Egel

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Egel
Medizinischer Blutegel (Hirudo medicinalis)

Systematik
Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
Stamm: Ringelwürmer (Annelida)
Überklasse: Gürtelwürmer (Clitellata)
Klasse: Egel
Wissenschaftlicher Name
Hirudinea oder Hirudinoidea
Lamarck, 1818

Die Egel (Hirudinea), die auch unter dem wissenschaftlichen Namen Hirudinoidea geführt werden, zählen innerhalb des Stammes der Ringelwürmer (Annelida) zur Überklasse der Gürtelwürmer (Clitellata). Die Egel bilden innerhalb der Gürtelwürmer neben den Wenigborstern (Oligochaeta) und den Vielborstern (Polychaeta) die dritte Klasse. Man rechnet mehr als 300 Arten zu den Egeln. Diese werden in 3 Ordnungen aufgegliedert.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Anatomie

Körpermaße und Färbung

Egel erreichen je nach Art eine Länge von 1 bis 30 Zentimeter auf. Die mehr oder weniger große Einförmigkeit aller Arten wird jedoch nicht nur die unterschiedliche Große unterbrochen, sondern auch durch eine sehr variable Färbung. Einige Aren weisen neben einer charakteristische Färbung mitunter auch eine attraktive Zeichnung auf. Die Färbung und auch die Zeichnung kommt artabhängig unterschiedlich zu Stande. Bei Arten, die einen glasklaren bis weißlich gefärbten Körper aufweisen, schimmern häufig innere Organe und der Darm farblich durch. Auf der anderen Seite kommt die Hautfärbung auch durch die Pigmentierung der Hautzellen zu Stande. In der Regel sind durch schwarze, braune, grünlichen oder gelbliche Farben. Einige Arten sind auch in der Lage, sich in Färbung ihrer Umgebung anzupassen. Hier ist beispielsweise der Schildkrötenegel (Haementeria costata) zu nennen, der auch in Deutschland in Erscheinung tritt. Je nach Umgebung schwankt seine Färbung zwischen kräftig Grün und Dunkelbraun.

Merkmale und äußere Anatomie

Egel gehören zu den Ringelwürmern. Zu den markanten Merkmalen aller Ringelwürmer zählen insbesondere die Körperringelung und die wurmartige Gestalt der Tiere. Nur bei den Egeln ist jedoch das Hinterleibsende zu einem Saugnapf geformt. Dieser Saugnapf dient zum Festheften auf dem Untergrund, zum Festhalten von Beutetieren sowie zur raupenartigen Fortbewegung. Bei einigen Arten zeigt sich auch am vorderen Ende ein Saugnapf. Dieser ist jedoch in der Regel deutlich kleiner als der hintere und umschließt immer die Mundöffnung. Auch wenn der Körper einen mehr oder weniger rundlichen Querschnitt zeigt, so ist die ventrale Seite leicht abgeflacht. Anders als die nahen Verwandten, die Wenigborster (Oligochaeta) und die Vielborster (Polychaeta), weisen Egel bis auf wenige Ausnahmen immer 33 Körpersegmente zuzüglich eines Kopflappens auf. Der Saugnapf am Vorderende geht aus den vorderen 4 Körpersegmenten und dem Kopflappen hervor. An der Bildung des hinteren Saugnapfes sind 7 Körpersegmente beteiligt. Die restlichen 22 Körpersegmente bilden den Rumpf eines Egels. Die sichtbare Ringelung der Haut ist kein Indiz für die Segmentierung des Körpers, da die Haut je Körpersegment eine 3- bis 14-fache Ringelung aufweist. Nur bei 2 Arten weist der Körper Borsten auf. Bei allen anderen Arten fehlen Borsten völlig. Ähnliches gilt auch für andere Körperanhänge. Wenige Arten zeichnen sich durch seitliche Kiemen auf. Diese können als Bläschen oder als fingerartige Fortsätze der Haut vorhanden sein.

