Bengalengeier
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| Bengalengeier | |
|---|---|
| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Ordnung: | Greifvögel (Falconiformes) |
| Familie: | Habichtartige (Accipitridae) |
| Unterfamilie: | Altweltgeier (Aegypiinae) |
| Gattung: | Gänsegeier |
| Art: | Bengalengeier |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Gyps bengalensis | |
| Gmelin, 1788 | |
Der Bengalengeier (Gyps bengalensis) ist den Altweltgeier (Aegypiinae) zuzurechnen und gehört systematisch zu den Gänsegeiern (Gyps).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Bengalengeier ist etwas kleiner wie der Gänsegeier. Er erreicht eine Größe von bis zu 90 cm bei einem Gewicht von bis zu 6 kg und einer Flügelspannweite von über 2 Meter. Sie haben einen kurzen, aber sehr kräftigen Schnabel. Das Gefieder ist überwiegend schwarz mit einem weissen Fleck auf dem unteren Rückenabschnitt. Je nach Lichteinfall schimmer das Gefieder bläulich. Die Halskrause am Halsansatz ist bei adulten Tieren weiss. Kopf und Hals sind ungefiedert und grau bis braun gefärbt. Die geselligen Tiere leben in kleinen Gruppen.
Verbreitung
Bengalengeier kommen in ganz Südostasien, südlich des Himalaya vor. Sie bevorzugen offenes Gras- und Buschwerkland mit Wassernähe. In einigen Gebieten leben sie auch an Rändern von bewaldeten Gebieten. In weiten Teilen Asiens ist der Bengalebgeier massiv vom Aussterben bedroht.
Nahrung
Geier sind reine Aasfresser. Größere Gruppen, mitunter auch andere Geierarten, machen sich über einen Kadaver her. Auf dem indischen Subkontinenten ist seit rund 10 Jahren ein dramatisches Absinken der Populationen diverser Geierarten, insbesondere des Bengalengeier, zu beobachten. Es wurde festgestellt, dass eine Substanz, die in der Viehzucht Anwendung findet, und den Wirkstoff Diclofenac enthält, für das massive Geiersterben verantwortlich ist. Dieser Wirkstoff ist im Fleisch der Rinder abgelagert und geht bei der Nahrungsaufnahme auf die Geier über. Es verursacht u.a. Nierenversagen und zur Anhäufung giftiger Harnsäure-Kristalle. Letztlich sterben die Tiere daran qualvoll.
Fortpflanzung
Die Geier brüten in kleineren Kolonien auf Bäumen in Gewässernähe. Das Weibchen legt ein Ei, dass weiss bis grünlich gefärbt und stellenweise leicht gesprenkelt ist. Das Ei wird 45-50 Tage bebrütet. Die Nestlingszeit dauert rund 90 Tage. Die Jungtiere haben ein bräunliches Federkleid und eine braune Halskrause.
