Brillensperlingspapagei

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Brillensperlingspapagei
Weibchen

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Sperlingspapageien (Forpus)
Art: Brillensperlingspapagei
Wissenschaftlicher Name
Forpus conspicillatus
(Lafresnaye, 1848)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Brillensperlingspapagei (Forpus conspicillatus), auch unter dem Synonym Psittacula conspicillata und unter den Bezeichnungen Augenring-Sperlingspapagei und Brillenpapagei bekannt, zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) zur Gattung der Sperlingspapageien (Forpus). Im Englischen wird der Brillensperlingspapagei spectacled parrotlet genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Brillensperlingspapagei erreicht eine Körperlänge von etwa 12,0 bis 13,0 Zentimeter. Der Schnabel ist elfenbeinfarben. Das Obergefieder des Männchens ist hauptsächlich grün gefärbt und die Unterseite ist etwas heller und geht mehr in eine gelblich-grüne Färbung über. Im Gesicht zeigt sich die Augenregion in einer blauen Tönung. Die oberen und unteren Flügel sowie der Rumpf weisen eine violett-blaue Färbung auf. Die Unterseite der Schwungfedern sind von einer blaugrünen Tönung. Das Weibchen zeigt sich in einem gesamten grünen Federkleid, also es ist keine blaue Färbung vorhanden. Die Stirn sowie die Augenregion sind von einer smaragdgrünen Tönung. Ebenso weisen der Rumpf sowie der Schwanz eine smaragdgrüne Färbung auf.

Lebensweise

Brillensperlingspapageien sind ausgesprochen gesellige Tiere, die in Gruppen von nicht selten 30 bis 50 Vögeln leben. Auch wenn sie sich recht vorsichtig verhalten, so sind sie regelmäßig in der Nähe menschlicher Siedlungen zu sehen. Sie sind tagaktiv, jedoch halten sie während der heißen Mittagszeit in ihren Ruheräumen eine Mittagsruhe. Ihr Flug zeichnet sich wie bei den meisten Papageienarten durch eine wellenförmige Bewegung aus. Die Lebenserwartung beträgt etwa 10 Jahre.

Unterarten

Brillensperlingspapagei - Männchen
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Brillensperlingspapagei - Männchen

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Brillensperlingspapagei in Kolumbien, Panama sowie in Venezuela vor. Der Brillensperlingspapagei hält sich in folgenden Lebensräumen auf: Subtropische und tropische trockene Wälder, subtropische und tropische feuchte Tieflandwälder, subtropische und tropische feuchte Montanwälder, subtropische und tropische trockene Heideflächen, Ackerflächen, Weiden, ländliche Gärten, urbanisierte Flächen sowie subtropische und tropische degradierte ehemalige Wälder.

Ernährung

Brillensperlingspapageien ernähren sich von trockenen oder halbreifen Sämereien, Früchten und Beeren sowie zur Blütezeit auch von Knospen und Blüten. Die Früchte und Blüten diverser Kakteen stehen dabei ganz oben auf ihrem Speiseplan. Auf Nahrungssuche gehen die Brillensperlingspapageien nur am Tage, und das auch grundsätzlich nur in Gruppen. Die Nahrungssuche geht zumeist mit aufgeregtem Geschnatter der Vögel einher.

Fortpflanzung

Brillensperlingspapageien - Pärchen
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Brillensperlingspapageien - Pärchen

Der Brillensperlingspapagei erreicht die Geschlechtsreife mit rund einem Jahr. Die Paarung und Brut erfolgen in den Monaten zwischen Dezember und April. Während der Brutzeit leben die Vögel paarweise, selten auch in kleineren Gruppen. Ihr Nest errichten sie für gewöhnlich in einer Baumhöhle oder ähnlichen Orten. Die Nester befinden sich meist in mittlerer Höhe von einigen Metern Höhe. Das Weibchen legt von fünf bis sechs Eier, die über einen Zeitraum von gut 20 bis 22 Tagen ausgebrütet werden. Die Eier werden im Abstand von ein bis zwei Tagen gelegt und weisen eine Größe von 17 mal 15 Millimeter auf. Um die Fütterung kümmern sich beide Elternteile gleichermaßen. Nach einer Nestlingszeit von 35 bis 40 Tagen verlassen die voll befiederten Jungvögel das Nest. Sie werden aber noch weitere drei bis vier Wochen von den Eltern versorgt bis sie ihre Selbständigkeit erlangt haben. Die volle Ausfärbung des Gefieders wird mit etwa gegen Ende des ersten Lebensjahres erreicht. Die Lebenserwartung liegt bei bis zu 15 Jahren.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Brillensperlingspapagei heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Blauflügel-Sperlingspapagei selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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