Catonephele numilia

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Catonephele numilia

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Biblidinae
Tribus: Epicaliini
Gattung: Catonephele
Art: Catonephele numilia
Wissenschaftlicher Name
Catonephele numilia
(Cramer, 1776)

Catonephele numilia, auch unter den Synonymen Catonephele micalia, Catonephele penthia, Epicalia esite, Epicalia penthia, Papilio micalia und Papilio numilia bekannt, zählt innerhalb der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) zur Gattung Catonephele. Im Englischen wird die Art blue-frosted banner, blue-frosted catone oder grecian shoemaker genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Catonephele numilia erreicht eine Spannweite von etwa 68,0 bis 80,0 Millimeter. Das Männchen weist eine dunkelbraune Oberseite auf und ist mit leuchtend orangefarbenen Flecken besetzt. Die Größe und Form variiert je nach Unterart. Die Brillanz dieser Orange-Farbe wird im Allgemeinen als blendend feurig beschrieben und ist unmöglich diese in einer Fotografie zu vermitteln. Die Weibchen sind völlig unterschiedlich in ihrer Erscheinung. Bei den meisten Arten zeigen sich dunkelbraune Flügel, die mit einer Linear-Reihe von cremefarbenen Flecken markiert sind. Eine Ausnahme macht die Nominatform Catonephele numilia numilia, bei der ein großer cremefarbener Fleck im mittleren Bereich der Vorderflügel vorhanden ist und die basalen sowie die halbrandständigen Bereiche der Hinterflügel tiefrot erscheinen. Beide Geschlechter sowohl die Nominatform als auch die Unterarten haben kryptische Unterseiten und sind mit verschiedenen Brauntönen gemustert.

Lebensweise

In der Regel begegnet man den Falter einzeln. Die Männchen halten sich auf Baumstämmen oder an Felswänden auf, oft in einer Kopf-Unten-Körper-Haltung. Ferner verweilen sie auch auf den Blättern oder Ästen, die weniger als einen Meter über dem Boden entfernt sind, und aalen sich in der Sonne. Die Männchen trinken oft Mineralsalze, die sie auf dem feuchten Boden oder in Schlammpfützen entlang der Waldwege und Straßen aufsaugen. Wenn sie gestört werden, dann kreisen sie vorsichtig einige Male um ihren angestammten Platz, um sich schon bald wieder in der Nähe ihrer ursprünglichen Position anzusiedeln. Die Weibchen sind seltener zu beobachten und wenn sie gesehen werden, dann sie auf der Suche nach einer geeigneten Stelle für die Eiablage. Gelegentlich werden die Weibchen auch auf sonnigen Waldwegen gesichtet.

Unterart: Dryadula phaetusa esite
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Unterart: Dryadula phaetusa esite

Unterarten

  • Catonephele numilia numilia - (Cramer, 1776)
  • Catonephele numilia esite - (Felder, 1869)
  • Catonephele numilia immaculata - Jenkins, 1985
  • Catonephele numilia neogermanica - Stichel, 1899
  • Catonephele numilia penthia - (Hewitson, 1852)

Verbreitung

Catonephele numilia ist von Mexiko (Xilitla, San Luis Potosi) bis nach Peru (Catarata Bayoz, La Merced) verbreitet. Die Spezies hält sich im Tiefland-Regenwald in Höhen zwischen 200 und 1.000 Metern auf.

Ernährung

Catonephele numilia bei der Paarung
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Catonephele numilia bei der Paarung

Die Erwachsenen ernähren sich vom Blütennektar und von faulenden Früchten, während die Raupen sich von den Blättern der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) ernähren, dazu gehören unter anderem Alchornea, Dalechampia und Veconcibea.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt die tonnenförmigen weißen oder gelblichen Eier auf die Sämlinge der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) ab, dazu zählen unter anderem Alchornea, Dalechampia und Veconcibea. Die ausgewachsenen Raupen sind variabel, einige Arten werden dunkelgrün und haben gesprenkelte weiße Flecken, während andere schwarz sind und mit kastanienbraunen Markierungen versehen sind. Des Weiteren zeigen sich prominente quirlige Spitzen entlang des Rückens und an den Seiten. In Ruhestellung ist die Vorderseite des Körpers gewölbt, so dass der Kopf nach unten weist und der Körper in einer S-Form gehalten wird. Werden sie von Parasitoiden oder von natürlichen Feinden angegriffen, dann zappeln die Raupen heftig. Die Puppen sind grün und sind mit einem mit braunen oder silberfarbenen Cremaster ausgestattet, (ein mit Dornen, Widerhaken oder ähnlich versehenem chitinisiertem Fortsatz am Hinterleibsende der Schmetterlingspuppe). Dieser ist um die Blätter gewunden, so dass die Puppe seitlich hängt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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