Australischer Gouldswaran

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Australischer Gouldswaran

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Autarchoglossa
Familie: Warane (Varanidae)
Gattung: Warane (Varanus)
Art: Goulds-Waran (Varanus gouldii)
Unterart: Australischer Gouldswaran
Wissenschaftlicher Name
Varanus gouldii flavirufus
Gray, 1838

Der Australische Gouldswaran (Varanus gouldii flavirufus), auch Arguswaran genannt, ist innerhalb der Familie der Warane (Varanidae) eine Unterart des Gouldswaran (Varanus gouldii).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Australische Gouldswaran ist mit 160 cm Länge die 2. größte Waranart Australiens. Er gehört innerhalb der Familie der Warane zur Gattung Varanus. Im Gegensatz zur Nominalform, die überwiegend grau gefärbt ist, hat die Unterart flavirufus eine gelbliche bis gelbrote Färbung. Der kräftige und sehr lange Schwanz erreicht etwa die 1,5-fache Länge des Körpers. Die Zunge des Gouldswarans ist gespalten und zur Ortung von Beute bestens geeignet. Der auffällig lange Schädel, der übrigens über keine Schädelfenster verfügt, geht in einen langen Hals über. Der Körper ist überaus kräftig gebaut. Die mächtigen Extremitäten enden in kräftige Krallen. Gouldswarane leben als Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit zueinander finden.

Verbreitung

Die Unterart flavirufus findet ihre Verbreitung in den Wüsten und Halbwüsten Australiens und erstreckt sich bis in lichte Galeriewälder.

Ernährung

Sie fressen alles, was überwältigt werden kann. Dazu gehören neben anderen Reptilien, Eier und Vögel auch Kleinsäuger. Selbst vor Artgenossen und giftigen Skorpionen machen sie nicht halt. Neben dem Geruchssinn setzen sie bei der Nahrungssuche insbesondere auf das Jacobsonsche Organ. Selbst aus mehreren Kilometern Entfernung können sie so Beutetiere oder Aas orten.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit erstreckt sich über die warmen Monate im Jahr. Die Eiablage erfolgt während der Trockenzeit. Das Weibchen legt zwischen 5 und 8 Eier in eine Bodenmulde. Sie wird nach erfolgter Eiablage sorgsam verschlossen. Unmittelbar nach dem Schlupf begeben sich die Jungechsen auf Bäume, da sie sonst von Artgenossen gefressen werden könnten. Die Jungwarane ernähren sich anfangs hauptsächlich von Insekten und deren Larven.

Anhang

Siehe auch

  • Die Familie der Warane (Varanidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert, Gisela Deckert, Günther E. Freytag: Urania Tierreich, 7 Bde., Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania, Freiburg (1991) ISBN 3332003763
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
  • Daniel Bennett: Warane der Welt. Chimaira (1996) ISBN 3930612054
  • Bernd Eidenmüller: Warane. Lebensweise - Pflege - Zucht. Herpeton, Auflage 2 (2003) ISBN 3936180032

Links

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