Innere Anatomie

Egel unterscheiden sich nicht nur äußerlich von anderen Ringelwürmern, sondern auch in Bezug auf die innere Anatomie. Die Körperhöhle weist keine Segmentierung oder Gliederung in sogenannte Coelomsäckchen auf. Zwischen der Körperwand und dem Darm erstreckt sich bei den Egel ein einheitlicher Leibesraum. Dieser ist überwiegend von langfaserigen Bindegewebe ausgefüllt. Neben diesem Bindegewebe, das die Funktion von Füllgewebe aufweist, weist die Leibeshöhle auch ein weit verzweigtes Lakunensystem auf. Das Lakunensystem hat die Funktion eines Blutsystems. Dies ist jedoch nur bei den höher entwickelten Formen der Fall. Bei den ursprünglichen Egeln ist das Lakunensystem und das Blutsystem streng getrennt. Hier erweitert sich das Lakunensystem ober- und unterhalb des Darms sowie an den Körperseiten zumeist umfangreichen Hohlräumen. Diese Hohlräume umschließen nicht nur das Blutsystem, sondern auch die Geschlechtsorgane und große Teile des Nervensystems. Der eigentlich Darmkanal beginnt bereits im Bereich der Mundöffnung. Im Bereich der Mundöffnung ist bei zahlreichen Arten ein gezähnter Kiefer zu erkennen, bei anderen sind die Kiefer jedoch unbezahnt. Dem Kiefer schließt sich ein muskulöser Schlund an. Bei einigen Arten, vor allem den zahnlosen, erweitert sich der Schlund in einen länglichen, ausfahrbaren Saugrüssel. Auf dem Schlund folgt die Speiseröhre, die in einem ausgedehnten Mitteldarm mündet. Der Mitteldarm umfasst meist ein Magenabschnitt und einen Hinterdarm. Beide Bereiche sind klar voneinander getrennt. Vom Magen gehen bei Arten, die sich von Blut oder anderen Körpersäften leben, seitlich paarige Blindsäcke ab, in denen Nahrung gespeichert wird. Verdaut wird die aufgenommene Nahrung erst im Hinterdarm. Als Beispiel ist auch hier der Schildkrötenegel zu nennen.

Blut- und Lakunensystem

Das ursprüngliche Blutsystem ist relativ einfach gebaut und besteht im Wesentlichen aus lediglich 2 Längsgefäßen. Eines dieser Längsgefäße liegt oberhalb des Darms, ein weiteres unterhalb des Darms. Beide Hauptstränge sind sowohl im vorderen als auch im hinteren Bereich des Körpers jeweils über Querschlingen miteinander verbunden. Der Gefäßstrang im Bereich des Rücken umschließt den Hinterdarm vollständig und ermöglicht so die Aufnahme von Nährstoffen in das Blut. Von dem Hauptblutgefäß verzweigt ein weites Netz an feinen Kapillaren, das bis in die Haut reicht. Über dieses feine Kapillarnetz erfolgt der Gasaustausch. Bei den Arten, die über Kiemenanhänge verfügen, sind diese besonders reichlich mit Blutgefäßen versorgt. Der Blutfluss erfolgt durch Kontraktion der Hauptblutgefäße. Das Blut selbst ist meist farblos oder durch darin gelöstes Hämoglobin rötlich. Bei modernen Formen der Egel wird das Blutsystem durch das Lakunensystem ersetzt.

Nervensystem und Sinnesorgane

Das Nervensystem weist neben dem Extremitätenapparat die deutlichste segmentale Gliederung auf. Das Gehirn liegt im vorderen Bereich des Körpers oberhalb des Schlundes. Daran angeschlossen ist das Unterschlundganglion. Es wird von den ersten 6 Ganglienpaaren gebildet. Erst im Anschluss an das Unterschlundganglion folgt die eigentliche Ganglienkette, wobei die letzten 7 Ganglien infolge der Vereinigung ihrer Segmente mit dem hinteren Saugnapf zu einer einheitlichen Masse, dem Analganglion, verschmolzen sind. Zu den Sinnesorganen zählen insbesondere die Sinnesknospen, die wahrscheinlich gleichermaßen dem Tastsinn als auch dem chemischen Sinn verkörpern. In der Kopfregion liegen bis zu 10 Paare Pigmentbecherocellen, die die Augenfunktion übernehmen. Weitere Sehzellen verteilen sich über den gesamten Körper. In der Regel handelt es sich jedoch nur um sehr einfache Sehorgane.

