Cratogeomys castanops

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Cratogeomys castanops
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Taschenratten (Geomyidae)
Unterfamilie: Geomyinae
Tribus: Geomyini
Gattung: Cratogeomys
Art: Cratogeomys castanops
Wissenschaftlicher Name
Cratogeomys castanops
(Baird, 1852)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Cratogeomys castanops zählt innerhalb der Familie der Familie der Taschenratten (Geomyidae) zur Gattung Cratogeomys. Im Englischen wird Cratogeomys castanops auch Yellow-faced Pocket Gopher genannt. Es sind zahlreiche Unterarten bekannt. Ein weiteres Synonym ist Pappogeomys castanops.

Inhaltsverzeichnis

Fossile Funde

Ältere fossile Funde der Art sind nicht bekannt. Die ältesten Funde stammen aus dem frühen Holozän oder auslaufendem Pleistozän. Je nach Fundort weisen die Fossilien ein Alter von 3.000 bis 14.000 Jahre auf (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Cratogeomys castanops ist eine mittelgroße Taschenratte, jedoch eine der kleinsten Arten der Gattung Cratogeomys. Männchen erreichen eine Körperlänge von 193 bis 221 mm, eine Schwanzlänge von 67 bis 95 mm, eine Hinterfußlänge von 35 bis 40 mm, eine Condylobasallänge von 52 bis 57,3 mm, eine Jochbeinbreite von 34,1 bis 39,9 mm, eine Hirnschädelbreite von 22 bis 24,3 mm, eine Rostrumbreite von 11,5 bis 12,9 mm, eine Rostrumlänge von 22,6 bis 26,5 mm sowie ein Gewicht von 385 bis 410 mm. Weibchen erreichen eine Körperlänge von 169 bis 205 mm, eine Schwanzlänge von 59 bis 84 mm, eine Hinterfußlänge von 34 bis 38 mm, eine Condylobasallänge von 48,1 bis 51 mm, eine Jochbeinbreite von 29,6 bis 32,5 mm, eine Hirnschädelbreite von 20,6 bis 22,8 mm, eine Rostrumbreite von 9,8 bis 11,2 mm, eine Rostrumlänge von 20,9 bis 23,2 mm sowie ein Gewicht von 225 bis 290 mm. Weibchen sind demnach kleiner und leichter als Weibchen. Das Fell ist je nach Unterart gelblichbraun bis dunkel rotbraun gefärbt. Die Spitzen der Haare auf dem Oberkopf und Rücken sind meist schwätzlich gefärbt. Die Jungtiere sind überwiegend gelblichgrau gefärbt. An der Basis ist das Fell gräulich gefärbt. Die Augen sind im Vergleich zu anderen Taschenratten relativ groß. Der Schädel ist eher klein bis mittelgroß, nach lateral gesehen ist der Schädel konvex geschnitten. Das Gebiss besteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 1/1, 3/3. Der Phallus erreicht im erigiertem Zustand eine Länge von 10,3 bis 12,9 mm, das Baculum eine Länge von 9,1 bis 10,8 mm (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Lebensweise

Cratogeomys castanops lebt einzelgängerisch, die Geschlechter treffen nur während der Paarungszeit aufeinander. Die Gangsysteme können eine Länge von 42 bis 104 (75) m und eine Tiefe von 10 bis 132 cm erreichen. Die Tunnel erreichen einen Durchmesser von 8,9 bis 12,7 (9,0) cm. Die Bauten weisen Wohn- und Vorratskammern auf. Ein Bau besteht aus einem Haupttunnel und mehreren sekundären Tunneln. Cratogeomys castanops gilt, falls erforderlich, als guter Schwimmer (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Unterarten

Unterarten nach Wilson & Reeder, 2005:

Verbreitung

Die Art ist in den südlichen und zentralen Bundesstaaten der USA und im nordöstlichen Mexiko verbreitet. In den USA werden die Bundesstaaten Colorado, Kansas, New Mexico, Oklahoma und Texas vor. Die Tiere leben in Habitaten mit sandigen Böden, meist in Tälern oder entlang von Flüssen. Felsige Regionen oder Habiate mit festen Böden weisen nur eine geringe Siedlungsdichte auf (IUCN,2013). Zu den typischen Pflanzen im Lebensraum der Tiere gehören Hülsenfrüchtler (Fabaceae) wie Prosopis juliflora (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Biozönose

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden zählen insbesondere Greifvögel (Falconiformes), Eulen (Strigiformes) wie Uhus (Bubo) sowie kleinere Raubtiere (Carnivora) (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Ernährung

Wie alle Taschenratten (Geomyidae) ernährt sich auch Cratogeomys castanops hauptsächlich von Wurzeln und Stengeln von niedriger Vegetation (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Fortpflanzung

Die Sichtung trächtiger Weibchen erfolgte in den nördlichen Regionen zwischen Juni und August. In südlichen Regionen liegen Sichtungen aus dem Früjahr und dem frühen Herbst vor. In Mexiko scheinen sich die Tiere im Winter zwischen Dezember und März fortzupflanzen. Die Tragezeit ist unbekannt, die Wurfgröße liegt bei 1 bis 5 (2) Junge. Die Jungen sind bei der Geburt nackt und blind. Einen Tag nach der Geburt erreichen die Jungtiere eine Gesamtlänge von 47,3 bis 55,8 mm, eine Schwanzlänge von 9,3 bis 12,8 mm, eine Hinterfußlänge von 5,7 bis 7,7 mm sowie ein Gewicht von 3,8 bis 7,9 g (Davidov-Henry, Jones & Hollander, 1989).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Cratogeomys castanops zählt heute noch nicht zu den bedrohten Arten und wird daher in der Roten Liste der IUCN in der Kategorie LC, Least Concern geführt. Größere Gefahren sind zudem nicht bekannt. Kleinere Gefahren drohen lokal aus der Landwirtschaft durch überhöhten Pestizideinsatz. In einigen Regionen gilt Cratogeomys castanops als Ernteschädling (IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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