Colobura dirce

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Colobura dirce

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Fleckenfalter (Nymphalinae)
Gattung: Colobura
Art: Colobura dirce
Wissenschaftlicher Name
Colobura dirce
(Linnaeus, 1758)

Colobura dirce, auch unter dem Synonym Papilio dirce bekannt, zählt innerhalb der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) zur Gattung Colobura. Im Englischen wird die Art dirce beauty, mosaic oder zebra mosaic genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Colobura dirce erreicht eine Vorderflügellänge von etwa 33,0 bis 35,0 Millimeter. Diese Art in seinem Muster unverwechselbar. Der Körper dieser Art ist oben schwarz und unten gelb getönt. Die Oberseite der Flügel weist eine eintönig dunkelbraune oder braune Färbung auf. Auf den Vorderflügeln verläuft ein breites schräg geformtes hellgelbes Band vom Rippenbogen bis zum medialen Saum der Flügel. Die Unterseite der Flügel bilden ein unverkennbares Zebra-Muster mit einem breiten weißen Band, das entlang der Oberseite der Flügel verläuft. An der Spitze der Flügel zeigt sich eine braune Farbe und ist mit dem gleichen breiten weißen Band besetzt. Ferner erkennt man im hinteren Teil des Flügels einen kleinen orangefarbenen Bereich und einen kleinen Augenfleck. Die Art weist eine große Ähnlichkeit mit Colobura annulata auf. Die ausgewachsenen Raupen sind samtig schwarz getönt und sind mit weißen rosettenförmigen Stacheln auf dem Rücken und mit gelben Stacheln an den Seiten besetzt.

Lebensweise

Unterart: Colobura dirce wolcotti
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Unterart: Colobura dirce wolcotti

Die Falter halten sich in primären und sekundären Wäldern in Höhenlagen von etwa 1.400 Metern über dem Meeresspiegel auf, aber häufiger leben sie in einer Höhe unter 800 Metern. Die Falter sitzen mit aufrecht gehaltenen Flügeln und einer Kopf-Unten-Haltung für gewöhnlich auf den Baumstämmen in einer Höhe von etwa zwei Metern, um Saft und Feuchtigkeit aus der Baumrinde oder aus Moosen zu trinken. Die Männchen suchen häufig die Obstgärten auf, wo Früchte auf den Boden gefallen sind. Manchmal werden sie auch auf Sandbänken oder am feuchten Boden gesehen. Häufiger sind sie jedoch im schattigen Wald anzutreffen, oft in Gesellschaft mit der Schmetterlingsart Tigridia acesta. Gelegentlich trifft man die Art auch einzeln, aber meistens in Gruppen von zwei oder drei Individuen an.

Unterarten

  • Colobura dirce dirce - (Linnaeus, 1758)
  • Colobura dirce wolcotti - Comstock, 1942

Verbreitung

Colobura dirce kommt in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika vor. Häufig ist die Art in Peru (Tingo Maria, Catarata Bayoz, Le Merced und Rio Madre de Dios) anzutreffen. Die Falter halten sich in primären und sekundären Wäldern in Höhenlagen von etwa 1.400 Metern über dem Meeresspiegel auf, aber häufiger leben sie in einer Höhe unter 800 Metern.

Ernährung

Colobura dirce
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Colobura dirce

Die Erwachsenen ernähren sich vorwiegend von den Baumsäften und von fermentierten Früchten, während die Raupen sich von den Blättern der Ameisenbäumen (Cecropia) aus der Familie Cecropiaceae und Urticaceae ernähren.

Fortpflanzung

Die Weibchen legen weiße Eier zwischen zwei und zehn Gruppen auf den Blättern der Ameisenbäume (Cecropia) ab. Die jungen Raupen ernähren sich von den Blättern der Ameisenbäume (Cecropia), dabei bilden sie aus ihrem Kot Fraßketten, die sie mit Seidenfäden an den Rändern der Blätter verbinden. Wenn sie nicht fressen, dann ruhen sie auf diesen Fraßketten. Die Fraßketten bilden auch eine Art Schutz vor marodierenden Ameisen. Die ausgewachsenen Raupen sind samtig schwarz und sind mit weißen rosettenförmigen Stacheln auf dem Rücken und mit gelben Stacheln an den Seiten besetzt. Sie leben und ernähren sich gesellig in Gruppen zwischen 5 und 20 Individuen. Bei der Nahrungsaufnahme fressen sie sich durch den Blattstängel, um so anti-herbivore Säfte aufzunehmen. Die Puppen sind länglich, zylindrisch geformt und sehen wie ein toter gebrochener Zweig aus.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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