Dickkopfwanze

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Dickkopfwanze
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Familie: Baumwanzen (Pentatomidae)
Gattung: Neottiglossa
Art: Dickkopfwanze
Wissenschaftlicher Name
Neottiglossa pusilla
Gmelin, 1789

Die Dickkopfwanze (Neottiglossa pusilla) zählt innerhalb der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae) zur Gattung der Neottiglossa.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Dickkopfwanze erreicht eine Körperlänge von fünf bis sieben Millimeter. Männchen werden etwas größer als Weibchen. Die Färbung des Chitinpanzers ist überwiegend graubraun, zudem weißt die Körperoberfläche eine deutlich Punktierung auf. Die Flügel weisen eine gräuliche Färbung auf, sie schauen teilweise unter den Flügeldecken hervor. Der breite Kopf ist meist schwarz oder dunkelbraun gefärbt und setzt sich nur wenig vom Körper ab. Der Nackenschild ist kräftig ausgeprägt. Auf dem Rücken und den Schildchen zeichnet sich eine dünne hellfarbige Kiellinie ab. Die Fühler sind mittellang und setzen sich aus vier Gliedern zusammen. Die beiden äußeren Glieder sind schwarz, die beiden ersten Glieder überwiegend bräunlich. Die Extremitäten weisen eine hellbraune Färbung auf, die Tarsen sind schwarz.

Verbreitung

Die Dickkopfwanze ist in weiten Teilen Europas sowie im Norden Afrikas und in Vorderasien verbreitet. In Europa reicht das Verbreitungsgebiet bis hoch in den Norden von Skandinavien. Man findet die Dickkopfwanzen meist an feuchten Plätzen wie Moorgebieten, Feuchtwiesen und ähnliche Habitate. Direkte Sonneneinstrahlung wird vermieden, sie leben in der Regel an schattigen Plätzen.

Nahrung

Die adulten Dickkopfwanzen ernähren sich von verschiedenen Pflanzensäften. Die Larven fressen Blätter.

Fortpflanzung

Die Dickkopfwanzen verpaaren sich im Frühjahr. Bei der Kopulation berühren sich die Wanzen charakteristisch nur mit dem Hinterleib. Das Weibchen legt ihre Eier auf die Oberseite von Blättern. Dabei legt sie in der Regel einige Dutzend kleine, ovale Eier. Die Larven ernähren sich vom Blattwerk und können bei massenhaftem Auftreten das Laub der Bäume stark schädigen. Während ihrer Entwicklung durchläuft die Larve der Dickkopfwanze meist um die fünf Häutungen. Die Imagines überwintern.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Heiko Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, 2006, Kosmos Verlag ISBN 3440107469
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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