Diamanttaube

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Diamanttaube

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Indo-australische Kleintauben (Geopelia)
Art: Diamanttaube
Wissenschaftlicher Name
Geopelia cuneata
John L. Latham, 1802

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Diamanttaube (Geopelia cuneata), auch als Diamanttäubchen bekannt, zählt innerhalb der Familie der Tauben (Columbidae) zur Gattung der Indo-australischen Kleintauben (Geopelia). Im Englischen wird die Diamanttaube Diamond Dove genannt. Es gibt keine bekannten Unterarten, demnach ist die Art monotypisch.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Diamanttaube ist einer der kleinsten Vertreter der Tauben und erreicht lediglich eine Körperlänge von 18 bis 20 cm sowie ein Gewicht von gut 40 Gramm. Die Geschlechter weisen eine annähernd identische Färbung auf. Die Grundfärbung ist ein blaugrau, daß beim Weibchen in der Rückengegend in ein leichtes Braun übergehen kann. Das Gefieder ist mit einer Vielzahl von kleinen weißen Pünktchen überzogen. Der kleine Kopf ist von rundlicher Form, der Schnabel ist länglich und schmal. Er weist eine gräuliche Färbung auf, die zur Schnabelwurzel deutlich heller wird. Markantes Merkmal der Diamanttaube ist die rötliche unbefiederte Haut rund um die Augen, die beim Männchen etwas breiter und intensiver ausfällt. Die Extremitäten sind blassrosa. Diamanttauben treten in Gefangenschaft auch in zimtbraun und weiß auf.

Lebensweise

Die tagaktiven Tauben sind schnelle und gewandte Flieger, die trotz alledem überwiegend auf dem Boden leben und dort auch nach Nahrung suchen. Sie leben in Gruppen von bis zu 40 Tieren, die auch gemeinsam auf die Nahrungssuche gehen. Während der heißen Tageszeit sieht man sie regelmäßig im Sand beim Staubbaden. Die Diamanttaube ist heute in ihrer Art noch nicht bedroht.

Verbreitung

Diamanttauben sind in weiten Teilen Australiens beheimatet. Sie bevorzugen trockene Wälder und Buschland sowie Steppen und Grasland. Oft sind sie auch in der Nähe von Kleingewässern anzutreffen.

Ernährung

Sie ernähren sich hauptsächlich von Sämereien und anderen pflanzlichen Materialien, die sie am Boden finden. Eher selten nehmen sie auch Insekten sowie deren Larven zu sich. Jungtiere werden mit einer Kropfmilch gefüttert, die von beiden Geschlechtern produziert wird.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Diamanttauben sehr früh mit drei Monaten. Die Paarung erfolgt in den warmen Verbreitungsgebieten meist ganzjährig. Ihre Nester bauen sie in niedrigen Büschen aus kleinen Zweigen und werden mit Federn und pflanzlichen Bestandteilen ausgepolstert. Das Weibchen legt normalerweise wie die meisten Tauben nur zwei Eier, die über einen Zeitraum von etwa 17-19 Tagen ausgebrütet werden. Um das Brutgeschäft kümmern sich beide Geschlechtspartner. Je nach Verbreitungsgebiet kann es zu mehreren Bruten pro Jahr kommen. Die geschlüpften Jungtauben weisen eine weißliche bis bräunliche Dunenfärbung auf. In den ersten Tagen werden sie mit einer Kropfmilch von beiden Elternteilen gefüttert. Bereits nach zwölf Tagen verlassen sie ihr Nest und sind flügge. Sie werden allerdings noch weitere zwei Wochen zugefüttert. Diamenttauben können ein Alter von rund zehn Jahren erreichen.

Gefährdung und Schutz

Die Diamanttaube gehört heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Das globale Verbreitungsgebiet der Populationen erstreckt sich annähernd über 1.000.000 bis 10.000.000 Quadratkilometer. Die Diamanttaube ist in weiten Teilen dieses großen Areals meist häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Diamanttaube selten oder nur spärlich vor (del Hoyo et al., 1997). In der Roten Liste der IUCN wird die Diamanttaube als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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