Chrysilla lauta

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Chrysilla lauta
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Chrysilla
Art: Chrysilla lauta
Wissenschaftlicher Name
Chrysilla lauta
Thorell, 1887

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:032753]

Die Spinnenart Chrysilla lauta gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Chrysilla. Im Englischen wird die Art Elegant Golden Jumper Spider genannt. Obwohl diese Spinne schon seit 1887 bekannt ist, wurden nur die männlichen Exemplare beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Chrysilla lauta erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 3 bis 4 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Das Männchen weist ein charakteristisches langes, dünnes, buntes Opisthosoma auf. Der Panzer ist ziemlich ovalförmig und ist länger als breit und ist mit orange-roten Härchen besetzt. Des Weiteren weist der Panzer eine ausgeprägte Stufe in der Nähe des Pedicel auf. Der Kopf ist flach und relativ klein. Auf der Vorder- und Rückseite des Kopfes und zwischen den Augen zeigt sich eine enge Bandbreite von glänzenden blau-weißen, irisierenden Härchen und ein weiteres Band ähnlicher Härchen zieht sich entlang des Saumes. Die langen Thorax-Seiten sind am Rand kontinuierlich schräg abfallend. Die langen Cheliceren sind robust und auseinanderklaffend. Das Opisthosoma ist lang, schmal und röhrenförmig und anterior etwas abgerundet. Die Kanten des Opisthosoma sind schräg abfallend und am hinteren Ende mäßig abgestumpft. In der Nähe der Schultern und in der Nähe der Spinndüsen zeigt sich ein langes Schild, das sich bis zur dorsalen Seite des Opisthosoma erstreckt. Das Schild weist eine dunkelbraune Färbung auf und ist mit dichten bronzefarbenen Härchen besetzt. Die Beine sind lang und schlank. Die Tibien und Metatarsen des ersten Beinpaares weisen kaum Stacheln auf. Die Metatarsen des ersten und vierten Beinpaares sind bräunlich gefärbt und die übrigen Segmente sind einheitlich braungelblich getönt. <2>

Chrysilla lauta - Männchen
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Chrysilla lauta - Männchen

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Chrysilla lauta kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: China, Myanmar, Singapur, Sri Lanca und Vietnam. Sie hält sich vorwiegend auf Sträuchern und Pflanzen auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich findet man sie auch im Regenwald unter Fallaub sowie unter Steinen oder in Büschen. Des Weiteren sucht die Spinne auch Zuflucht unter Fallaub in den Gärten von Wohnsiedlungen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Chrysilla lauta - Männchen
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Chrysilla lauta - Männchen

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge