Biberartige

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Biberverwandte
Europäischer Biber (Castor fiber)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Teilordnung: Biberverwandte (Castorimorpha)
Überfamilie: Biberartige
Familie: Biberartige
Wissenschaftlicher Name
Castoridae
Hemprich, 1820

Die Familie der Biberartigen (Castoridae) zählt innerhalb der Klasse der Säugetiere (Mammalia) zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia). Die Familie weist nur eine monotypische Gattung mit 2 Arten auf. Dies sind der Europäische Biber (Castor fiber) und der Kanadische Biber (Castor canadensis).

Beide Arten der Biber unterscheiden sich nur wenig voneinander. Sie ähneln sich sowohl in Größe als auch in der Fellfärbung. Unterschiede zeigen sich lediglich in der Schädelmorphologie und in der Anzahl der Chromosomen. Der Kanadabiber verfügt über 40, der Europäische Biber über 48 Chromosomen. Aufgrund der geringeren Anzahl an Chromosomen geht man davon aus, dass der Kanadabiber vom Europäischen Biber abstammt. Der Unterschied in der Chromosomenzahl verhindert eine Kreuzung beider Arten. Vom Kanadabiber sind 24 Unterarten, vom Europäischen Biber sind 8 Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Evolution, Entwicklung

Der bislang älteste bekannte Vorfahre der heutigen Biber ist der Steneofiber, der zur ausgestorbenen Unterfamilie Castoroidinae zählt. Er lebte im Oligozän vor etwa 32 Millionen Jahren. Im Jahre 2006 fand ein Forscherteam (Ji et al. 2006) einen "Urbiber". Man nannte die Art Castorocauda lutrasimilis und rechnet sie zu den Säugetieren im weiteren Sinn (Mammaliaformes) und hier speziell zur Gruppe Docodonta. Castorocauda lutrasimilis lebte im mittleren Jura vor etwa 164 Millionen Jahren. Die rezente Gattung Castor hatte ihren Ursprung vor etwa 4 bis 5 Millionen Jahren im Pleistozän und trat zunächst in Europa auf. Als Nordamerika und Asien noch über eine Landbrücke verbunden waren, siedelte der Biber nach Nordamerika über und entwickelten sich hier zu einer eigenen Art. Während des Pleistozän traten neben den beiden heutigen Arten auch noch weitere Gattungen und Arten in Erscheinung. Dazu gehört beispielsweise Castoroides, der zwischen 270 und 320 Kilogramm wog. Castoroides kam ausschließlich in Nordamerika vor. Eine weitere Gattung Trogontherium, lebte in Europa und Asien. Die meisten Arten starben im auslaufendem Pleistozän, spätestens jedoch im frühen Holozän aus.

Beschreibung

Aussehen und Maße

Biber erreichen eine Körperlänge von 100 bis 120 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 25,8 bis 32,5 Zentimeter, eine Schwanzbreite von 9 bis 20 Zentimeter, eine Hinterfußlänge von 15,6 bis 20,5 Zentimeter, eine Ohrlänge von 2,3 bis 2,9 Zentimeter sowie ein Gewicht von 20 bis 35 Kilogramm. Das höchste nachgewiesene Gewicht eines Bibers liegt bei 45,5 Kilogramm. Damit sind Biber nach den Wasserschweinen (Hydrochaeris hydrochaeris) die größten rezenten Nagetiere der Erde.
Europäischer Biber (Castor fiber)
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Europäischer Biber (Castor fiber)
Kanadabiber werden ein wenig größer und schwerer als die europäischen Verwandten. Zwischen den Geschlechtern zeigt sich kein nennenswerter Dimorphismus. Der Körper wirkt mit seinen kurzen Beinen und dem großen Kopf ausgesprochen stämmig. Das Gebiss der Biber besteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i1/1, c0/0, p1/1, m3/3. Markante Merkmale der Biber sind die großen Scheidezähne, der flache und beschuppte Schwanz sowie die mit Schwimmhäuten versehenen hinteren Extremitäten. Die hinteren Extremitäten weisen zudem eine geteilte Putzkralle an der zweiten Zehe auf. Hinterbeine und Schwanz dienen dem Biber unter Wasser als Antriebs- und Steuerorgan. Die Füße an den Vorderbeinen weisen keine Schwimmhäute auf, sie dienen insbesondere zum Festhalten von Nahrung und beim Halten von Ästen und kleineren Stämmen. Das Fell ist überwiegend gelblichbraun gefärbt und verfügt über eine ausgesprochen dichte und dunkelgrau gefärbte Unterwolle. Auf der Oberseite besteht es auf einem Quadratzentimeter aus über 12.000 Haaren. Die Unterseite ist mit über 20.000 Haaren pro Quadratzentimeter deutlich dichter. Seitlich der Schnauze zeigen sich lange Tasthaare, die sogenannten Vibrissen, die der Orientierung dienen. Die Augen sind relativ klein und lassen auf seine Nachtaktivität schließen. Unter Wasser sind die Augen mit einer Nickhaut geschützt. Auch die Ohren und die Nasenlöcher können unter Wasser verschlossen werden. Markantes Merkmal sind die sehr großen Schneidezähne, mit denen der Biber selbst große Bäume mühelos fällen kann. Die stets nachwachsenden Schneidezähne sind mit einer rötlich-orangefarbenen Schmelzschicht überzogen, sie erreichen je nach Art eine Länge von 25 bis 35 mm.

