Asemonea tanikawai

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Asemonea tanikawai
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Asemonea
Art: Asemonea tanikawai
Wissenschaftlicher Name
Asemonea tanikawai
Ikeda, 1996

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:032355]

Die Spinnenart Asemonea tanikawai gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Asemonea.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Asemonea tanikawai erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere dunkle Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Die Spinne ist in ihrer Grundfärbung meist transluzent weißlichgelb. Der Panzer ist leicht oval geformt mit einem abgeschnittenen hinteren Rand. Die Augen liegen dicht zusammen und befinden sich frontal in der Nähe des Panzers. Das Augenmuster dieser Art ist 2,4,2. Der Panzer ist zusammmen mit der Augenregion gelblich getönt und in der Mitte des Thorax zeigen sich schwärzliche Streifenmuster. Vereinzelt zeigen sich auch Flecken in der Nähe der hinteren Kante, die mit bernsteinfarbenen Härchen besetzt sind. Das Opisthosoma ist lang, fast zylindrisch geformt, frontal etwas abgeflacht und am Hinterleibsende spitz zulaufend. Das Hinterleibsende ist weißlich gelb und in der Nähe der Spinndüsen und der Vorderkante des Opisthosoma zeigen sich gelbe Härchen. Die Beine sind lang und schlank und transluzent grünlich mit einer schwarzen Beringelung. Des Weiteren befinden sich an den Beinen zahlreiche, lange, leicht robuste Stacheln. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Asemonea tanikawai kommt nur in Okinawa vor. Der Lebensraum der Spinne ist der tropische Regenwald. Die lange, transluzent weißlichgelbe Spinne hält sich vorwiegend auf Sträuchern und Pflanzen auf. In der Regel findet man sie auf großen grünen Blättern am Rande des Regenwaldes und in der Nähe von Gärten. Dies läßt den Schluss zu, dass auch diese Spinne sich gerne auf sonnenexponierten Plätzen aufhält. Das Weibchen legt häufig ihr Wohngespinst an der Unterseite der großen grünen Blätter an. <3>

Asemonea tanikawai - Männchen
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Asemonea tanikawai - Männchen

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

  • Asemonea tanikawai - Ikeda, 1996
  • Asemonea tanikawai - Ikeda, 1996b

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge