Cosmophasis obscura

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Cosmophasis obscura

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Cosmophasis
Art: Cosmophasis obscura
Wissenschaftlicher Name
Cosmophasis obscura
(Keyserling, 1882)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:032963]

Die Spinnenart Cosmophasis obscura gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Cosmophasis.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Cosmophasis obscura erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. In der Regel ist das Prosoma dieser Art relativ hoch gewölbt und weist einen einen flachen Kopf auf. Der Thorax ist sehr steil abfallend und die Seitenränder sind ziemlich stark ausgeprägt. Der Panzer ist breit, oval geformt und ist länger als breit. Das Opisthosoma ist ebenfalls oval geformt und anterior etwas abgestumpft. Die Beine sind lang, schlank und leicht stachelig. Die Musterung kann je nach Exemplar beträchtlich variieren. Das Prosoma zeigt mehr oder weniger eine schwarz-graue Färbung, ebenso ist das Opisthosoma von einer grauen Tönung. Die Beine weisen eine schwarz-weiße Ringelung auf, die überwiegend mit weißen Härchen besetzt sind. Obwohl sie aufgrund der schwarz-grauen Körperfärbung eine Ameise gut imitieren könnte, so ist sie doch keine besonders gute ameisenimitierende Springspinne. Meist lebt diese Spinnenart in der Nähe von Ameisen (Formicoidea) und erbeutet diese auch, indem die Spinne sich an die Beute heranpirscht, das Opfer mit einem Giftbiss tötet und anschließend aussaugt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Cosmophasis obscura kommt nur in Queensland vor und ist somit endemisch. Sie hält sich vorwiegend in Sträuchern, auf Pflanzen und in der Laubstreu auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Die meisten ameisenimitierenden Springspinnen leben in der Nähe von Ameisen (Formicoidea), durch die ein gewisser Schutz gewährleistet wird. Diese Spinnen sind je nach Ameisenart, die sie imitieren, mehr oder weniger schwarz, braun oder gelb gefärbt. Wenn die Spinne in der Nähe einer Ameise lebt, hält sie gegenüber der Ameise einen sicheren akzeptablen Abstand, der die Anwesenheit der Spinne signalisiert. Andere, aber nicht annähernd so gute ameisenimitierende Springspinnen, wie zum Beispiel diese Art, machen tatsächlich Jagd auf Ameisen (Formicoidea). <3>

Ernährung

Wie alle Springspinnen ernährt sich auch Cosmophasis obscura von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute, schleicht sich heran und springt dann aus dem Hinterhalt das Beutetier an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und auch Ameisen (Formicoidea) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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