Blutpython

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Blutpython

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Pythons (Pythonidae)
Gattung: Eigentliche Pythons (Python)
Art: Blutpython
Wissenschaftlicher Name
Python curtus
Schlegel, 1872

Der Blutpython (Python curtus), der auch Buntpython genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Pythons (Pythonidae) zur Gattung der Eigentlichen Pythons (Python).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Blutpython erreicht eine Körperlänge von 150 bis 170 cm, selten auch über 200 cm. Berichte von Tieren mit einer Länge von fast 300 cm sind unbestätigt und daher nicht glaubhaft. Das Gewicht liegt zwischen sechs und zehn Kg. Er ist die kleinste Pythonart in Asien. Der Blutpython ist äußerst variabel gefärbt. Die Grundfärbung variiert zwischen rötlich, gelblich, grau bis graubraun bis hin zu schwarz. Der Rücken ist mit unregelmäßigen Mustern und Flecken in unterschiedlicher Färbung gekennzeichnet. Bauchseits ist der Blutpython gelblich bis cremefarben. Der Körper ist äußerst kräftig und gedrungen gebaut und endet in einem sehr kurzen, spitz zulaufenden Schwanz, der auch als Greiforgan fungiert. Der Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Die Pupillen sind sekrecht geschlitzt, was ein Indiz für seine Dämmerungs- und Nachtaktivität ist. Im Kopfbereich befinden sich Wärmerezeptoren, mit denen er seine Beute lokalisieren kann.

Lebensweise

Der Blutpython ist ein sehr guter Schwimmer, hält sich aber meist an Land auf. Der Blutpython gilt als aggressiv und leicht reizbar.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Südost-Asiens. Insbesondere in Thailand, Malaysia, Sumatra und Borneo ist der Blutpython weit verbreitet. Der Blutpython lebt im tropischen Regenwald, in sumpfigem Gelände und ähnlichen Feuchtbiotopen. Tagsüber hält er sich meist unter dichter Vegetation an feuchten, nicht zu nassen Orten verborgen. Oft werden verlassene Bauten anderer Tiere als Unterschlupf genutzt. Der Blutpython sucht immer die Nähe zu Gewässern.

Ernährung

Der Blutpython ernährt sich hauptsächlich von Nagetieren, anderen Kleinsäugern und Vögeln. Die Beute wird über die im Kopfbereich befindlichen Wärmerezeptoren aufgespürt. Ist ein Beutetier in erreichbarer Nähe, so stößt er blitzschnell zu und erwürgt das Beutetier durch Muskelkontraktion. Das Beutetier wird im Ganzen mit dem Kopf voran verschlungen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht der Blutpython mit etwa drei bis vier Jahren. Die Paarungszeit liegt für gewöhnlich in der ersten Jahreshälfte. Der Blutpython gehört zu oviparen, also eierlegenden Arten. Nach einer Tragezeit von etwa 60 Tagen legt das Weibchen zwischen fünf unf fünfzehn Eier. Die Eier weisen eine Größe von etwa sechs mal vier cm auf. Während der durchschnittlichen Inkubationszeit von 60 bis 70 Tagen bewacht das Weibchen das Gelege. Die geschlüpften Jungschlangen weisen eine Länge von 40 cm sowie ein Gewicht von 60 bis 65 Gramm auf. Nach frühestens zwei Monaten kommt es bei den Jungschlangen zur ersten Häutung. Das Durchschnittsalter beträgt etwa 15 Jahre, in Gefangenschaft kann ein Blutpython durchaus auch 25 Jahre alt werden.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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