Dickfühler-Regenbremse

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Dickfühler-Regenbremse
Männchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Teilordnung: Tabanomorpha
Überfamilie: Tabanoidea
Familie: Bremsen (Tabanidae)
Unterfamilie: Tabaninae
Tribus: Haematopotini
Gattung: Haematopota
Art: Dickfühler-Regenbremse
Wissenschaftlicher Name
Haematopota crassicornis
(Wahlberg, 1848)

Die Dickfühler-Regenbremse (Haematopota crassicornis), auch unter den Synonymen Chrysozona flavopilosa, Haematopota globulifera und Haematopota griseopunctata bekannt, zählt innerhalb der Familie der Bremsen (Tabanidae) zur Gattung Haematopota. Im Englischen wird die Dickfühler-Regenbremse black-horned cleg genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Dickfühler-Regenbremse erreicht eine Körperlänge von etwa 8,0 bis 11,0 Millimeter und eine Spannweite von etwa 7,0 bis 9,0 Millimeter. Der Kopf ist eine stark eingedrückte Halbkugel. Das Untergesicht ist oben beiderseits punktiert. Unter den Fühlern ist eine eingedrückte Querlinie, von welcher je eine gleiche senkrechte herabgeht, die unten in einem Grübchen endet und das bei dem Weibchen ein schwarzer Punkt ist. Oben befinden sich noch zwei schwarze Punkte innerhalb dem Viereck, die bei dem Männchen fehlen. Die Netzaugen laufen bei dem Männchen oben zusammen. Bei dem Weibchen sind diese durch die breite Stirne getrennt. Auf der Stirn ist unten ein schwarzer glänzender Querfleck, dicht über den Fühlern zu erkennen. Über diesem befinden sich zwei samtschwarze runde Fleckchen, welche wieder in der Mitte einen schwarzen Punkt über sich haben, der mit denselben im Dreieck steht. Die Punktaugen fehlen. Der Rüssel und der Taster sind vorstehend, bei dem Männchen waagerecht und bei dem Weibchen senkrecht. Die Lippe ist fleischig, dick, unten bauchig und oben flach rinnenförmig, vorn mit einem länglich runden, doppelten, haarigen, außen quergefurchten Kopf. <1>

Die Lefze ist schmal, hornartig, unten rinnenförmig, spitz, steif, so lang als die Lippe, und nebst der hornartigen, spitzen, oben rinnenförmigen Zunge, an der obern Basis der Lippe ist diese angewachsen. Die Kinnbacken an der untern Basis der Lefze sind angesezt. Bei dem Männchen hornartig, schmal, beiderseits einfach geformt. Bei dem Weibchen lanzettförmig, gedoppelt, so lang als die Lefze, im Ruhestand der Lippe aufliegend.
Dickfühler-Regenbremse - Männchen
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Dickfühler-Regenbremse - Männchen
Der Taster ist an der Wurzel der Lippe seitwärts eingesezt und diese deckend, zweigliedrig und haarig. Das erste Glied kurz walzenförmig, das zweite kegelförmig und lang. Die Fühler vorstehend, pfriemenförmig, aufwärts gebogen und dreigliedrig. Das erste Glied entweder länglich, elliptisch oder walzenförmig und borstig. Das zweite Glied sehr kurz und napfförmig. Das dritte Glied ist verlängert. Der Rückenschild ist eirund. In der Mitte befindet sich eine unterbrochene Quernaht und ist mit vier Striemen versehen. Die Schildchen sind halbrund geformt. Der Hinterleib ist länglich, bei dem Männchen etwas konisch erscheinend. Die Schuppchen sind klein und die Schwinger sind unbedeckt. Die Flügel erscheinen lanzettförmig und sind behaart. Ferner sind die Flügel dicht graubraun gegittert. Im Ruhestand sind sie parallel dachförmig aufliegend. <2>

Lebensweise

Die Dickfühler-Regenbremse trifft man im Sommer an, die Männchen gewöhnlich im Gras und die Weibchen verfolgen Menschen und Vieh, besonders bei schwüler Gewitterluft durch ihre schmerzhaften Stiche. Die schon früh fliegende Bremse ist immer nur in einzelnen Individuen anzutreffen. Die Flugzeit ist von Mai bis September. Die Dickfühler-Regenbremse weist ein breites Spektrum von Lebensräumen auf wie zum Beispiel feuchte Wiesen, Teich- und Waldlandschaften und Lichtungen sowie Küsten, Grünland und Salzwiesen.

Verbreitung

Dickfühler-Regenbremse
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Dickfühler-Regenbremse

Die Dickfühler-Regenbremse ist in ganz Europa verbreitet. Des Weiteren kommt die Dickfühler-Regenbremse auch in Marokko vor.

Ernährung

Das Männchen ernährt sich hauptsächlich vom Pollen und vom Nektar der Blumen und das Weibchen ernährt sich vom Blut großer Säugetiere, einschließlich des Menschen. Die Larven ernähren sich vorwiegend von kleinen Insekten (Insecta) und deren Larven.

Fortpflanzung

Die Dickfühler-Regenbremse legt ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in den Erdboden. Hier schlüpfen die Larven nach rund einer Woche. Die Larven weisen eine langgestreckte Form auf und besitzen einen voll ausgebildeten Kopf. Ihre Beisswerkzeuge sind gut entwickelt. Die Beisswerkzeuge haben sich aus den Mandibeln und Maxillen gebildet. Mit ihnen gehen sie auf die Jagd nach Insekten (Insecta) und deren Larven. Die Überwinterung erfolgt im larvalen Stadium. Mit Ende ihrer Entwicklungsphase verpuppen sie sich im Boden. Aus der Puppe schlüpft letztendlich die fertige Dickfühler-Regenbremse.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • [1] [2] Systematische Beschreibung der bekannten europäischen zweiflügeligen Insekten von Johann Wilhelm Meigen. Zweiter Theil mit 10 Kupfertafeln. Aachen, bei Friedrich Wilhelm Forstmann. Gedruckt bei Beaufort Sohn. 1820.
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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