Asiatischer Elefant

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Asiatischer Elefant

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Rüsseltiere (Proboscidea)
Familie: Elefanten (Elephantidae)
Gattung: Elephas
Art: Elephas maximus
Wissenschaftlicher Name
Elephas maximus
Linnaeus, 1758

IUCN-Status
Endangered (EN) - IUCN

Der Asiatische Elefant ( Elephas maximus ) ist eine Art der Elefanten, die zur Ordnung der Elephas und zur Familie der Elefanten (Elephantidae) gehört. Obwohl es nicht so scheint, sind die nächsten Verwandten des Elefanten die kaninchengroßen Schliefer (Hyracoidea).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Zoo Hannover
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Zoo Hannover
Elefanten betreiben eine aufwändige Hautpflege, die sehr viel Zeit benötigt. Dabei wird gebadet, gesuhlt, massiert und der Körper mit Staub eingepudert, um die lästigen Parasiten in den Hautfalten loszuwerden. Deshalb werden die Elefanten auch in Zoos täglich geduscht und erhalten Lehm und Sand für die Körperpflege.

Die grossen, gut druchbluteten Ohren dienen der Wärmeregulierung, denn Elefanten besitzen keine eigentlichen Schweissdrüsen. Bei grosser Hitze kann die Wärmeabgabe durch das Wedeln mit den Ohren verstärkt werden. Die rosaroten Flecken, die man bei einzelnen Tieren auf der Stirn, über den Augen, an den Ohren und am Rüssel beobachten kann, sind keine Krankheitsanzeichen, sondern eine Farbveränderung in der Haut (Depigmentation). Ähnlich den Sommersprossen bei den Menschen sind Hautstellen mit Farbstoffverlusten bei den Elefanten von Tier zu Tier verschieden und verändern sich im Laufe des Älterwerdens.

Unterarten

Skelett der 34-jährigen Indischen Elefantenkuh Mädi, 1981 im Zoo Frankfurt gestorben.
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Skelett der 34-jährigen Indischen Elefantenkuh Mädi, 1981 im Zoo Frankfurt gestorben.

Verbreitung

Der Lebensraum der Asiatischen Elefanten erstreckt sich von Indien über Sri Lanka und Thailand bis zu den Grossen Sudaninseln. Früher besiedelten sie auch noch weite Teile Chinas, heute findet man sie nur noch in Südost- und Südchina.

Nahrung

Er frisst Pflanzen, vor allem Gras, im Regenwald auch Blätter von Palmen und anderen Bäumen. Die grösse dieses Tieres zeigt es an, sie fressen täglich 100kg Pflanzenmaterial. Wegen der fortschreitenden Bewirtschaftung ihres ursprünglichen Lebensraumes durch den Menschen dringen sie auf der Suche nach Nahrung immer häufiger in Plantagen. Als Folge werden die Elefanten durch die geschädigten Bauern getötet.

Fortpflanzung

Fuss
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Fuss
Asiatischer Elefant
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Asiatischer Elefant

Die Tragzeit beträgt 22 Monate. In der Regel bringt das Weibchen ein Junges zur Welt, nur selten auch Zwillinge. Bei der Geburt beträgt das Körpergewicht 60 bis 115 kg. Mit 7 bis 11 Jahren ist es geschlechtsreif.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Familie der Elefanten (Elephantidae)

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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