Centrolene prosoblepon

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Centrolene prosoblepon

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Unterklasse: Nacktlurche (Lissamphibia)
Überordnung: Springlurche (Salientia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Familie: Glasfrösche (Centrolenidae)
Unterfamilie: Centroleninae
Gattung: Centrolene
Art: Centrolene prosoblepon
Wissenschaftlicher Name
Centrolene prosoblepon
(Boettger, 1892)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Art Centrolene prosoblepon, auch unter den Synonymen Hyla parabambae und Hylella puncticrus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Glasfrösche (Centrolenidae) zur Gattung Centrolene. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Männchen erreicht eine Körperlänge von etwa 21,0 bis 28,0 Millimeter, während das Weibchen eine Körperlänge von etwa 25,0 bis 31,0 Millimeter. Die Oberseite weist eine smaragdgrüne Färbung auf und ist mit schwarzen Flecken besetzt. Der Bauch ist von einer gelben Färbung. Seine Knochen und in geringerem Maße auch seine inneren Organe schimmern durch die Haut. Das Profil der Schnauze wirkt stumpf. Auf der Oberlippe der Schnauze zeigt sich ein weißer schmaler Streifen. Die Augen erscheinen ziemlich groß und stark hervorstehend. Die Iris der Augen ist dunkelgrau mit goldfarbenen Punkten durchsetzt und die Pupille ist schlitzartig geformt. Das Tympanon ist undeutlich ausgeprägt, rundlich geformt und schräg nach oben gerichtet.

Lebensweise

Laut der Roten Liste der IUCN reicht das Verbreitungsgebiet dieser Art vom östlichen Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama und südlich bis zur Pazifikküste von Kolumbien und Ecuador. Des Weiteren ist die Art auch in Kolumbien der nördlichen und östlichen Ausläufer von Cordillera Oriental und südlich bis nach Caldas und bis Magdalena River Valley anzutreffen. Die Art kommt in einer Höhe bis zu 1.500 Meter über dem Meeresspiegel vor. Cochranella albomaculata ist eine nachtaktive Art, die in niedriger Vegetation, im Flachland tropischer Wälder und in Bergnebelwäldern lebt. Gelegentlich findet man die Art auch in fragmentieren Lebensräumen. Häufig trifft man sie auch in der Nähe von Flüssen und Bächen sowie in höheren Lagen an. Der Laich wird meist auf Blättern über dem Wasser abgelegt. Die Männchen dieser Art zeigen ein sehr ausgeprägtes Territorialverhalten. Ferner ist die Art sehr standorttreu. Im Laufe von zwei Jahren wanderten die Männchen in El Copé, Panama, innerhalb des Quellgebietes nur sehr wenig. Sie entfernten sich in den zwei Jahren durchschnittlich etwa 2,33 Meter von ihrem Quellgebiet (Robertson et al. 2008).

Verbreitung

Cochranella albomaculata
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Cochranella albomaculata

Laut der Roten Liste der IUCN kommt die Art in folgenden Ländern vor: Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Honduras, Nicaragua und Panama. Die Art hält sich in folgenden Lebensräumen auf: Subtropische und tropische feuchte Tieflandwälder, subtropische und tropische feuchte Montanwälder, Feuchtgebiete (Inland) wie permanente Flüsse, Bäche und schmale Buchten inklusive Wasserfälle.

Ernährung

Die Art Centrolene prosoblepon ernährt sich hauptsächlich von Insekten (Insecta).

Fortpflanzung

Die Laichzeit erfolgt in der Regenzeit von Mai bis November. Cochranella albomaculata ist eine rein nachtaktive Art. Die Eier befinden sich in einer Gelee-Schicht. Diese Eimasse wird an den Rand eines Blattes geheftet bzw. geklebt. Die schwarz-weißen Eier messen im Durchmesser etwa 1,5 bis 3,0 Millimeter, einschließlich der Dotterschicht. Die Gelee-Masse besteht aus 49 bis 60 Eiern. Die Eimasse hängt dann meist wie ein Tropf über dem Wasser. Die Eier werden vom Männchen bewacht und gegen jeden Eindringling vehement verteidigt.
Centrolene prosoblepon
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Centrolene prosoblepon
Die Larven verharren so lange in den Eiern bis ein starker Regenguss einsetzt, erst dann schlüpfen sie und werden mit dem Regen in das darunter befindliche Gewässer gespült, wo sie ihre Entwicklung fortsetzen. Nach dem Schlupf läßt die väterliche Fürsorge sofort nach und die Larven sind auf sich allein gestellt.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört Centrolene prosoblepon heute noch nicht zu den bedrohten Froscharten. Die Art ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt Centrolene prosoblepon selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als least concern (nicht gefährdet) geführt. In Costa Rica wurden regelmäßig Erhebungen dieser Art durchgeführt. In Monteverde und Costa Rica sank die Zahl seit Mitte der 1980er Jahre drastisch. Andere Populationen in Costa Rica scheinen stabil zu sein. In einigen Standorten wie Zarcero tritt die Art am häufigsten auf. Ferner ist die Art auch in Panama, Ecuador und Nicaragua häufig vertretbar und mäßig häufig in Honduras und in Kolumbien. Des Weiteren kommt die Art auch häufig in höheren Lagen vor, wahrscheinlich wegen der intakten Lebensräume, die dort noch vorhanden sind.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3

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