Monokel-Korallenwächter

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Monokel-Korallenwächter

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Büschelbarschartige (Cirrhitoidei)
Familie: Büschelbarsche (Cirrhitoidei)
Gattung: Paracirrhites
Art: Monokel-Korallenwächter
Wissenschaftlicher Name
Paracirrhites arcatus
(Cuvier, 1829)

Der Monokel-Korallenwächter (Paracirrhites arcatus), auch unter den Synonymen Amblycirrhitus arcatus, Cirrhites arcatus und Paracirrhites amblycephalus sowie unter der Bezeichnung Augenbogen-Büschelbarsch bekannt, zählt innerhalb der Familie der Büschelbarsche (Cirrhitoidei) zur Gattung Paracirrhites. Im Englischen wird der Monokel-Korallenwächter arc-eye hawkfish genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Monokel-Korallenwächter erreicht eine Körperlänge von etwa 13,0 bis 15,0 Zentimeter, wobei das Weibchen größer wird als das Männchen. Man kann die Geschlechter nur anhand der Größe unterscheiden, aber nicht an der Färbung. Der Monokel-Korallenwächter weist zehn Rückenflossenstacheln, elf Rückenflossenweichstrahlen, drei Afterflossenstacheln und sechs Afterflossenweichstrahlen. Der Monokel-Korallenwächter tritt in einer Vielzahl von Farbvarianten auf. Des Weiteren zeigt sich ein markanter Ring um und hinter dem Auge. Dieser Ring weist abwechselnd ein blaues und leuchtend orangefarbenes Muster auf. Die gängigste Farbvariante ist hellbraun mit einem weißen Streifen an den hinteren Flanken. Die zweite Farbvariante ist tiefrot mit einem weißen Streifen und die dritte Farbvariante ist dunkelbraun bis schwarz und weist keinen weißen Streifen auf. Geringfügige Abweichungen dieser Färbung ist bekannt, wobei einige der dunkleren Exemplare einen weißen Streifen aufweisen können. Die Grundfärbung ist im Allgemeinen rotbraun, olivfarben oder weiß. Die Iris ist zinnoberrot. Die Lippen sind ebenfalls zinnoberrot gefärbt und an den Kanten zeigt sich eine orangefarbene Tönung. Die Kiemen sind medial schwarz gefärbt.
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Monokel-Korallenwächter
Die zweite Rückenflosse ist mit einem medianen schwarzen Streifen versehen, der äußere Teil der Rückenflosse ist weißlich und die Strahlen sind goldfarben. Die Analflosse ist dunkelgrau bis schwarz getönt. Pectoral zeigt sich eine orangefarbene Tönung. Am Nasenrand und am Ende der Rückenflossenstrahlen befind sich Haarbüschel, die auch Cirren genannt werden. Diese Haarbüschel sind jedoch so fein, dass man sie kaum erkennen kann. Der Monokel-Korallenwächter besitzt keine Schwimmblase und ist daher kein guter Schwimmer.

Lebensweise

Der Monokel-Korallenwächter tritt in Lagunen und in seewärts gerichteten Riffen von 1 bis mindestens 33 Metern auf. Er hält sich zwischen den Ästen der kleinen verzweigten Korallen auf, wie zum Beispiel Stylophora (eine häufig vorkommende Gattung der Steinkorallen (Scleractinia), Pocillopora (eine Gattung der Steinkorallen (Scleractinia) und Acropora (artenreichste Gattung der Steinkorallen (Scleractinia). Der Monokel-Korallenwächter ist eine benthische Fischart. Er ernährt sich hauptsächlich von Krabben, kleinen Fischen, Krebstieren und von anderen Krustentieren.

Verbreitung

Der Monokel-Korallenwächter kommt im Indopazifik vor. Das Verbreitungsgebiet ersteckt sich von Ost-Afrika bis zu den Hawaii-, Line- und Magareva Inseln sowie von Nord-Süd-Japan bis Rapa. Der Monokel-Korallenwächter hält sich in Tiefenbereichen von 1 bis 91 Metern auf. In der Regel ist er aber in Tiefen von 1 bis 33 Metern zu finden. Ferner ist der Monokel-Korallenwächter riffverbunden.

Ernährung

Monokel-Korallenwächter
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Monokel-Korallenwächter

Der Monokel-Korallenwächter ist eine räuberische Fischart und ernährt sich hauptsächlich von Krabben, kleinen Fischen, Krebstieren und von anderen Krustentieren. Dabei lauert der Monokel-Korallenwächter versteckt zwischen den Ästen der Korallen auf seine Beute und schwimmt ein Beutetier vorbei, stößt er blitzschnell zu.

Fortpflanzung

Man trifft den Monokel-Korallenwächter einzeln, aber auch in Gesellschaft an. Insbesondere wenn die Paarungszeit beginnt, dann bilden sich kleine Gruppen, sogenannte Harems. Der Monokel-Korallenwächter ist ein protogyner Zwitter, d. h. dass das Weibchen sich in ein Männchen umwandeln kann. Stirbt das Männchen, dann wandelt sich das größte und stärkste Weibchen in ein Männchen um. Bei Einbruch der Dunkelheit bildet das Männchen einen Harem zwischen zwei und sieben Weibchen. Innerhalb dieses Harems wählt das Männchen ein paarungsbereites Weibchen aus. Das Männchen ist während der Balz- und Paarungszeit sehr territorial eingestellt. Das Paar steigt aus dem Substrat an die Wasseroberfläche und setzt Spermien und Eier ab, die dann mit der Strömung davon treiben.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 1. Vierter Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
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