Cosmophasis umbratica

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Cosmophasis umbratica
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Cosmophasis
Art: Cosmophasis umbratica
Wissenschaftlicher Name
Cosmophasis umbratica
Simon, 1903

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:032977]

Die Art Cosmophasis umbratica zählt innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Cosmophasis.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Cosmophasis umbratica ist eine kleine Springspinne und erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 7 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Das Männchen weist komplexe irisierende Markierungen auf mehreren Körperregionen auf, vor allem an den dorsalen Seiten des Prosoma sowie seitlich der Femoren aller Beine. Das Abdomen ist meist schwarz mit silbrig-weißen Linien gezeichnet. Das Weibchen weist an den dorsalen Seiten des Prosoma in der Regel eine grünliche Färbung mit einer Mischung von brauner, weißer sowie schwarzer Färbung auf dem Abdomen auf. Das geschlechtsreife Männchen ist leicht vom subadulten Männchen durch einen schwarzen Punkt auf den Tarsen und Palpen sowie durch die weißen Härchen im Gesicht zu unterscheiden. <2>

Ixora javanica
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Ixora javanica

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges seidiges Wohngespinst mit röhrenförmigen Eingängen an beiden Enden. Das Wohngespinst ist an den Enden etwas verbreitert und an den Eingängen der Röhre etwas verengt. Vor der Eiablage versiegelt das Weibchen die Eingänge des Wohngespinstes und bleibt im Nest. Das Wohngespinst befindet sich meist zwischen den Blättern der Ixora javanica oder manchmal auch auf der Basis der Blütenstände.

Verbreitung

Cosmophasis umbratica kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Indien, Indonesien, Pakistan, Panjab, Singapur und Sumatra. Die Spinne ist häufig auf den Blättern und Blumen von sonneliebenden blühenden Sträuchern und Pflanzen zu finden, die voll und ganz dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Eine dieser Pflanzen, Ixora javanica, ist in Südostasien nativ und häufig in Parks zu finden, die das ganze Jahr lang blüht. Cosmophasis umbratica ist eine nectivore Springspinne und hält sich oft am oder in der Nähe der Blütenstände der Ixora javanica auf. <3>

Cosmophasis umbratica - Männchen
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Cosmophasis umbratica - Männchen

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

  • Cosmophasis umbratica - Simon, 1903
  • Cosmophasis umbratica - Simon, 1903h
  • Cosmophasis umbratica - Dyal, 1935
  • Cosmophasis umbratica - Prószynski, 1984a

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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