Cratogeomys tylorhinus

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Cratogeomys tylorhinus
Foto/Zeichnung folgt.

Taxonomie
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Taschenratten (Geomyidae)
Unterfamilie: Geomyinae
Tribus: Geomyini
Gattung: Cratogeomys
Art: Cratogeomys tylorhinus
Wissenschaftlicher Name
Cratogeomys tylorhinus
Merriam, 1895

Cratogeomys tylorhinus zählt innerhalb der Familie der Familie der Taschenratten (Geomyidae) zur Gattung Cratogeomys. Die Art ist auch unter dem Synonym Pappogeomys neglectus bekannt. Im Englischen wird Cratogeomys neglectus auch Naked-nosed Pocket Gopher genannt. Die Art ist aucvh unter den ungültigen Synonymen Pappogeomys tylorhinus und Platygeomys tylorhinus bekannt (Wilson & Reeder, 2005).

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Das Fell ist weich und wirkt locker. Cratogeomys tylorhinus ähnelt Cratogeomys gymnurus, wobei Cratogeomys tylorhinus kleiner ist, das Fell ist kürzer und die Sohlen der Hinterfüße sind störker behaart. In anderen Merkmalen wie der Schädelbreite und der allgemeinen Schädelmorphologie ähneln sich beide Arten. Die Condylobasallänge liegt bei Weibchen zwischen 50,4 und 58,3 mm und bei Männchen zwischen 56,5 und 65,0 mm (Cervantes et al., 1993).

Fossile Funde

Die ältsten fossilen Funde dieser Art spammen aus dem späten Pleistozan und dem frühen Holozän. Die Funde stammen aus geologischen Ablagerungen in Mexiko, insbesondere aus dem südwestlichen Hidalgo (Cervantes et al., 1993).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Cratogeomys tylorhinus erreicht eine Gesamtlänge von 345 mm, eine Schwanzlänge von 100 mm, eine Hinterfußlänge von 45 mm, eine basale Schädellänge von 61,5 mm und eine Jochbeinbreite von 43 mm. Der nahezu nackte Schwanz entspricht 36 bis 41% der Körperlänge. Die Ohren sind rundlich und schmal. Das Fell ist dorsal orange-hellbraun gezeichnet, ventral zeigt sich eine etwas hellere Färbung. Der Kehlbereich ist gräulich bis braunlich gefärbt. Im Gegensatz zu den nahen Verwandten ist der Schädel dorsal sehr stark abgeflacht. Das Gebiss besteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinisches lautet i1/1, c0/0, p1/1, m3/3. Der Uterus der Weibchen erreicht eine Länge von 14,8 bis 31 mm und eine Breite von 2,3 bis 4,2 mm. Die Testes (Hoden) der Männchen erreichen bei einer Breite von 4,5 bis 10,4 mm eine Länge von 5,2 bis 14,0 mm (Cervantes et al., 1993).

Lebensweise

Cratogeomys tylorhinus ist territorial, einzelgängerisch und lebt hauptsächlich unter der Erde. Die Geschlechter treffen nur während der Paarungszeit aufeinander. Ansonsten ist das Verhalten als antagonistisch zu bezeichnet. An der Erdoberfläche bewegen sich die Tiere ausgesprochen schnell voran. Zum Graben nutzt Cratogeomys tylorhinus sowohl die langen Klauen als auch die Schneidezähne. Das längste T´nachgewiesene Tunnelsystem wies eine Länge von 111 m sowie 22 Erdhügel auf. Die Gänge verlaufen in Tiefen von 20 bis 118 (50) cm. Der Durchmesser eines Tunnels beträgt rund 12,8 cm. Ein Bau besteht aus einer Hauptkammer und mehreren Nebenkammern (Cervantes et al., 1993).

Unterarten

Verbreitung

Die Art ist endemisch im mexikanischen Bundesstaat Querétaro, entlang des Lake Patzcuaro. Zu den beliebten Lebensräumen zäht vor allem das offene Grasland. Cratogeomys tylorhinus lebt in Höhen von 1.533 bis 1.840 m über NN. Zu den typischen Bäumen in diesen Höhenlagen gehören vor allem Kiefern (Pinus) (Cervantes et al., 1993).

Biozönose

Sympatrie

In den Bauten von Cratogeomys tylorhinus halten sich zahlreiche kleine Tiere zwischenzeitlich oder dauerhaft auf. Hier sind insbesondere Radnetzspinnen (Araneidae), Walzenspinnen (Solifugae), Hundertfüßer (Chilopoda), Milben (Acari, Acarida), Springschwänze (Collembola), Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones), Geradflügler (Orthoptera), Käfer (Coleoptera), Gleichflügler (Homoptera), Asseln (Isopoda), Zweiflügler (Diptera), Fransenflüglern (Thysanoptera) und Staubläuse (Psocoptera) zu nennen. Verlassene Bauten werden nicht selten von Tigersalamandern (Ambystoma tigrinum), Westlichen Schaufelfüßen (Spea hammondii) und Stachelleguanen (Sceloporus) übernommen (Cervantes et al., 1993).

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden zählt man den Langschwanzwiesel (Mustela frenata), die Hauskatze (Felis catus), Haushunde, die Mexikanische Bullennatter (Pituophis deppei), die Schleiereule (Tyto alba), der Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis), die Kornweihe (Circus cyaneus), der Silberdachs (Taxidea taxus) und der Kojote (Canis latrans) (Cervantes et al., 1993).

Ernährung

Cratogeomys tylorhinus ist ein reiner Pflanzenfresser. Zu den bevorzuften Futterpflanzen zählen unter anderem Süßräser wie Distichlis spicata, Schmetterlingsblütler (Faboideae) wie Crotalaria und Tragant (Astragalus), Nachtkerzengewächse (Onagraceae) wie Nachtkerzen (Oenothera) , Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) wie Verbenen (Verbena) und Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) wie Kressen (Lepidium) (Cervantes et al., 1993).

Fortpflanzung

Das Fortpflanzungsverhalten von Cratogeomys tylorhinus ist nur unzureichend erforscht. Trächtige Weibchen können zwischen September und Dezember angetroffen werden. Insgesamt erstreckt sich die Paarungszeit von Juni bis in den Dezember hinein. Die Jungen weisen ein Gewicht von 60 bis 70 g auf (Cervantes et al., 1993).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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