Braunpelikan
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| Braunpelikan | |
|---|---|
| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Ruderfüßer (Pelecaniformes) |
| Familie: | Pelikane (Pelecanidae) |
| Gattung: | Pelikane (Pelecanus) |
| Art: | Braunpelikan |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Pelecanus occidentalis | |
| Linnaeus, 1766 | |
Der Braunpelikan (Pelecanus occidentalis) ist der größte Vertreter der Familie der Pelikane (Pelecanidae).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Braunpelikan erreicht eine Körperlänge von 115 bis 138 Zentimeter sowie ein Gewicht von 3.000 bis 4.500 Gramm. Oberkopf und Nacken sind überwiegend weißlich gefärbt. Der Oberkopf kann einen gelblichen Schimmer aufweisen. Der sehr lange Schnabel ist gelblich bis orange gefärbt. Brust und Bauch sind fast schwarz, jedoch zeigen sich zwischendurch weiße Federchen. Beine und Füße sind schwarz gefärbt. Markant ist nicht nur die Länge des Schnabels, sondern auch der große Hautsack unterhalb des Schnabels. Der Hautsack kann über 40 Liter Wasser aufnehmen. Bevor die Pelikane den Inhalt des Schnabels schlucken, pressen sie seitlich am Schnabel das Wasser heraus. Braunpelikane sind sehr gesellige Vögel, die in zum Teil großen Kolonien. Im Flug und im Wasser sind sie durchaus gewandte Vögel, an Land bewegen sie sich jedoch unbeholfen. Im Flug fliegen sie in der Regel in der arttypischen V-Formation. Dabei halten sie ihre Füße und den Kopf nach hinten. Pelikane gelten als gierige Fresser, die pro Tag rund zwei Kilogramm an Nahrung brauchen. Damit stehen sie in Nahrungskonkurrenz zum Menschen.
Unterarten
- Pelecanus occidentalis californicus - Kalifornien
- Pelecanus occidentalis carolinensis - Atlantik-Küste
- Pelecanus occidentalis occidentalis - Karibik
- Pelecanus occidentalis thagus - Galapagos-iNSELN
Verbreitung
Braunpelikane leben an den Küsten von Nord-, Mittel- und Südamerika. Sie leben hier nur an den Küsten, an Lagunen oder Flußmündungen. Im Hinterland sind sie nur selten zu sehen, da sie Brack- und Salzwasser bevorzugen.
Nahrung
Beim Tauchen nach Beute sperren sie ihren Schnabel weit auf und nehmen so Wasser und Fische zugleich auf. Fische bilden den Großteil ihrer Nahrung, nur gelegentlich fressen sie auch Krebstiere wie Garnelen und ähnliche Kleintiere. Auf die Jagd gehen Braunpelikane meist gemeinschaftlich.
Fortpflanzung
Der Braunpelikan erreicht die Geschlechtsreife mit etwa drei bis vier Jahren. Anders als die meisten anderen Pelikanarten nisten sie auch in Bäumen, die sich am Gewässerrand befinden. Die Nester können sich in Ermangelung an Bäumen auch in Büschen oder auf dem Boden befinden. Sie gelten als ausgesprochene Kolonienbrüter. Die Paarungszeit beginnt meist im März. Das Männchen wählt einen Nistplatz aus und sucht dann das passende Weibchen.
Das Weibchen legt zwei bis drei weiße Eier, die über einen Zeitraum von gut 28 bis 30 Tagen ausgebrütet werden. Die Küken sind beim Schlupf noch nackt und blind. Nach einigen Tagen öffnen sie aber bereits die Augen. In der ersten Zeit würgen die Elternvögel Nahrung aus ihrem Magen hoch, um damit die Küken zu füttern. Später werden sie mit ganzen Fischen gefüttert, die die Jungvögel gleich aus dem Schlund der Altvögel fischen. Unter den Jungvögeln in einem Nest herrscht ein großer Konkurrenzkampf, dem regelmäßig schwächere Vögel zum Opfer fallen. Oft kommt nur ein Jungvogel durch. Nach etwa fünf Wochen verlassen sie erstmals das Nest. Die Flugfähigkeit wird allerdings erst mit 75 bis 90 Tagen erreicht. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Jungvögel von den Eltern gefüttert. Braunpelikane können ein Alter von gut vierzig bis fünfzig Jahren erreichen.
Anhang
Literatur und Quellen
- David Attenborough: Das geheime Leben der Vögel. Verlag: Scherz (1999) ISBN 3502150303
- Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