Exkretion

Segmental angeordnete Metanephridien bilden die Exkretionsorgane der Egel. Die Anzahl der Metanephridien entspricht jedoch nicht der Anzahl der Segmente, da sie in den an der Bildung der beiden Saugnäpfe beteiligten Segmente und auch in einigen der vorderen und hinteren Rumpfsegmente zurückgebildet sind. Die manchmal noch in eine Exkretionskapsel eingeschlossenen Wimperntrichter öffnen sich in die Lakunen der Leibeshöhle. Hier werden hauptsächlich feste Stoffe entzogen. Die Exkretion von Flüssigkeiten erfolgt hingegen von den anschließenden langen und zum Teil stark gewundenen Nephridalkanälchen. Diese sind mit zahlreichen feinen Blutgefäßen oder aber bei modernen Formen mit Lakunen umsponnen. Am Ende der Kanälchen sammeln sich die Exkremente in einer kleinen Harnblase. Die Exkremente werden von Zeit zu Zeit durch einen feinen Porus ausgeschieden.

Regeneration

Bei den Egeln kommt es anders als bei den Wenigborstern (Oligochaeta) und den Vielborstern (Polychaeta) nicht zu einer ungeschlechtlichen Fortpflanzung. Dies würde einer Fortpflanzung durch Querteilung entsprechen. Es verwundert daher nicht, dass Egel auch nicht zur Regeneration von verlorengegangenen Körperteilen befähigt sind. Kleine Verletzungen können jedoch durch Vernarbung geschlossen werden. Wird ein Körper durchtrennt, so kann in seltenen Fällen auch eine Heilung eintreten. Abgetrennte Körperteile wachsen jedoch nicht nach.

Verbreitung und Lebensraum

Egel kommen allgemein in allen tropischen, subtropischen bis hin in kaltgemäßigten Regionen der Erde vor. Erdegel sind überwiegend nur in Südamerika anzutreffen. Die eigentlichen Landegel sind hauptsächlich in tropischen Regionen Südostasiens verbreitet.

Die meisten Arten der Egel leben in Süßgewässern. Es werden meist stehende, seltener auch langsam fließende Gewässer bevorzugt besiedelt. Feuchte Niedermoore, Teiche und Tümpel, Bäche und die Uferregionen von Flüssen dienen den Tieren als Lebensraum. Es treten auch im Süßwasser lebende Egel auf, die kurzzeitig das Wasser verlassen, um auf Nahrungssuche zu gehen oder um Kokons in feuchter Erde abzusetzen. Die an Land lebenden Egel sind grundsätzlich in feuchter Umgebung anzutreffen. In der Regel herrscht in diesen Lebensräumen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Dies macht auch Sinn, da die Körperdecke den Egeln nicht genug Schutz vor Austrocknung bietet. Die an Land lebenden Arten teilt man für gewöhnlich in zwei Gruppen. Dies sind die eigentlichen Landegal und die sogenannten Erdegel. Letztere leben in feuchtwarmer Erde, in der Regel in der oberen Humusschicht oder unter Laubschicht. Die eigentlichen Landegel leben in tropischen Regenwäldern zwischen der Vegetation. Eher selten treten sie während der Monsunzeit auch auf offenen Grasflächen auf. Nur wenige Arten der Egel haben sich dem Leben im offenen Meer, also dem Salzwasser angepasst.

Ernährung

Egel kann man in Bezug auf ihre Ernährung in 2 Gruppen einteilen. Dies sind zum einen die räuberisch lebenden Arten und zum anderen die blutsaugenden Arten. Die räuberisch lebenden Arten haben es vor allem auf Würmer, kleine Insektenlarven und Schnecken (Gastropoda) abgesehen. Beutetiere werden aus dem Hinterhalt aufgelauert, in der Regel mit dem vorderen Saugnapf gegriffen und unzerkleinert verschlungen. Erdegel gehen jedoch auch aktiv auf Beutefang. Landegel ernähren sich räuberisch von kleinen Würmern und Insekten (Insecta). Die im Meer lebenden Arten leben als Schmarotzer und saugen das Blut von Seefischen. Als eine Art Zwischenstufe zwischen Räubern und Blutsaugern können die Egel angesehen werden, die mittels eines ausstreckbaren Rüssels kleinere Beutetiere aussaugen. Der Rüssel dient dabei als Stech- und Saugorgan.

