Chuckwalla

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Chuckwalla

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Chuckwallas (Sauromalus)
Art: Chuckwalla
Wissenschaftlicher Name
Sauromalus obesus
Baird, 1858

Der Chuckwalla (Sauromalus obesus) gehört innerhalb der Familie der Leguane (Iguanidae) zur Gattung der Chuckwallas (Sauromalus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Chuckwalla erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von ca. 40 cm. An seinem abgeflachten Körperbau und seiner faltigen Haut ist er sehr leicht zu identifizieren. Die Hautfarbe unterscheidet sich je nach Verbreitungsgebiet und variiert von gelblich bis sandfarben über rotbraun bis orangerot. Die Musterung wird durch rotbraune bis schwarze Flecken unterbrochen. Bei Gefahr flüchtet der Chuckwalla in Felsspalten und pumpt sich regelrecht auf, so daß Fressfeine ihm nicht habhaft werden können. Diese Leguanart gibt keinen Urin ab, die Blase dient ihm als Wasserspeicher. Giftstoffe, die üblicherweise über den Urin ausgeschieden werden, gibt der Chuckwalla über die Nase durch niesen ab. Während der Wintermonate, üblicherweise in den Monaten Dezember und Januar hält er Winteruhe. Da er sehr wärmebedürftig ist, verbringt er tagsüber viele Stunden beim Sonnenbaden.

Unterart

Verbreitung

Der Südwesten der USA, insbesondere die Staaten Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona, bildet das natürliche Verbreitungsgebiet des Chuckwalla. Sein Lebensraum sind felsige Wüsten und Halbwüsten.

Nahrung

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Als reiner Pflanzenfresser ernährt sich der Chuckwalla hauptsächlich von Blättern, Gräsern, Blüten und Früchten.

Fortpflanzung

Die Paarung wird üblicherweise nach der Winterruhe vollzogen. Das Männchen imponiert, wie bei vielen Leguanarten typisch, durch Liegestützen und Kopfnicken. Das Weibchen legt kurze Zeit nach der Kopulation zwischen 5 und 16 Eier. Die Geschlechtsreife erreicht ein Chuckwalla nach spätestens 4 Jahren erreicht. Die Lebenserwartung liegt im Freiland bei etwa 10 Jahre.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Wolfgang Schmidt, Friedrich-Wilhelm Henkel, Axel Fläschendräger: Leguane. Biologie, Haltung und Zucht. Ulmer, 2006 ISBN 3800146134
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.1, Geckos, Flossenfüße, Agamen, Chamäleons und Leguane. Ulmer, 2005 ISBN 3800172488

Links

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