Chukarhuhn
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| Chukarhuhn | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Hühnervögel (Galliformes) |
| Familie: | Fasanenartige (Phasianidae) |
| Gattung: | Steinhühner (Alectoris) |
| Art: | Chukarhuhn |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Alectoris chukar | |
| Gray, 1830 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC) - IUCN
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Das Chukarhuhn (Alectoris chukar) zählt innerhalb der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) zur Gattung der Steinhühner (Alectoris).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Das Chukarhuhn erreicht eine Körperlänge von 31 bis 35 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 44 bis 53 cm sowie ein Gewicht von 450 bis 700 Gramm. Männchen werden zum Teil erheblich größer und schwerer als Weibchen. Das Obergefieder weist eine graubraune Färbung mit leicht bläulichem Schimmer auf. Die Flügel sind an den Spitzen überwiegend bräunlich gefärbt, gleiches gilt für die Schwanzspitze. Die seitlichen Flanken weisen eine schwarzbraune und weißliche Bänderung auf. Charakteristisch ist das schwarze Augenband, das sich vom Auge bis zur Brust zieht und die weißliche Kehle sowie die graublaue Brust optisch voneinander trennt. Der kurze Schnabel und die Extremitäten weisen eine kräftig rote Färbung auf. Die Iris ist bläulich bis bräunlich gefärbt. Die Geschlechter weisen bis auf den Größenunterschied keinen weiteren Geschlechtsdimorphismus auf. Jungvögel weisen im Gefieder erhöhte Braunanteile auf. Das tagaktive Chukarhuhn lebt außerhalb der Paarungszeit gesellig in kleinen Gruppen. Zur Paarungszeit ziehen sich die Vögel paarweise zurück.
Unterarten
- Alectoris chukar chukar - Gray, 1830
- Alectoris chukar cypriotes - Hartert, 1917
- Alectoris chukar dzungarica - Sushkin, 1927
- Alectoris chukar falki - Hartert, 1917
- Alectoris chukar kleini - Hartert, 1925
- Alectoris chukar koroviakovi - Zarudny, 1914
- Alectoris chukar kurdestanica - Meinertzhagen, 1923
- Alectoris chukar ordoscensis
- Alectoris chukar pallescens - Hume, 1873
- Alectoris chukar pallida - Hume, 1873
- Alectoris chukar potanini - Sushkin, 1927
- Alectoris chukar pubescens - Swinhoe, 1871
- Alectoris chukar shestoperovi
- Alectoris chukar sinaica - Bonaparte, 1858
- Alectoris chukar subpallida - Zarudny, 1914
- Alectoris chukar subparallida
- Alectoris chukar werae - Zarudny & Loudon, 1904
Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Chukarhühner erstreckt sich über Südosteuropa, dem Nahen Osten und dem westlichen Asien. In weiten Teilen der Erde wurden die Hühner als Neozoen eingeführt. Dies gilt insbesondere für Nordamerika, Hawaii und Neuseeland. Sie leben überwiegend in Mittelgebirgen und Hochgebirgen bis an die Baumgrenze heran. Hier leben die Hühner meinst in Hanglage mit viel Sonnenschein. Trockene, vegetationsarme Regionen werden dabei bevorzugt. Im Winter ziehen Chukarhühner in Tallagen.
Gefährdung, Schutz
Trotz der massiven Lebensraumzerstörung und die intensive Bejagung sind die Bestände der Chukarhühner heute noch nicht in ihrer Art bedroht. Sie unterstehen keinem Artenschutz. Die Jagd ist auf bestimmte Jahreszeiten begrenzt. Die Lobby der Jäger drängt allerdings seit Jahren auf die völlige Freigabe der Bejagung. Dies hätte mit Sicherheit dramatische Bestandsrückgänge zur Folge.
Ernährung
Das Chukarhuhn ernährt sich von Sämereien, jungen Trieben, Früchten und Knospen. Proteine werden in Form von Insekten und kleinen Wirbeltieren zu sich genommen. Küken werden hauptsächlich mit Insekten, Larven und Spinnentieren gefüttert. In urbanen Bereichen ist das Chukarhuhn auch auf landwirtschaftlichen Flächen anzutreffen. In ihrem Lebensraum ist das Chukarhuhn an das Vorhandensein eines Gewässers angewiesen, da es täglich Trinkwasser zu sich nehmen muss.
Fortpflanzung
Das Chukarhuhn erreicht die Geschlechtsreife mit gut einem Jahr. Die Hühner leben in saisonaler Einehe, oftmals hält die Ehe ein Leben lang. Die Balz der Chukarhühner erstreckt sich im Frühjahr über den April bis in den Juli hinein. Zur Eiablage kommt es meinst im Juni oder Juli. Während der Paarungszeit sind vor allem die Männchen territorial und gegenüber Artgenossen ausgesprochen aggressiv. Das Weibchen baut ihr Nest in eine einfache Erdmulde, die bei Bedarf auch ausgescharrt wird. Ausgepolstert wird das Nest mit weichen Gräsern und Federchen. Sie legt zwischen neun und fünfzehn weißlich-gelbe Eier, die eine dunkelbraune Sprenkelung aufweisen. Oft ist zu beobachten, dass das Weibchen ihr Gelege aufteilt. In diesem Fall bebrütet das Männchen das zweite Gelege. Über einen Zeitraum von 24 bis 25 Tagen werden die Eier gewärmt und ausgebrütet. Die geschlüpften Küken sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Die Küken ernähren sich in der ersten Zeit ausschließlich von Insekten. Flugfähig und selbständig sind sie bereits nach bereits 14 bis 16 Tagen. Die Adulte Größe erreichen die Jungvögel mit rund drei Monaten. Die Lebenserwartung liegt bei fünf bis sieben Jahren, in Gefangenschaft ist durchaus auch ein Alter von über zehn Jahren möglich.