Lebensweise

Anders als die meisten anderen Säugetierarten leben Biber in einer monogamen Familiengruppe. Eine Ehe hält für gewöhnlich ein Leben lang. Die Familiengruppen umfassen neben einem Pärchen auch deren Nachwuchs, der aus mehreren Generationen stammen kann. Geschlechtsreife Tiere verlassen den Familienverband. Dies geschieht frühestens im Alter von 2, spätestens im Alter von 3 Jahren. Eine typische Biberfamilie besteht aus 4 bis 8 Tieren. Innerhalb einer Gruppe dominiert das Weibchen über das Männchen. Eine Biberfamilie bewohnt einen Ufer- oder Flussabschnitt, der zumeist eine Strecke von 1 bis 3 Kilometer umfassen kann. Dieses Revier wird gegenüber anderen Biberfamilien vehement verteidigt. Innerhalb dieses Bereiches legen die Biber meist mehrere Bauten, die sogenannten Biberburgen an. Biber sind ausgesprochen sesshaft und verlassen nur selten ihren angestammten Lebensraum. An Land sieht man die Tiere selten, und wenn, dann nur im Uferbereich, wo sie kleinere bis größere Bäume fällen.
Biberburg im Yellostone Nationalpark
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Biberburg im Yellostone Nationalpark
An Land bewegen sie sich ausgesprochen schwerfällig. Ihr Revier markieren Biber aus Drüsen im Analbereich. Das Sekret wird auch als Bibergeil bezeichnet und weist einen moschusartigen Geruch auf. Neben der Markierung des Reviers nutzen Biber dieses Sekret auch zum Einreiben des Felles. Es wirkt auf dem Fell imprägnierend.

Biber sind Meister im Fällen von Bäumen. Beim Fällen eines Baumes stehen sie aufrecht vor einem Baum. Dabei stützen sie sich mit dem Schwanz auf dem Boden ab. Bäume mit einem Durchmesser von 30 bis 40 cm können leicht in einer Nacht durchgenagt werden. Äste und Zweige sowie dünnere Stammteile nutzen Biber zum Bau von Dämmen und Biberburgen. Junge Triebe von bestimmten Weichholzarten dienen aber auch als Nahrung. Die Biberburg wird in der Regel an einer seichten Stelle im Wasser errichtet. Die Burg besteht aus einer Anhäufung von Ästen und Zweigen. Der Zugang zur Biberburg liegt dabei grundsätzlich unter Wasser. Im Inneren der Burg befindet sich ein geräumiger Wohnkessel, der mit Pflanzenteilen ausgepolstert ist. Der Wohnkessel kann einen Durchmesser von bis zu zwei Meter und eine Höhe von etwa einem Meter aufweisen. Der Schlafplatz und die Lagerstätten für die Nahrungsvorräte liegen oberhalb der Wasserlinie. Biber sind aufgrund ihres Körperbaus und den Anpassungen an das aquatische Leben ausgezeichnete Taucher und Schwimmer. Tauchgänge von bis zu 3 Minuten sind dabei keine Seltenheit. In Extremfällen können sie gar bis zu 10 oder gar 15 Minuten tauchen. Biber halten im Winter keinen Winterschlaf, sie legen sich im Herbst aber einen Vorrat an Nahrung an.

Der Kommunikation untereinander dienen den Bibern Duftmarken, die in der Regel an den Außengrenzen eines Reviers abgesetzt werden. Auch wenn alle Mitglieder an der Reviermarkierung beteiligt sind, so obliegt die Hauptaufgabe den Männchen. Der Hauptzeitpunkt für die Reviermarkierung ist dabei das Frühjahr. Der weiteren Kommunikation dient auch das Schlagen mit dem Schwanz und verschiedene Laute wie Zischen und Grunzen. Aber auch die Körperhaltung und das Zähnewetzen dient durchaus der Kommunikation untereinander.

