Blutrote Heidelibelle

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Blutrote Heidelibelle
Männchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Teilordnung: Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Segellibellen (Libellulidae)
Gattung: Heidelibellen (Sympetrum)
Art: Blutrote Heidelibelle
Wissenschaftlicher Name
Sympetrum sanguineum
Müller, 1764

Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) gehört als Großlibellenart innerhalb der Familie der Segellibellen (Libellulidae) zur Gattung der Heidelibellen (Sympetrum). Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Blutrote Heidelibelle erreicht eine Körperlänge von gut 45 Millimeter sowie eine Flügelspannweite von bis zu 60 Millimeter. Die Geschlechter sind unterschiedlich gefärbt. Beim Männchen sind Thorax, Kopf und Abdomen leuchtend rot gefärbt. Beim Weibchen weisen diese Körperbereiche eher eine gelbrote bis hellbraune Färbung auf. Der Hinterleib (Abdomen) ist beim Männchen im hinteren Bereich leicht verbreitert. Die Extremitäten sind dunkelgrau bis schwärzlich.

Lebensweise

Zur heißen Tageszeit ist oft zu beobachten, daß die Blutrote Heidelibelle ihren Hinterleib in Richtung Sonne reckt. Hierdurch wird die Körperfläche, auf der die Sonne einstrahlen kann, deutlich reduziert.

Verbreitung

Blutrote Heidelibellen sind in weiten Teilen des gemäßigten Europas verbreitet. Die Blutrote Heidelibelle bevorzugt vegetationsreiche stehende Gewässer wie Seen, Tümpel und Fischteiche. Hier und da ist sie auch in Mooren und Sumpfgebieten anzutreffen. Die Flugzeit dieser tagaktiven Libellenart erstreckt sich über die Monate Juni bis Oktober.

Ernährung

Als Ansitzjägerin wartet die Blutrote Heidelibelle an exponierter Stelle auf ihre Beute. Sie erbeutet kleine Insekten aus dieser Ansitzwarte im Flug. Die Jagd auf Beutetiere scheint an keine bestimmte Tageszeit gebunden zu sein.

Blutrote Heidelibelle
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Blutrote Heidelibelle

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt mit Schlupf der fertigen Libelle ein. Die Paarungszeit erstreckt sich über die Herbstmonate. Sowohl die eigentliche Paarung als auch die Eiablage erfolgen im Flug. Die Partner fliegen dabei in einer Tandemstellung über Wasser oder feuchte Untergründe. Die Eier landen dabei im Wasser oder am Rand des Gewässers. Aus den Eiern schlüpfen im Frühjahr des Folgejahres die Larven. Die Entwicklung der Larven dauert bis zu zehn Wochen. Nach dem Schlupf der fertigen Libellen reifen sie innerhalb einer Wochen zum voll ausgebildeten und geschlechtsreifen Tier heran. Die Lebenswerwartung der adulten Libellen beträgt nur vier bis fünf Monate.

Galerie

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Dreyer & Gerstenberg, Die Libellen, Gerstenberg Gebrueder Verlag, 1986 ISBN 3806720223
  • Heiko Bellmann, Libellen beobachten, bestimmen, Naturbuch Verlag, Augsburg, 1986 ISBN 3894401079

Links

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