Australische Wasseragame

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Australische Wasseragame

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Leguanartige (Iguania)
Familie: Agamen (Agamidae)
Gattung: Wasserdrachen (Physignathus)
Art: Australische Wasseragame
Wissenschaftlicher Name
Physignatus lesueurii
Gray, 1831

Die Australische Wasseragame (Physignatus lesueurii) zählt innerhalb der Familie der Agamen (Agamidae) zur Gattung der Wasserdrachen (Physignathus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Australische Wasseragame erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 95 cm, wobei die Kopf-Rumpf-Länge in der Regel 35 bis 40 cm beträgt. Weibchen bleiben etwas kleiner und leichter als die Männchen. Auffällig ist vor allem beim Männchen der massige und breite Kopf, der fast 1/3 der Kopf-Rumpf-Länge ausmacht. Hinter den Augen ist ein breiter Streifen zu sehen, der im Nackenbereich ausläuft. Dieser Streifen ist an den Rändern gelblich eingefasst. Die Grundfärbung des Rückens ist ein grau. Der Rücken ist mit einer gefleckten Zeichnung versehen. Insgesamt sind Männchen kräftiger gefärbt als Weibchen. Vom Hinterkopf bis zur Mitte des Schwanzes verläuft ein Stachelkamm in einer ähnlichen Zeichnung wie das Schuppenkleid. Bauch- und Brustseite sind bei beiden Geschlechtern leicht rötlich gefärbt.

Die tagaktiven Agamen sind ausgesprochen gute Schwimmer und Taucher. Tagsüber sieht man sie oft beim Sonnenbaden auf Ästen oder ähnlichem sitzen. In der Nacht ziehen sie sich in selbstgegrabene oder übernommene Wohnhöhlen zurück, in der sie sich auch während Winterruhe zurückziehen.

Unterarten

Verbreitung

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Die Australische Wasseragame ist im südlichen Neu-Guinea sowie im östlichen Australien beheimatet. In Australien sind sie insbesondere in Queensland bis ins östliche Victoria weit verbreitet. Sie leben in wasserreichen Waldgebieten, Küstenstreifen sowie Mangrovenwäldern und Felslandschaften. Sie sind immer auf die unmittelbare Nähe von Gewässern angewiesen.

Nahrung

Australische Wasseragamen ernähren sich von pflanzlicher Nahrung wie Früchte und Beeren, aber auch von tierischer Kost wie Insekten, kleinen Nagern und Amphibien. Jungtiere ernähren sich hauptsächlich von tierischer Nahrung.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt nach zwei bis drei Monaten dauernden Winterruhe. Beim Männchen zeigt sich eine auffällig orangerote Färbung an Kinn und Brust. Etwa vier Wochen nach der Kopulation kommt es zur Eiablage. Das Weibchen legt zwischen sechs und zwanzig Eier, die eine Länge von zwei bis drei cm aufweisen, in eine Erdgrube oder Erdhöhle. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von 28 bis 30 Grad schlüpfen die Jungechsen nach etwa 80 bis 90 Tagen. Die Jungtiere weisen eine Schlupflänge von rund zwölf cm auf. In den ersten Lebenswochen ernähren sie sich ausschließlich von tierischer Kost wie Kleininsekten und ähnlichem. Australische Wasseragamen können ein Alter von gut zwanzig Jahren erreichen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534

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