Verbreitung

Biber kommen mit den 2 rezenten Arten in Nordamerika und in Eurasien vor. In Nordamerika ist der Kanadische Biber anzutreffen, es wird Alaska östlich bis zu ostkanadischen Halbinsel Labrador, südlich ins nördliche Florida und südwestlich bis in den mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas besiedelt. In einigen Regionen wie Europa, Asien, das südliche Argentinien und Feuerland wurde der Kanadische Biber eingeführt. Der Europäische Biber kommt im nordwestlichen und zentralen Europa, östlich bis in die Mongolei und das östliche Russland vor. Beliebte Lebensräume sind Flussufer, Bäche, Seen, Sumpfgebiete wie ausreichend Wasserflächen sowie Auenlandschaften. In Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Frankreich, den Beneluxstaaten, Polen, Tschechien, der Slowakei und Österreich, kommt der Europäische Biber heute nur noch vereinzelt vor. In Deutschland liegen die höchsten Siedlungsdichten in Süddeutschland und Ostdeutschland. Der Gesamtbestand der Biber in Deutschland beträgt nach vorsichtigen Schätzungen etwa 10.000 bis 15.000 Tiere, dies auch nur aufgrund von harten Schutzmaßnahmen, denn in Deutschland galt der Biber einst als so gut wie ausgerottet. In Österreich war der Biber bereits ausgerottet. Heute sollen rund 1.500 Tiere insbesondere in den Donau-March-Auen und umliegenden Gegenden leben.

Prädatoren

Zu den natürlichen Fleischfressern der Biber gehören je nach Art vor allem Wölfe (Canis lupus), Kojoten (Canis latrans), Rotfüchse (Vulpes vulpes), der Vielfraß (Gulo gulo), Braunbären (Ursus arctos) und Amerikanische Schwarzbären (Ursus americanus). Kleinere Raubtiere wie der Amerikanische Nerz (Mustela vison) oder der Europäische Nerz (Mustela lutreola) haben es auf Jungtiere abgesehen.

Ernährung

Biber ernähren sich ausschließlich von pflanzlicher Kost. Sie gelten dabei als generalistische Esser, deren Speiseplan mit den Jahreszeiten variiert. Zur bevorzugten Nahrung gehören Blätter, Wurzeln, Kräuter und Gräser, Algen, Wasserpflanzen, junge Baumtriebe wie Weiden (Salix), Erlen (Alnus), Pappeln (Populus), Ahorne (Acer), Eichen (Quercus), Hartriegel (Cornus), Obstbäume und andere Weichholzarten sowie Schilfrohr (Phragmites), Schwertliliengewächse (Iridaceae), Seerosen (Nymphaea) und ähnliche Pflanzen. Im Winter, wenn Nahrung knapp ist, frisst der Biber hauptsächlich die Rinde von Bäumen. Pro Tag nehmen Biber rund 20 Prozent ihres Körpergewichtes an Nahrung zu sich. Im Magen und Blinddarm (Caecum) zersetzen und fermentieren Mikroorganismen die stark zellulosehaltige Nahrung. Die Nahrung wird zweimal verdaut, um den größtmöglichen Nutzen aus der Nahrung zu ziehen. Auch wenn Biber alle möglichen Baumarten fällen, so dient nur ein Teil von ihnen der Nahrungsaufnahme, die restlichen Baumteile werden in Dämmen und der Biberburg verbaut. Im Herbst legen Biber in ihrer Burg Nahrungsvorräte an, um den bevorstehenden Winter zu überstehen. Ansonsten zehrt ein Biber im Winter auch von seinen Fettreserven im Schwanz. Die Nahrungssuche erfolgt zumeist während der Nacht. Im Winter bleiben Biber in den Burgen und ernähren sich von den Vorräten. Dies gilt vor allem für die Zeit, wenn die Gewässer zugefroren sind.

Fortpflanzung

Der Biber erreicht seine Geschlechtsreife mit 2,5 bis 3 Jahren. Die Tiere leben in einer monogamen Einehe, die in der Regel ein Leben lang hält. Dieses Verhalten ist in der Klasse der Säugetiere nur selten zu finden.
Kanadabiber (Castor canadensis)
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Kanadabiber (Castor canadensis)
Die Paarungszeit beginnt in den meisten Gebieten in Nordamerika und Eurasien bereits im Januar, spätestens jedoch ab Februar. In den südlichen Verbreitungsgebieten kann die Paarungszeit bereits im November beginnen. Eine Paarung kann im Wasser aber auch in der Burg erfolgen. In einer Saison kommt es lediglich zu einem Wurf. Nach einer Tragezeit von gut 100 bis 107 Tagen bringt das Weibchen in ihrer Biberburg zwischen 1 und 8 (2-3) Jungtiere zur Welt. In einer Saison kommt es lediglich zu einem Wurf. Jungbiber kommen weit entwickelt zur Welt. Die Augen sind bereits geöffnet und sie könnten theoretisch bereits am ersten Tage schwimmen. Das Geburtsgewicht liegt zwischen 300 und 500 g. Die Körperlänge beträgt 30 bis 35 cm.

