Kardinallori

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Kardinallori

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Loris (Loriinae)
Gattung: Glanzloris (Chalcopsitta)
Art: Kardinallori
Wissenschaftlicher Name
Chalcopsitta cardinalis
(Gray, 1849)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Kardinallori (Chalcopsitta cardinalis), auch unter den Synonymen Lorius cardinalis und Domicella cardinalis sowie unter der Bezeichnung Einfarbigroter Breitschwanzlori bekannt, zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) zur Gattung der Glanzloris (Chalcopsitta). Im Englischen wird der Kardinallori cardinal lory genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Kardinallori erreicht eine Körperlänge von etwa 31,0 bis 32,0 Zentimeter, eine Flügellänge von etwa 17,4 bis 18,6 Zentimeter, eine Schwanzlänge von etwa 13,1 bis 15,5 Zentimeter, eine Schnabellänge von etwa 2,0 bis 2,4 Zentimeter sowie eine Tarsuslänge von etwa 2,0 bis 2,4 Zentimeter. Das Gewicht beträgt etwa 175,0 bis 215,0 Gramm. Im Allgemeinen ist das Gefieder dieser Art einfarbig dunkel scharlachrot. Der Schnabel weist eine orangegelbe Färbung auf. Der gesamte Vogel weist eine dunkel scharlachrote Tönung auf, auch die Schwingen und die Unterseite des Schwanzes, nur die Wangen und der Kropf sind etwas heller und lebhafter gefärbt. Der Schnabel ist von einer dunkel orangegelben Tönung. An der oberen Schnabelbasis zeigt sich eine schwärzliche Färbung. Die Wachshaut, der große nackte Augenring, die Füße und die Krallen sind allesamt schwarz geschönt. Die Iris der Augen weist eine orangerote Färbung auf. Der Schwanz dieser Art ist lang und abgerundet.

Lebensweise

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Kardinallori

Die tagaktiven Vögel sind sehr gesellig und leben in kleinen Gruppen von sechs bis acht Tieren oder paarweise. Auf der Nahrungssuche oder auf Wanderungen schließen sie sich allgemein oft in großen Schwärmen zusammen. Den Boden betreten sie nur zum Trinken. Kardinalloris sind sehr sozial und pflegen besonders die Paarbeziehung. Paare pflegen sich gegenseitig das Gefieder und beknabbern sich gegenseitig. Die Nacht verbringen die Vögeln in zum Teil großen Gruppen in ihren Schlafbäumen. Auch während der heißen Tageszeit halten sie sich oft in Bäumen auf. Ihr Flug ist recht schnell und wird durch hektisches Geflatter geprägt.

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Kardinallori auf Papua-Neuguinea und auf den Salomonen-Inseln vor. Der Kardinallori hält sich in folgenden Lebensräumen auf: Subtropische und tropische feuchte Tieflandwälder, subtropische und tropische Wälder mit Mangroven-Vegetation und Gezeiten-Hochwasser sowie Plantagen.

Ernährung

Kardinalloris ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Beeren, Pollen und Nektar. Ihre sehr lange und schmale Zunge ist mit sogenannten Papillen besetzt. Beim Eintauchen der Zunge in eine Blüte richten sich die Papillen auf und saugen den Nektar förmlich auf. Nachdem die Zunge zurückgezogen wurde, wird sie gegen den Gaumen gedrückt, um so an den Nektar zu kommen. Eher selten stehen auch Sämereien und Insekten (Insecta) auf dem Speiseplan.

Fortpflanzung

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Kardinallori

Der Kardinallori erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Während der Paarungszeit nähert sich das Männchen dem Weibchen mit ausgebreitetem Schwanz und Kopfnicken. Hat sich ein Paar gefunden, so leben sie in monogamer Einehe, die ein Leben lang hält. Die Brutzeit erstreckt sich für gewöhnlich über die Monate August und Februar. Sie sind Höhlenbrüter, die in der Regel eine Höhle aussuchen, die sich in hohen Bäumen befindet. Ausgepolstert wird eine Bruthöhle mit Holzteilchen wie morsches Holz. Das Weibchen legt zwei bis vier weiße ovale Eier in das Nest. Das Weibchen brütet die Eier über einen Zeitraum von rund 25 bis 28 Tagen allein aus, jedoch verbringt das Männchen mit dem Weibchen viel Zeit im Nest, wenn er auch nicht direkt inkubiert. Nach dem Schlüpfen weisen die Küken einen weißen Flaum auf, der jedoch nach etwa zwei Wochen eine graue Färbung annimmt. Nach etwa 21 bis 22 Tagen öffnen die Küken die Augen und auch die ersten Federn zeigen sich zu diesem Zeitpunkt und nach etwa 74 Tagen verlassen die Jungen das Nest.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Kardinallori heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Der Kardinallori ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Kardinallori selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Kardinallori als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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