Aruba-Klapperschlange

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Aruba-Klapperschlange

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Unterfamilie: Grubenottern (Crotalidae)
Gattung: Klapperschlangen (Crotalus)
Art: Schauer-Klapperschlange (Crotalus durissus)
Unterart: Aruba-Klapperschlange
Wissenschaftlicher Name
Crotalus durissus unicolor
Van Lidth De Jeude, 1887

Die Aruba-Klapperschlange (Crotalus durissusu unicolor) ist eine Unterart der Schauer-Klapperschlange (Crotalus durissus) und zählt innerhalb der Familie der Vipern (Viperidae) zur Gattung der Klapperschlangen (Crotalus). Einige Forscher sehen die Unterart als eigenständige Art mit wissenschaftlichem Namen Crotalus unicolor.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Aruba-Klapperschlange erreicht eine Körperlänge von 80 cm. Die Körperfärbung reicht meist von graubraun, über erdfarben bis gräulich. Der Rücken ist in der Regel mit einem dunklen Rautenband gekennzeichnet, das eine helle Umrandung aufweist. Der dreieckige Kopf setzt sich deutlich vom schlanken Körper ab. Die Pupillen der dämmerungs- und nachtaktiven Schlange verengt sich bei Lichteinfall zu einem senkrechten Schlitz. Die Beschuppung ist wie bei den meisten Klapperschlangen stark gekielt. Über den Augen sind deutlich Augenschilde zu erkennen. Zwei dunkle Längsstreifen beginnen über den Augen und setzten sich bis zum Hals fort.

Das Gift der Aruba-Klapperschlange wirkt sowohl neurotoxisch als auch hämotoxisch. Mit einem Biss gibt die Schlange eine Menge von bis zu 40 Milligramm an Gift ab. Ein Bruchteil dessen kann schon tödlich sein. Neben den typischen Schädigungen tritt meist auch eine starke Schädigung der Nieren ein, infolgedessen die Nieren versagen und der Tod eintreten kann.

Die überwiegend nachtaktive Klapperschlange zieht sich am Tage meist in Nagerbauten, hohlen Baumstämmen oder ähnlichen Behausungen zurück. Aufgrund der tropischen Verbreitungsgebiete hält die Aruba-Klapperschlange keine Winterruhe. Bei Gefahr verhält sie sich wie alle Klapperschlangen; sie rollt sich ein und gibt Geräusche mit ihrer Rassel am Schwanzende ab. Drei bis vier mal im Jahr kommt es zu einer Häutung, bei der die Rassel um ein Glied wächst.

Die Aruba-Klapperschlange zählt mit Abstand zu den seltensten Arten in der Gattung der Klapperschlangen. Aufgrund der fortschreitenden Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume steht die Art in freier Wildbahn kurz vor der Ausrottung. Es soll nur noch wenige hundert Exemplare in Freiheit leben.

Verbreitung

Die Aruba-Klapperschlange ist ausschließlich auf der Insel Aruba vor der Küste Venezuelas verbreitet. Sie lebt in trockenen und steinigen Habitaten, die mit niedriger Bewachsung gekennzeichnet sind. In der Nähe menschlicher Siedlungen sind sie auch oft in Plantagen und ähnlichen Habitaten zu finden. Hier kommt es nicht selten zu schweren Bissunfällen, die nicht selten tödlich enden.

Nahrung

Aruba-Klapperschlangen ernähren sich hauptsächlich von Kleinsäugern und Vögeln in passender Größe. Ein Beutetier wird mit einem hochwirksamen Giftbiss getötet und im Ganzen mit dem Kopf voran verschlungen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit rund drei Jahren erreicht. Die Paarungszeit ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden und kann ganzjährig erfolgen. Nach einer Tragezeit von 120 bis 180 Tagen bringt das Weibchen zehn bis zwanzig Jungschlangen zur Welt, die eine Länge von rund zwanzig cm aufweisen. Unmittelbar nach dem Schlupf erfolgt die erste Häutung. Die Jungschlangen ernähren sich anfangs von kleinen Nagetieren. Eine Aruba-Klapperschlange kann ein Alter von 14 Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Mark O'Shea, Giftschlangen. Alle Arten der Welt in ihren Lebensräumen, Franckh-Kosmos Verlag, 2006 - ISBN 3440106195
  • Ludwig Trutnau, Schlangen im Terrarium, in 2 Bdn., Bd.2, Giftschlangen,
    Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 4., Aufl. (1998) - ISBN 3800173719
  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • W. P. Mara, Das Große Buch der Giftschlangen, Verlag: Bede (Februar 2002) - ISBN 3927997536
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