Arizona-Spitzmaus

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Arizona-Spitzmaus

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Spitzmausartige (Soricomorpha)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Rotzahnspitzmäuse (Soricinae)
Gattung: Waldspitzmäuse (Sorex)
Art: Arizona-Spitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Sorex arizonae
Diersing & Hoffmeister, 1977

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Arizona-Spitzmaus (Sorex arizonae) zählt innerhalb der Familie der Spitzmäuse (Soricidae) zur Gattung der Waldspitzmäuse (Sorex). Im Englischen wird die Art Arizona Shrew genannt.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen und Maße

Die kleinwüchsige Arizona-Spitzmaus erreicht eine Gesamtlänge von 93 bis 114 (104) mm, eine Körperlänge von 50 bis 73 (61) mm, eine Schwanzlänge von 37 bis 46 (42) mm, eine Hinterfußlänge von 11 bis 13 (12) mm, eine Schädellänge von 15,7 bis 16,53 (16) mm, eine Hirnschädelbreite von 8,1 bis 8,4 (8,25) mm sowie ein durchschnittliches Gewicht von 1,9 bis 5,2 (3,5) Gramm. Das dichte Fell weist dorsal eine gräuliche bis bräunliche Färbung auf, ventral zeigt sich eine deutlich hellere Färbung. Das Gebiss besteht aus 32 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i3/1, c1/1, p3/1, m3/3. Die Zähne sind von taxonomischer Bedeutung. Aufgrund ihrer roten Zahnspitzen wird die Arizona-Spitzmaus der Unterfamilie der Rotzahnspitzmäuse (Soricinae) zugeordnet. Die Rotfärbung entsteht aus der Ablagerung von Eisen im Zahnschmelz. Über die Lebensweise ist nichts bekannt (Simons & Hoffmeister, 2003).

Verbreitung

Arizona-Spitzmäuse sind im südlichen Arizona/USA, in südwestlichen New Mexiko/USA und im nördlichen Chihuahua/Mexiko verbreitet. Das kleine Verbreitungsgebiet in Chihuahua/Mexiko liegt in der Sierra Madre. In den Verbreitungsgebieten der USA kommt die Arizona-Spitzmaus in Höhenlagen zwischen 1.575 und 2.590 Meter über NN. vor. Die Vorkommen in Mexiko leben in Höhen von gut 2.600 Meter über NN. Fossile oder subfossile Vorkommen der Arizona-Spitzmaus sind nicht bekannt. Besiedelt werden hauptsächlich montane Nadelwälder, in Mexiko kommen die Tiere in montanen Mischwäldern vor. Alte Baumbestände mit einem dichten Unterholz werden bevorzugt besiedelt. Untersucht wurde auch die Flora in den Habitaten der Arizona-Spitzmäuse. Anzutreffen sind je nach Vorkommen insbesondere Erdbeerbäume (Arbutus), Arizona-Platanen (Platanus wrightii), Arizona-Zypresse (Cupressus arizonica), Walnüsse (Juglans), Akeleien (Aquilegia), Douglasien (Pseudotsuga menziesii), Schachtelhalme (Equisetum), Robinien (Robinia), Pappeln (Populus) sowie verschiedene Arten der Wacholder (Juniperus), Ahorne (Acer), Eichen (Quercus), Kiefern (Pinus) und Sumachgewächse (Anacardiaceae) (Simons & Hoffmeister, 2003).

Ernährung

Arizona-Spitzmäuse ernähren sich opportunistisch von fleischlicher Nahrung. Weit oben auf der Speisekarte stehen wirbellose Tiere und wahrscheinlich auch leine Wirbeltiere (Vertebrata). Beliebt sind unter anderem Regenwürmer (Lumbricidae), Insekten (Insecta) und Spinnentiere (Arachnida).

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten ist nur wenig bekannt. Sie sind wahrscheinlich schon im Alter von wenigen Monaten geschlechtsreif. Nachgewiesen werden konnte eine reproduktive Tätigkeit von Ende Juli bis in den Oktober hinein. Im Winter pflanzen sich Arizona-Spitzmäuse wahrscheinlich nicht fort. Nach einer Tragezeit von etwas mehr als 3 Wochen bringt ein Weibchen 4 bis 6 Junge zur Welt, die über einen Zeitraum 3 bis 4 Wochen gesäugt werden. Die Lebenserwartung ist unbekannt, sie dürfte im Freiland wahrscheinlich bei 1 bis 1,5 Jahren liegen (Simons & Hoffmeister, 2003).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Die Arizona-Spitzmaus zählt trotz der endemischen Vorkommen noch nicht zu den bedrohten Spitzmäusen. In der Roten Liste der IUCN wird die Art daher als nicht gefährdet (LC, Least Concern) geführt. In Arizona und New Mexiko steht die Art unter Schutz. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes ist die Arizona-Spitzmaus besonders von der Vernichtung der natürlichen Lebensräume bedroht (Simons & Hoffmeister, 2003).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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