Chinesischer Muntjak
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| Chinesischer Muntjak | |
|---|---|
| Chinesischer Muntjak - Weibchen
| |
| Systematik | |
| Klasse: | Säugetiere (Mammalia) |
| Unterklasse: | Lebendgebärende Säugetiere (Theria) |
| Teilklasse: | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| Ordnung: | Paarhufer (Artiodactyla) |
| Unterordnung: | Wiederkäuer (Ruminantia) |
| Familie: | |
| Unterfamilie: | Muntjaks (Muntiacinae) |
| Gattung: | Muntiacus |
| Art: | Chinesischer Muntjak |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Muntiacus reevesi | |
| Ogilby, 1839 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC)
| |
Der Chinesische Muntjak (Muntiacus reevesi), der wegen seiner Laute auch Bellhirsch genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Hirsche (Cervidae) zur Gattung Muntiacus.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Das Chinesische Muntjak erreicht nur eine Schulterhöhe von rund 45 Zentimeter und zählt somit zu den kleinsten Hirscharten. Es erreicht ein Gewicht von lediglich fünfzehn bis 20 Kilogramm. Das kurzes Geweih misst etwa 15 Zentimeter, das nach jeder Brunft abgestoßen wird. Es löst sich als tote Knochensubstanz von den Rosenstöcken ab und wird jedes Jahr ersetzt. Das Geweih, wie auch die bis zu 5 Zentimeter langen Eckzähne im Oberkiefer dienen der Verteidigung und den Revierkämpfen. Die überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Muntjaks leben in der Regel einzelgängerisch, nur selten in kleinen Gruppen. Neben dem Menschen zählen Tiger, Rothunde, Krokodile und Riesenschlangen zu ihren Hauptfeinden. Ihre Warnrufe hören sich an wie das Bellen eines Hundes, daher haben sie auch ihr Synonym "Bellhirsch".
Verbreitung
Das Chinesische Muntjak lebt in den tropischen Regenwäldern Südchinas sowie auf Taiwan. Größere Populationen wurden in Großbritannien eingeführt. In seinem natürlichen Lebensraum leben die Tiere in montanen tropischen und subtropischen Wäldern mit dichtem Unterholz.
Nahrung
Neben Gräsern, Kräutern, Samen und Früchten fressen Chinesische Muntjaks erstaunlicherweise auch Eier von Vögeln, Kleingetier und sogar Aas. Auf Nahrungssuche gehen die Tiere vorzugsweise in der Dämmerung oder nachts.
Fortpflanzung
Chinesische Muntjaks erreichen die Geschlechtereife spätestens mit 12 Monaten. Die Paarungszeit ist an keine feste Jahreszeit gebunden und findet ganzjährig statt. Nach einer Tragezeit von etwa sieben Monaten bringt ein Weibchen im Unterholz ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Die Säugezeit beträgt etwa zwei Monate. Nach sechs Monaten verlassen die Jungtiere ihre Mutter und sind auf sich allein gestellt. Die Lebenserwartung kann in Gefangenschaft bei bis zu 17 Jahren liegen. In Freiheit wird dieses Alter selten erreicht.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel: die Familie der
Hirsche (Cervidae)
Literatur und Quellen
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
- Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
- David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
- Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
- Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

