Carolina-Dosenschildkröte

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Carolina-Dosenschildkröte

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae)
Gattung: Dosenschildkröten (Terrapene)
Art: Carolina-Dosenschildkröte
Wissenschaftlicher Name
Terrapene carolina
Linnaeus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Die Carolina-Dosenschildkröte (Terrapene carolina), die auch Gewöhnliche Dosenschildkröte genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae) zur Gattung der Dosenschildkröten (Terrapene).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Masse

Der Panzer der Carolina Dosenschildkröte ist gleichmäßig hoch gewölbt, glatt und länglich oval. Mit 12 bis 15 cm größe gehöt sie zu den kleineren Arten. Ausgewachsene Tiere können bis zu 500 g auf die Waage bringen. Ihre Lebenserwartung liegt bei 50 bis 70 Jahren. Sie ist farblich sehr variabel, das geht von fast schwarz bis gelb-orange.Dies kann einfarbig sein, ist aber meistens gemustert. Der Panzer hat eine schwarze Grundfarbe und wird mehr oder weniger mit gelben und orangenen Flecken und Streifen durchzogen. Die Weichteile sind gleichmäßig orange und gelb getupft, bis komplett gefärbt. Der Name Dosenschildkröte kommt von dem Scharnier, welches sie im vorderen und hinteren Teil des Bauchpanzers besitzt. Dies ermöglicht ihr bei Gefahr die Extremitäten einzuziehen, und die beiden Bauchplatten hoch zu klappen und bietet somit keine Angriffsfläche mehr, da der Panzer nun vollkommen verschlossen ist. Bei der Carolina Dosenschildkröte liegt ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus vor. Bei den Männchen ist der Bauchpanzer concav gewölbt, die Hinterbeinen weisen längere Krallen auf, um sich bei den Weibchen in der Paarung festzukrallen und die meisten Männchen haben rote Augen. Außerdem ist das männchen bedeutend kleiner als das weibchen. Die Weibchen hingegen haben ein glatt geformten Bauchpanzer und grünbraune Augen. Der Kopf ist zierlich und dreieckig gebaut. Der Schnabel ist Papagaienartig geformt. Die Augen sitzen seitlich am Kopf.

Lebensweise

Die Carolina-Dosenschildkröte, gehört zwar zu den Sumpfschildkröten, sie lebt aber terrstrisch und zieht sich nur, in das oft Nahegelegene Gewässer zurück, um sich , bei extremer Hitze, abzukühlen. Ihr Vorkommen reicht von offenen Waldlandschaften, über Waldränder bis zu feuchten bis sumpfigen Wiesen. Dort ist sie dämmerungsaktiv. Bei Regnerischem Wetter könen sie auch Tagaktiv sein. Die Carolina Dosenschildkröte ist ein Allesfresser, jedoch wechselt ihre Ernährung in den verschiedenen Entwicklungsstadien gravierend. Im Jugendstadium wird der größte Teil der Nahrung mit Tierischer Kost abgedeckt und nur ein geringer Teil mit Pflanzlicher. Je älter die Tiere werden, desto mehr ändert sich das Verhältniss in´s Gegenteil. Alle Unterarten halten einen Winterschlaf, der in der länge je nach Verbreitungsgebieht variiert.

Unterarten

Verbreitung

Die Carolina-Dosenschildkröte kommt im Osten der USA von Georgia bis Main im Norden und im Westen bis Michigan, Illinois, Missouri, Tennessee und Mississippi vor. Je nach Herkunftsort hält die Art eine Winterruhe von ein bis fünf Monaten. Sie ist ein typischer Bewohner des offenen Waldlandes, kommt aber auch auf Weiden und sumpfigen Wiesen vor. Gewöhnlich befinden sich aber in der nähe Wasserlachen Bache oder Feuchtgebiehte.

Nahrung

Die Carolina-Dosenschildkröte ist ein Allesfresser. Sie frisst Würmer, Schnecken, Früchte, Pilze und Aas.

Fortpflanzung

Sobald das Weibchen paarungsbereit ist, wird es vom Männchen sozusagen vergewaltigt. Das Männchen steigt auf das Weibchen auf und klammert sich mit den Hinterbeinen an dem Panzer des Weibchens fest. Nach Beginn der Paarung lässt das Männchen sich nach hinten auf seinen Panzer fallen. In der Stellung verharrt das Männchen mehrere Stunden. Das Weibchen verteilt mehrere Gelege auf die Saison. Sobald es die Eier legen möchte, wird es unruhig und sucht einen geeigneten Ablageplatz. Dort gräbt sie dann eine Mulde, in die sie ein bis acht hartschalige Eier ablegt und die Mulde wieder sorgfältig verschließt. Nach etwa 50 Tagen schlüpfen die Jungen mit einem Dottersack am Bauchnabel, der sie die ersten Tage mit Nährstoffen versorgt. Die Jungen sind drei cm groß und fressen Kleinstinsekten.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ignaz A. Basile: Faszinierende Schildkröten. Sumpfschildkröten. Naglschmid, 1995 ISBN 3927913812
  • Andreas S. Hennig: Haltung von Wasserschildkröten. Natur und Tier-Verlag; Auflage 1, Dez. 2004. ISBN 3931587959

Links

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