Die Jungtiere werden für gut 90 Tage gesäugt, ehe sie abgesetzt werden. Jungtiere nehmen aber meist schon ab der dritten Lebenswoche zusätzlich feste Nahrung zu sich. Ende der zweiten oder ab der dritten Lebenswoche verlassen die Jungtiere erstmals ihr Nest und beginnen mit den ersten Schwimmübungen. An der Aufzucht und dem Schutz der Jungtiere beteiligen sich beide Elternteile. Die Jungtiere verlassen die Biberburg erstmals nicht vor der zweiten Lebenswoche. Ab der zweiten oder dritten Lebenswoche begeben sie sich auf sanften Druck der Mutter erstmals ins Wasser. Mit Erreichen der Geschlechtsreife werden die Jungen von den Eltern aus der Biberburg vertrieben. Meist verlassen die Jungbiber den Familienverband schon im Alter von zwei Jahren, spätestens jedoch mit Erreichen der Geschlechtsreife. Die Jungbiber suchen sich nun ein eigenes Revier und ziehen dabei zwischen 20 und 250 Kilometer von der elterlichen Burg weg. In Freiheit kann ein Biber ein Alter von 10 bis 15, selten bis 20 Jahre erreichen. Die Lebenserwartung in Gefangenschaft kann durchaus bei 30 Jahren liegen. In Freiheit ist die Sterblichkeit vor allem in den ersten Jahren sehr hoch. Hauptgründe sind die vielen Fressfeinde wie Kojoten (Canis latrans), Wölfe (Canis lupus) und andere Räuber. Aber auch der Befall durch Parasiten und Krankheiten führt unter Jungbibern zu einer hohen Mortalität.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Bereits seit der frühen Besiedlung Nordamerikas hat der Biber eine herausragende Bedeutung für den Menschen. Die kommerzielle Ausbeutung begann bereits im 18. Jahrhundert. Schon damals wurden wegen der Felle bis zu 100.000 Tiere pro Jahr getötet. Vor den ersten Siedlern war der Biber bereits bei der indigenen Bevölkerung ein begehrtes Objekt. Zum einem wurden die Tiere wegen dem Fleisch und dem Fell gejagt, zum anderen dienten sie als spirituelles Totem. Aber auch in Europa stellte man bereits früh den Tieren nach. Bis ins späte 19. Jahrhundert waren in den meisten Verbreitungsgebieten die Biber völlig verschwunden oder vom Aussterben bedroht. Erste Schutzmaßnahmen trugen gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Osten der USA zur Wiederansiedlung bei. Im Jahre 1946 wurden Kanadabiber auch in Südamerika, insbesondere auf Feuerland ausgewildert.

Kanadabiber (Castor canadensis)
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Kanadabiber (Castor canadensis)
Bereits seit dem Mittelalter hat man den Europäischen Biber wegen seines Fleisches und des Felles gejagt. Ein Papstedikt definierte den Biber seinerzeit als Fisch. Somit durfte die Bevölkerung an Fastentagen Biberfleisch essen. Hoch begehrt war auch das sogenannte Bibergeil, ein Sekret aus einer Drüse im Afterbereich. Dem Sekret wurde heilende und potenzfördernde Wirkung zugeschrieben. Der Biber markiert mit diesem Sekret sein Revier. In der Land- und Forstwirtschaft gilt der Europäische Biber auch heute noch als Schädling, da er Bäume fällt. In ihrer Kurzsichtigkeit haben Land- und Forstwirte allerdings übersehen, dass insbesondere Biberdämme eine regulierende Funktion für den Wasserstand darstellen und das vollständige Einfrieren eines Gewässers verhindern. Einerseits dienten die Tiere als Nahrung, andererseits wurden die Tiere wegen ihres dichten Pelzes gejagt. Auch Bauern verfolgten die Biber als Schädlinge. Erst kurz vor der vollständigen Ausrottung wurde der Biber unter Schutz gestellt.

In Europa stand der Biber Mitte des 20. Jahrhunderts kurz vor der Ausrottung. Man schätzte die Gesamtpopulation zu dieser Zeit auf nur noch 1.200 Individuen. Durch weit reichende Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungen hat sich der Bestand heute auf rund eine halbe Millionen Tiere stabilisiert. Aber auch heute lauern auf den Biber vielfältige Gefahren, allen voran die Wasserverschmutzung. Insbesondere die Verunreinigung der Flüsse, Seen und des Grundwassers mit Pestiziden führt bei den Tieren zu einer Schädigung. Der Europäische Biber wird in der Roten Liste der IUCN als wenig gefährdet geführt (NT, Near Threatened), der Kanadabiber wird in der Roten Liste IUCN als nicht gefährdet geführt (LC, Least Concern).

Systematik der Biber

Anhang

Literatur und Quellen

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