Cooksturmvogel

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Cooksturmvogel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Röhrennasen (Procellariiformes)
Familie: Sturmvögel (Procellariidae)
Gattung: Hakensturmtaucher (Pterodroma)
Art: Cooksturmvogel
Wissenschaftlicher Name
Pterodroma cookii
(Gray, 1843)

IUCN-Status
Vulnerable (VU)

Der Cooksturmvogel (Pterodroma cookii), auch unter dem Synonym Pterodroma cooki bekannt, zählt innerhalb der Familie der Sturmvögel (Procellariidae) zur Gattung der Hakensturmtaucher (Pterodroma). Im Englischen wird der Cooksturmvogel cook's petrel genannt. Dieses Taxon wurde in zwei Spezies gesplittet: Pterodroma cookii und Pterodroma defilippiana.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Cooksturmvogel erreicht eine Körperlänge von etwa 28,0 bis 32,0 Zentimeter und eine Spannweiste von etwa 65,0 bis 66,0 Zentimeter. Die Geschlechter sind gleichermaßen. Das Obergefieder der Erwachsenen weist hauptsächlich eine blasse bläulich-graue Färbung auf. Die Flügel und der unter Rücken sind schwärzlich getönt und die inneren Schäfte der Handschwingen erscheinen weiß gefärbt. Die Federspitzen, die Stirn, die Wangen und die ganze Unterseite weisen eine weiße Färbung auf. Unter dem Auge zeigt sich eine kleine prominente schwarche Fläche. Die Flügelunterseite ist weiß gefärbt mit Ausnahme der Vorderkanten, die eine dunkle Sprenkelung zeigen. Die Iris der Augen ist braun getönt. Der Schnabel weist eine schwarze Färbung auf und ist mäßig bis stark schlank und glatt geformt. Die Oberflächenstruktur des Schnabels erscheint laminiert. Die Füße sind überwiegend blau gefärbt. An den äußeren Zehen und am Ende der Schwimmhaut zeigt sich eine schwarze Tönung.

Lebensweise

Laut der Roten Liste der IUCN brütet der Cooksturmvogel auf der Insel Little Barrier in Höhlen auf bewaldeten Hügeln und an steilen Hängen in einer Höhe zwischen 300 bis 700 Metern. Des Weiteren brütet er noch auf der Insel Codfish. Diese Insel ist besonders als Lebensraum zum Brüten für den Vogel ideal, da dort dichter Waldbewuchs mit einem niedrigen und offenen Kronendach und vielen großen Stämmen vorhanden ist. Ehemals gab es auf ganz Neuseeland geeigneten Lebensraum zum Brüten. Der Cooksturmvogel ernährt sich hauptsächlich von Tintenfischen, Krebstieren und von kleinen Fischen.

Unterarten

Verbreitung

Cooksturmvogel im Flug
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Cooksturmvogel im Flug

Laut der Roten Liste der IUCN ist der Cooksturmvogel in Neuseeland endemisch. Die Brutplätze befinden sich auf Little Barrier, Great Barrier und Codfish Islands. Auf der Insel Great Barrier wurden in den letzten 25 Jahren nur noch 12 Höhlen gefunden und weniger als 20 Paare und gilt auf dieser Insel als ausgestorbene reproduktiv lebensfähge Population. Auf der Insel Codfish wurden im Jahr 1982 die Prädatoren entfernt und im Jahr 2007 wurden etwa 4.000 Brutpaare geschätzt. Auf der Insel Little Barrier brüten etwa 286.000 Paare. Die Vögel wandern nach der Brutzeit bis zum östlichen Pzifik, vor allem zwischen 34° S und 30° N.

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Cooksturmvogel noch in folgenden Ländern vor: Amerikanisch-Samoa, Chile, Cook Inseln, Französisch Polynesien, Mexiko, Neuseeland, Niue, Norfolk Island, Peru, Pitcairn, Wallis und Futuna. Als Durchzügler ist er in Australien und auf Kiribati anzutreffen und päsent ist der Cooksturmvogel in folgenden Ländern, jedoch ist die Herkundt ungewiss: Ecuador, Französisch Südliche Territorien, Neukaledonien, Samoa, Tokelau, Tonga und Tuvalu.

Ernährung

Der Cooksturmvogel ernährt sich hauptsächlich von Tintenfischen, Krebstieren und von kleinen Fischen. Die Nahrungssuche und -aufnahme erfolgen vorzugsweise in der Nacht, entweder einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen. Nicht selten schließen sich Cooksturmvögel auf der Nahrungssuche anderen Seevögeln an. Ist ein Beutetier gesichtet, so stürzt sich der Cooksturmvogel ins Wasser und taucht im Folgenden nach der Beute. Nicht selten werden Beutetiere unmittelbar an der Wasseroberfläche gejagt.

Fortpflanzung

Der Cooksturmvogel ist ein Kolonienbrüter und brütet auf der Insel Little Barrier in Höhlen auf bewaldeten Hügeln und an steilen Hängen in einer Höhe zwischen 300 bis 700 Metern. Des Weiteren brütet er noch auf der Insel Codfish. Die Brutvögel legen große Entfernungen von den Brut- bis zu den Nahrungsplätzen zurück. Am Nestbau sind beide Geschlechter beteiligt. Geht ein Gelege verloren, so kommt es zu keinem Nachgelege. Das Weibchen legt ein einziges Ei, das über einen Zeitraum von gut 50 Tagen von beiden Elternteilen bebrütet wird. Auch um die Versorgung des Nachwuchses mit Nahrung kümmern sich beide Elternteile. Verfüttert wird hochgewürgte und vorverdaute Nahrung. Nach dem Schlupf weist das Küken nur eine spärliche Befiederung auf. Im Alter von 80 bis 85 Tagen erlangt der Jungvogel die Flugfähigkeit

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN wird die Art als gefährdet geführt, weil ein schneller Rückgang in der Vergangenheit zu verzeichnen war. Nach erfolgreicher Beseitigung der eingeführten Prädatoren wie zum Beispiel die Pazifische Ratte (Rattus exulans) auf Little Barrier Island (wo bei weitem die Größe Anzahl der Population lebt) ist eine spürbare Verbesserung der Population und des Lebensraums zu verzeichnen, was zu einem Anstieg des Bruterfolges und der Aufzucht von 5% bis auf 70% erfolgte. Auch ein Erfolg konnte man im Jahr 1980 mit der Tilgung von verwilderten Hauskatzen auf Little Barries Island und der Entfernung der Wekaralle (Gallirallus australis) auf Codfish Island in den frühen 1980er Jahren verbuchen. Obwohl nur noch eine winzige Anzahl dieser Art noch auf Great Barrier Island vorhanden ist, so gilt diese seit mehreren Jahrzehnten als ausgestorbene reproduktive lebensfähige Population.

Laut der Roten Liste der IUCN wurden bis 1980 die verwilderten Hauskatzen von der Insel Little Barrier und zwischen den Jahren 1980 und 1985 und die Wekaralle (Gallirallus australis) entfernt. Auch die Pazifische Ratte (Rattus exulans) konnte im Jahr 2004 von der Insel Little Barrier entfernt werden und ein zunehmender Erfolg der Küken-Aufzucht war von 5% bis auf 70% zu verzeichnen. Trotz der kleinen Erfolge sind weiterhin notwendige Maßnahmen auf den Inseln erforderlich, damit die Art nicht ausstirbt. Es sollten alle fünf Jahre die Höhlen auf den Inseln kontrolliert und eine regelmäßige Zählung der Population durchgeführt werden.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Klasse der Vögel (Aves)

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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