den Begattungshifsorganen auf, um es später einem Weibchen zu überreichen. Diese Begattungshilfsorgane liegen an den Pedipalpen. Nun geht das Männchen auf die Suche nach einem Weibchen. Hat das Männchen ein Weibchen in einem Netz gefunden, so zupft das Männchen am Netz, um die Paarungsbereitschaft zu prüfen. Ist das Weibchen paarungsbereit, so nähern sich beide Partner langsam. Wenn das Weibchen dem Partner sein Geschlechtsteil darbietet, springt das Männchen auf ihren Bauch und übergibt die Samenpakete. Die Kopulation dauert nur wenige Sekunden. Danach entfernt sich das Männchen rasch vom Netz, da es sonst Gefahr läuft, als nächste Mahlzeit zu enden. Einige Wochen nach der Paarung erfolgt die Eiablage in einem kleinen Kokon, der aus Spinnfäden besteht. Die Eier überwintern in diesem Kokon. Im Frühjahr schlüpfen die Jungspinnen. Die Jungspinnen ernähren sich ebenfalls räuberisch, allerdings besteht ihre Nahrung aus Kleinstinsekten.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

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Update 31. Mai 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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