Bartkauz

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Bartkauz

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Käuze (Strix)
Art: Bartkauz
Wissenschaftlicher Name
Strix nebulosa
Forster, 1772

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Bartkauz (Strix nebulosa) gehört neben dem Uhu zu den größten Eulenarten. Er gehört zur Familie der EigentlicheN Eulen (Strigidae) und dort zur Gattung der Käuze (Strix).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die erwachsenen Tiere erreichen eine Länge von bis zu 70 cm, wobei das Weibchen etwas größer wird. Das Gefieder ist grau gemustert. Markantes Merkmal ist der fast kreisrunde Gesichtsschleier, der im unteren Bereich durch eine Art Bart begrenzt ist. Seine Augen sind gelb, sein Schnabel ist blassgelb. Die Nasenlöcher befinden sich am Schnabelansatz.

Seine Stimme (ein dunkles "hu hu hu") dient der Revierabgrenzung gegenüber Rivalen. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 1,50 Meter. In allen Verbreitungsgebieten ist der Bartkauz ein Standvogel.

Unterarten

Verbreitung

Der Bartkauz lebt in nördlichen Nadelwäldern (Fichten- und Kiefernwäldern) Europas, Asiens und Nordamerikas. In Europa ist er nur im Norden Skandinaviens anzutreffen.

Nahrung

Er ernährt sich hauptsächlich von kleinen Nagetieren wie Wühlmäuse. Gelegentlich werden auch Vögel, Amphibien und kleinere Reptilien geschlagen. Als dämmerungsaktiver Jäger ortet er seine Beute mit seinem gut ausgebildeten Gehör. Selbst unter einer Schneedecke kann er seine Beute lokalisieren. Als Jagdrevier werden offene Flächen wie Lichtungen, Felder und Moore bevorzugt.

Fortpflanzung

Die Paarung wird bei den Bartkäuzen im Winter vollzogen. Eigene Nester bauen sie dabei aber nicht, sondern nutzen verwaiste Greifvogelhorste. Das Weibchen legt je nach Nahrungsangebot zwischen 2 und 6 Eier. Während des Brütens wird sie vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach 28-30 Tagen schlüpfen die Jungtiere und wiegen nach dem Schlupf lediglich 40 Gramm. Sie wachsen allerdings sehr schnell.

Nach rund 8 Wochen sind die Jungvögel dann flügge, sie bleiben aber noch einige Wochen in der Nähe des Horstes. In dieser Zeit werden sie auch noch weiter mit Nahrung versorgt.

Anhang

Literatur und Quellen

  • David Attenborough: Das geheime Leben der Vögel. Verlag: Scherz (1999) ISBN 3502150303
  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049

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