Die blutsaugenden Arten schneiden mit Hilfe ihrer gezähnten Kiefer an. Die Kiefer sitzen am Grund der Mundöffnung. An die Wunde setzen die Tiere nun die Mundöffnung an und durch den kräftig saugenden Schlund entsteht ein Saugeffekt. Das angesaugte Blut wird in den Mitteldarm befördert. Die meisten blutsaugenden Egel haben es auf bestimmte Wirtstiere abgesehen. Dies bedingt eine mitunter aufwändige und langwierige Suche nach passenden Wirten. In der Regel handelt es sich bei diesen Arten daher um ausgezeichnete Schwimmer und bewegen sich in Wellenbewegungen fort. Der Körper wird dabei deutlich abgeflacht. An Land lebende Arten bewegen sich mit den Saugnäpfen spannerartig fort. Auch sie gehören zu den durchaus sehr mobilen Egeln. Beutetiere werden artabhängig sowohl über Erschütterungen als auch über die Körperwärme lokalisiert. Der Geruchssinn spielt hingegen nur auf kurzen Entfernungen eine Rolle.

Fortpflanzung

Egel sind grundsätzlich zwittrige Tiere. Die Keimdrüsen sind in der Leibeshöhle in sogenannten Coelomsäckchen angelegt, wobei die Keimdrüsen aus den Wandungen der Coelomsäckchen hervorwuchern. Im einfachsten Fall werden Hoden und Eierstöcke von jeweils einem Paar Coelomsäckchen dargestellt. Dies ist jedoch nur bei wenigen Arten der Fall. In der Regel sind die Hoden in bis zu 100 oder mehr Coelomsäckchen angelegt. Ein gemeinsamer Ausführgang verbindet dabei alle Säckchen. Die Ausführgänge der beiden Körperseiten vereinigen sich am 10. Körpersegment. Hier liegt auch die männliche Geschlechtsöffnung der Egel, die bei zahlreichen Arten in einen ausstülpbaren Kopulationsapparat endet. Die weiblichen Keimdrüsen sind im Gegensatz zu den männlichen Hoden nicht aufgegliedert. Sie sind jedoch langgestreckt, ähnlich einem schlauchartigen Gebilde. Innerhalb dieser schlauchartigen Gebilde befinden sich grundsätzlich mehrere Stränge von Keimzellen. Hier erfolgt auch die Produktion der Eier. Die beiden Stränge der Eierstöcke gehen vorn in kurze Eileiter über. Sie münden in einer unpaaren Begattungstasche. Die weibliche Begattungstasche liegt hinter der männlichen Geschlechtsöffnung. Während der Paarungszeit verdickt sich die Genitalregion zu einem drüsigen Gürtel. Dies ist jedoch nicht bei allen Arten der Fall. Der drüsigen Gürtel wird auch als Clitellum bezeichnet. Es spielt als kokonbildendes Organ bei der Eiablage eine gewichtige Rolle. Je nachdem ob eine Egelart über einen ausstülpbaren Kopulationsapparat verfügt, erfolgt die eigentliche Begattung auf unterschiedlichem Wege. Ist ein ausstülpbarer Kopulationsapparat vorhanden, so überträgt ein Männchen seine Spermien über seinen Penis in die Begattungstasche eines Weibchens. Fehlt ein solcher Kopulationsapparat, so werden lediglich Spermatophoren in die Haut eingepflanzt. Bei den Spermatophoren handelt es sich meist um röhrenförmige Gebilde, die im männlichen Genitalatrium gebildet werden. Aus den eingepflanzten Spermatophoren wandern die Spermien über die Haut über Bahnen zu den Eierstöcken.

