Streifentenrek
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| Streifentenrek | |
|---|---|
| Jungtier
| |
| Systematik | |
| Klasse: | Säugetiere (Mammalia) |
| Unterklasse: | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| Überordnung: | Afrotheria |
| Ordnung: | Tenrekartige (Afrosoricida) |
| Familie: | |
| Unterfamilie: | Igeltenreks (Tenrecinae) |
| Gattung: | Hemicentetes |
| Art: | Streifentenrek |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Hemicentetes semispinosus | |
| Cuvier, 1798 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC) - IUCN
| |
Der Streifentenrek (Hemicentetes semispinosus) zählt innerhalb der Familie der Tenreks (Tenrecidae) zur Gattung Hemicentetes.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Streifentenrek erreicht eine Körperlänge von 15 bis 19 Zentimeter sowie ein Gewicht von 100 bis 200 Gramm. Das buschige Fell sieht mehr oder weniger stachelig aus und ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Hemicentetes semispinosus nigriceps hat dorsal eine weißliche Streifung, die Nominalform Hemicentetes semispinosus semispinosus hingegen weist kastanienbraune Streifen auf. Die Streifen erstrecken sich sowohl dorsal als auch lateral. Ventral sind die Tiere bräunlich (Hemicentetes semispinosus semispinosus) bis weißlich (Hemicentetes semispinosus nigriceps).
Streifentenreks sind gesellige Tiere, die in Familienruppen von bis zu 20 Tieren in selbstgegrabenen Höhlensystemen leben. Die Höhlensysteme sind mit rund 150 Zentimeter zwar relativ lang, reichen aber selten tiefer als 20 Zentimeter in den Boden hinein. Die Ein- und Ausgänge werden mit Blättern verschlossen. Während der Regenzeit bringen sie ihren Nachwuchs in den Höhlensystemen zur Welt. Während des Winters verringert sich ein wenig ihre Körpertemperatur, sie halten aber keinen Winterschlaf sondern verringern lediglich ihre Aktivität.
Unterarten
- Schwarzkopftenrek (Hemicentetes semispinosus nigriceps)
- Eigentlicher Streifentenrek (Hemicentetes semispinosus semispinosus) - Nominalform
Verbreitung
Der Streifentenrek ist im Osten von Madagaskar edemisch. Er bewohnt hier die tropischen Regenwälder und ist oftmals auch an dessen Ränder im Buschland anzutreffen. Er lebt in unterirdischen Höhlensystemen, die von ihm selbst angelegt werden. Insbesondere seine Beine mit den anschließenden Füßen sind bestens an die Grabaktivitäten angepasst.
Nahrung
Der Streifentenrek ernährt sich hauptsächlich von Regenwürmern, Schnecken und Insekten. Mit seiner sehr langen Nase stöbert er seine Beutetiere im Boden oder zwischen Wurzeln und Gräsern auf. Mit seinen kräftigen Krallen gräbt er seine Nahrung gegebenenfalls aus.
Fortpflanzung
Die Geschlechtsreife wird bereits mit zwei bis vier Monaten erreicht. Die Paarungszeit erstreckt sich über die Monate September bis Dezember. Nach einer Tragezeit von 55 bis 63 Tagen bringt das Weibchen zwischen zwei und zehn Jungtiere zur Welt. Die Unterart Hemicentetes semispinosus nigriceps weist dabei nur eine Geburtsstärke von bis zu vier Jungtiere auf. Die Jungtiere wachsen ausgesprochen schnell heran und sind bereits mit etwa fünf Wochen selbständig. Die Tiere erreichen ein Alter von einem bis drei Jahren.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel: Familie der
Tenreks (Tenrecidae)
Literatur und Quellen
- David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
- Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
- Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

