Neuguinea-Krokodil

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Neuguinea-Krokodil

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Krokodile (Crocodylia)
Unterordnung: Vollkrokodile (Eusuchia)
Familie: Echte Krokodile (Crocodylidae)
Gattung: Crocodylus
Art: Neuguinea-Krokodil
Wissenschaftlicher Name
Crocodylus novaeguineae
Schmidt, 1928

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Das Neuguinea-Krokodil (Crocodylus novaeguineae) zählt innerhalb der Familie der Echten Krokodile (Crocodylidae) zur Gattung Crocodylus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Neuguinea-Krokodil erreicht eine Länge von 270 bis 350 cm, selten auch bis 500 cm. Männchen werden deutlich größer und schwerer als Weibchen. Die Körperoberfläche ist überwiegend graubraun bis olivbraun gefärbt. Der Schwanz ist mit dunklen bis schwarzen Streifen gebändert. Die Schnaue ist spitz zulaufend. Die Zähne stehen seitlich aus dem Maul heraus. Das Neuguinea-Krokodil steht aufgrund des Washingtoner Artenschutzabkommen weltweit geschützt. In der Roten Liste des IUCN wird diese Art als gering gefährdet geführt.

Unterarten

  • Neuguinea-Krokodil (Crocodylus novaeguineae novaeguineae)
  • Philippinen-Krokodil (Crocodylus novaeguineae mindorensis)

Verbreitung

Das Neuguinea-Krokodil kommt in zwei unterschiedlichen Gegenden vor. Die getrennten Populationen leben auf Papua Neu-Guinea und Irian Jaya. Die beiden Gebiete sind räumlich durch eine hohe Gebirgskette getrennt. Die Krokodile leben meist in Süßgewässern wie Frischwassersümpfen, Flüssen und Seen im Landesinneren. Eher selten sind sie auch im Brackwasser anzutreffen. Hier würden sie auch in Konkurrenz zu dem Leistenkrokodil treten. Die vermeintliche Unterart, das Philippinen-Krokodil, kommt auf den Philippinen vor. Der Artstatus ist aber noch nicht abschliessend geklärt, da einige Forscher das Philippinen-Krokodil als eigene Art sehen.

Nahrung

Das Neuguinea-Krokodil geht meist nachts auf Nahrungssuche. Dabei frisst das Krokodil alles was es erbeuten kann. Dazu gehören neben Insekten, Amphibien unf Fischen auch andere Reptilien wie Schlangen und Echsen sowie Wasservögel und kleinere Säugetiere.

Fortpflanzung

Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit einer Länge von 160 bis 190 cm, Männchen mit einer Länge von rund 250 cm. Die Paarungszeit der nördlichen Populationen beginnt in der Trockenzeit, die der südlichen Populationen mit Beginn der Regenzeit. Nach der Paarung beginnt das Weibchen ein Hügelnest aus Planzenteilen anzulegen. In dieses Nest legt sie zwei Wochen nach der Paarung zwischen 20 und 45 Eier, die eine Länge von etwa 50 mm aufweisen. Während der temperaturabhängigen Inkubationszeit von rund 80 Tagen wacht das Weibchen über das Gelege. Sobald die ersten Jungkrokodile schlüpfen öffnen Männchen oder Weibchen das Nest und beginnen die Jungtiere mit dem Maul zum Wasser zu tragen. Die Jungtiere ernähren sich in den ersten Monaten hauptsählich von kleinen wirbellosen Tieren und Insekten.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Reinhard Radke, Krokodile. Expeditionen zu den Erben der Dinosaurier, Taschenbuch, Lübbe; Auflage: 1 (Oktober 2002) - ISBN 3785721056
  • Gunther Köhler, Krokodile Schildkröten Echsen, Herpeton; Auflage: 1. Aufl. (2000) - ISBN 3980621405
  • Günther Nietzke, Die Terrarientiere, Bd.3, Krokodile und Schlangen, Ulmer (Eugen); Auflage: 4., (Januar 2002) - ISBN 3800174596
  • Barbara Taylor, Krokodile, Franckh-Kosmos Verlag (2001) - ISBN 3440085481
  • Ludwig Trutnau, Krokodile, Taschenbuch, Westarp Wissenschaften, 2005 - ISBN 3894324201
  • Charles A. Ross, Krokodile und Alligatoren. Entwicklung, Biologie und Verbreitung,
    Bassermann; Auflage: 1 (Januar 2002) - ISBN 3572013194

Links

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