Die Ablage der Eier erfolgt in kokonartigen Gebilden, die im Clitellum gebildet werden. Die in der Regel dünnhäutigen Kokons enthalten eine Nährflüssigkeit, die einen hohen Eiweißanteil aufweist. Selten sind die Kokons auch mit einer schaumartigen Hülle umgeben. Die Kokons werden oftmals im Wasser an Substrat angeheftet. Einige wenige Arten setzen die Kokons auch in feuchter Erde ab. Zu einer Brutpflege kommt es in beiden Fällen nicht. Nur sehr wenige Arten der Egel betreiben überhaupt eine Art Brutpflege. In diesen wenigen Fällen schmiegen Egel die Kokons eng an ihren Körper und fächeln ihnen stets frisches Wasser zu. Die Larven schlüpfen meist schon sehr früh aus den Eiern und ernähren sich im Folgenden von der eiweißreichen Nährflüssigkeit. Der Kokon wird verlassen, wenn sich die Jungtiere voll entwickelt haben. Ab diesen Zeitpunkt können sie sich selbständig ernähren.

Ökologische Bedeutung

Die Bedeutung der Egel für den Menschen sind aus zweierlei Sicht wichtig. Zum einen zählen einige Egel zu den nützlichen Tiere. Zum anderen gehören die meisten Arten der Egel zu den potentiell gefährlichen Arten, da sie als Schädlinge gelten. Schaden richten sie insbesondere als Parasit bei zahlreichen Tierarten an. So gelten sie in Fischteichen als durchaus gefährlicher Fischparasit.

Schon im frühen Mittelalter wurde der Medizinische Blutegel in der Naturheilkunde verwendet. Auch heute findet der Medizinische Blutegel wieder Verwendung in der Naturheilkunde und in der modernen Medizin, so zum Beispiel bei Arthrose, Varizen, Kopfschmerzen sowie Dysmenorrhoe. In der Chirurgie wird der Medizinische Blutegel zur Therapie von Lymphödemen und nach Lappentransplantationen verwendet. Ferner stellt er ein wirksames Mittel zur Verringerung der Blutgerinnung dar, vor allem nach der plastischen Chirurgie, bei der ein kritischer Blutfluss eintreten kann. Der Medizinische Blutegel wird mit einem Spatel auf die entsprechende Hautstelle aufgesetzt. Der Biss ist kaum spürbar. Nach etwa ein bis drei Stunden wird der Medizinische Blutegel abgelöst und die Wundstellen bluten etwa noch 8 bis 24 Stunden nach. Hautrötungen oder Wundinfektionen treten nach einer Behandlung nur selten auf. Geräte als "Mechanische Blutegel" wurden schon entwickelt, die die gleiche Funktion wie der Medizinische Blutegel aufweisen, aber diese Geräte sind im Handel noch nicht erhältlich.

Systematik der Klasse Egel

Die Einteilung in Ordnungen erfolgt zum einen nach den Vorhandensein von Borsten und zum anderen nach dem Bau des Fressapparates. Die Ordnung der Acanthobdellida, also die Ordnung der Borstenegel ist die mit Abstand kleinste Ordnung. Sie umfasst nur eine Gattung mit wenigen Arten. Klasse: Egel (Hirudinea)

Unterklasse: Euhirudinea
Ordnung: Rhynchobdellida
Familie: Glossiphoniidae
Familie: Ozobranchidae
Familie: Piscicolidae
Ordnung: Arhynchobdellida
Familie Hirudinidae
Unterordnung Erpobdelliformes
Unterordnung Hirudiniformes
Familie: Cylicobdellidae
Familie: Haemadipsidae
Familie: Haemopidae
Familie: Semiscolecidae
Unterklasse: Acanthobdellidea
Ordnung: Acanthobdellida
Familie: Acanthobdellidae

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
  • Prof. Dr. Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Prof. Dr. Bernhard Grzimek, Prof. Dr. Otto Koehler, Prof. Dr. Otto Kraus, Prof. Dr. Bernhard Rensch, Prof. Dr. Peter Rietschel und Prof. Dr. Erich Thenius: Grzimeks Tierleben. Niedere Tiere. Erster Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
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