Braunlori

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Braunlori

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Loris (Loriinae)
Gattung: Glanzloris (Chalcopsitta)
Art: Braunlori
Wissenschaftlicher Name
Chalcopsitta duivenbodei
(Dubois, 1884)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Braunlori (Chalcopsitta duivenbodei), auch unter dem Synonym Chalcopsittacus duivenbodei bekannt, zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) zur Gattung der Glanzloris (Chalcopsitta). Im Englischen wird der Braunlori brown lory oder duyvenbode's lory genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Braunlori erreicht eine Körperlänge von etwa 31,0 bis 32,0 Zentimeter, eine Flügellänge von etwa 17,1 bis 18,0 Zentimeter, eine Schwanzlänge von etwa 11,7 bis 13,8 Zentimeter, eine Schnabellänge von etwa 2,0 bis 2,3 Zentimeter sowie eine Tarsuslänge von etwa 2,2 bis 2,5 Zentimeter. Das Gewicht beträgt etwa 200,0 bis 230,0 Gramm. Zwischen den Geschlechtern gibt es kaum einen nennenswerten Dimorphismus. Je nach Nominatform und Unterart variiert die Gefiederfärbung. Der Nacken und der Hinterhals sind olivbraun und der Oberrücken ist etwas olivbraun verwaschen. Die Schwingen an der Innenfahne und die Spitzen sind von einer schwärzlichen Färbung und an der Außenfahne ganz schmal fahl gesäumt. Die erste Schwinge erscheint schwarz getönt. Das Kinn, die Stirn, die Wangen, die Schenkel sowie die Unterflügeldecken weisen eine goldgelbe Färbung auf, die allmählich in eine schwarze Tönung übergeht. Die kleinen Deckfedern sind unterseits grün gefärbt. Der Augenring und der Schnabel sind von einer schwarzen Färbung. Die Füße sind rauchschwarz geschönt und die Iris weist eine orangefarbene Färbung auf.

Lebensweise

Die tagaktiven Vögel sind sehr gesellig und leben in kleinen Gruppen von sechs bis acht Tieren oder paarweise. Auf der Nahrungssuche oder auf Wanderungen schließen sie sich allgemein oft in großen Schwärmen zusammen. Den Boden betreten sie nur zum Trinken. Braunloris sind sehr sozial und pflegen besonders die Paarbeziehung. Paare pflegen sich gegenseitig das Gefieder und beknabbern sich gegenseitig. Die Nacht verbringen die Vögeln in zum Teil großen Gruppen in ihren Schlafbäumen. Auch während der heißen Tageszeit halten sie sich oft in Bäumen auf. Ihr Flug ist recht schnell und wird durch hektisches Geflatter geprägt.

Unterarten

Braunlori
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Braunlori
  • Chalcopsitta duivenbodei duivenbodei - (Dubois, 1884) - Asien. Südostasien. Indonesien. Indonesien (Australasien). Irian Jaya. Ozeanien. Australasien. Insel Neuguinea (endemisch). Papua-Neuguinea. Neuguinea. Melanesien (endemisch).
  • Chalcopsitta duivenbodei syringanuchalis - (Neumann, 1915) - Asien. Südostasien. Indonesien. Indonesien (Australasien). Irian Jaya. Ozeanien. Australasien. Insel Neuguinea (endemisch). Papua-Neuguinea. Neuguinea.

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Braunlori in Indonesien und auf Papua-Neuguinea vor. Der Braunlori mit seiner Nominatform und mit seiner Unterart bewohnt die subtropischen und tropischen feuchten Tieflandwälder.

Ernährung

Braunloris ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Beeren, Pollen und Nektar. Ihre sehr lange und schmale Zunge ist mit sogenannten Papillen besetzt. Beim Eintauchen der Zunge in eine Blüte richten sich die Papillen auf und saugen den Nektar förmlich auf. Nachdem die Zunge zurückgezogen wurde, wird sie gegen den Gaumen gedrückt, um so an den Nektar zu kommen. Eher selten stehen auch Sämereien und Insekten (Insecta) auf dem Speiseplan.

Fortpflanzung

Braunlori
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Braunlori

Der Braunlori erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Während der Paarungszeit nähert sich das Männchen dem Weibchen mit ausgebreitetem Schwanz und Kopfnicken. Hat sich ein Paar gefunden, so leben sie in monogamer Einehe, die ein Leben lang hält. Die Brutzeit erstreckt sich für gewöhnlich über die Monate März und April. Sie sind Höhlenbrüter, die in der Regel eine Höhle aussuchen, die sich in Höhen von bis zu 25 Metern über dem Erdboden befindet. Ausgepolstert wird eine Bruthöhle mit Holzteilchen wie morsches Holz. Das Weibchen legt zwei bis vier weiße ovale Eier in das Nest. Das Weibchen brütet die Eier über einen Zeitraum von rund 25 bis 28 Tagen allein aus, jedoch verbringt das Männchen mit dem Weibchen viel Zeit im Nest, wenn er auch nicht direkt inkubiert. Nach dem Schlüpfen weisen die Küken einen weißen Flaum auf, der jedoch nach etwa zwei Wochen eine graue Färbung annimmt. Nach etwa 21 bis 22 Tagen öffnen die Küken die Augen und auch die ersten Federn zeigen sich zu diesem Zeitpunkt und nach etwa 74 Tagen verlassen die Jungen das Nest.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Braunlori heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Der Braunlori ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Braunlori selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Braunlori als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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