Echter Steinfisch

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Echter Steinfisch

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Panzerwangen (Scorpaeniformes)
Unterordnung: Echte Panzerwangen (Scorpaenoidei)
Familie: Skorpionsfische (Scorpaenidae)
Gattung: Giftstachelfische (Synanceia)
Art: Echter Steinfisch
Wissenschaftlicher Name
Synanceia verrucosa
Bloch & Schneider, 1801

Der Echte Steinfisch (Synanceia verrucosa) zählt innerhalb der Familie der Skorpionsfische (Scorpaenidae) zur Gattung der Giftstachelfische (Synanceia). Im Englischen wird er Reef Stonefish genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Echte Steinfisch erreicht eine Länge von 30 bis 40 cm sowie ein Gewicht von 2.000 bis 2.400 g. Die Grundfärbung variiert zwischen braun und graubraun. Die schuppenlose Haut ist mit warzigen Fortsätzen überzogen und unregelmäßig befleckt. Die Gestalt ist von gedrungener, plumper Form. Der mächtige Kopf macht einen Großteil des Körpers aus. Seine breiten Brustflossen sind mit fünf Gliederstrahlen versehen. Die Rückenflosse zieht sich über den gesamten Rücken und weist dreizehn Rückenstacheln auf, die mit je zwei Giftdrüsen versehen sind. Die Augen liegen oberhalb des Kopfes. Das Maul ist riesig und steht vertikal zum Körper. In Form und Gestalt ist der einzelgängerisch lebende Echte Steinfisch hervorragend getarnt.

Giftstachelfische gehören zu den giftigsten Fischen überhaupt. Ihr hochwirksames, neurotoxisches Gift wird über die Stacheln an den Flossen verabreicht und dient dem Fisch nur zur Verteidigung. Es ist in Drüsen an der Stachelwurzel eingelagert und gelangt über die hohlen Stacheln in die Wunde. Pro Stich kann bis zu 6 mg Toxin verabreicht werden. Die Symptome bei einem Stich reichen von unerträglichem Schmerz über Herzrhythmusstörungen bis zum Atemstillstand. Es sollen rund 60 Prozent der Stichunfälle tödlich enden. In Australien wurde ein Antiserum entwickelt.

Verbreitung

Der Echte Steinfisch ist in tropischen und subtropischen Flachgewässern anzutreffen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Roten Meer über die Ostafrikanische Küste und den Indischen Ozean bis nach Queensland in Australien. Oft ist er am Fuße von Korallenriffen auf sandigem Untergrund anzutreffen. Er lebt in Tiefen von bis zu 30 Metern.

Ernährung

Als Lauerjäger liegt der Echte Steinfisch bewegungslos am Meeresboden und wartet, bis Beute vorbei schwimmt. Ist ein Beutetier, dazu gehören Fische und Krebstiere, in seiner unmittelbaren Nähe, so öffnet er blitzartig sein Maul und das Beutetier wird in den Schlund gesogen.

Fortpflanzung

Steinfische
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Steinfische

Der Echte Steinfisch ist ein typischer Einzelgänger. Nur zur Paarung, die meist bei Vollmond stattfindet, sammeln sich mehrere seiner Art zu mehreren Gruppen. Während der Balz können sie sehr aggressiv werden. In den Wintermonaten zieht der Echte Steinfisch an die Küste, um sich dort fortzupflanzen. Das Ablaichen erfolgt meist nachts. Dabei werden die gelatineartigen Eipakete, die mehrere tausend Eier enthalten, ausgestossen, von der Strömung fortgetragen und im Meer weit verteilt. Die Eipakete schwimmen unter der Wasseroberfläche, wo die Larven schlüpfen und sich zu Jungfischen entwickeln.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 1. Vierter Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
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