Erdnatter

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Erdnatter

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata )
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Gattung: Kletternattern (Pantherophis)
Art: Erdnatter
Wissenschaftlicher Name
Pantherophis obsoletus
Say, 1823

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Erdnatter (Pantherophis obsoletus) gehört innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae) zur Gattung der Kletternattern (Pantherophis). Im Englischen wird die Art Eastern Ratsnake genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Erdnatter erreicht eine durchschnittliche Größe von 160 bis 180 Zentimeter. Die Schwarze Erdnatter ist die größe Unterart und kann durchaus eine Länge von gut 240 Zentimeter erreichen. Die kleinste Unterart, mit bis zu 160 Zentimeter Länge, stellt die Gelbe Erdnatter da. So unterschiedlich wie die Verbreitungsgebiete und die Habitate, so unterschiedlich ist auch die Färbung und die Zeichnung der Schlangen. Die Färbung reicht von gelblich über rotbraun und braun bis hin zu schwarz. Einige Unterarten weisen zudem eine charakteristische rautenartige Zeichnung auf. Der Kopf ist schlank gebaut und setzt sich nur wenig vom Hals ab. Die großen Augen weisen dabei rundliche Pupillen auf.

In den meisten verbreitungsgebieten ist die Erdnatter dämmerungsaktiv, selten ist sie auch am Tage aktiv. Die Bauchbeschuppung ist leicht gekielt und läßt auf guter Klettereigenschaften schließen. Die Geschlechter kann man am einfachsten am Schwanz unterscheiden. Beim Männchen ist der Schwanz an der Basis deutlich breiter und ist auch in den Maßen deutlich länger als der Schwanz der Weibchen. Während der kalten Jahreszeit halten die einzelgängerisch lebenden Erdnattern eine Winterruhe. Diese dauert je nach Verbreitungsgebiet zwischen drei und fünf Monaten. Meist werden hier verlassene Nagerbauten genutzt.

Unterarten

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Erdnatter erstreckt sich im Südosten der USA sowie über das nördliche Mexiko. Die Erdnatter bewohnt je nach Unterart und Verbreitungsgebiet sowohl feucht als auch ausgesprochen trockende Habitate. Felsige Abhänge, Nadelwälder, Sümpfe sowie verwilderte Agrarflächen gehören dabei zu den bevorzugten Lebensräumen.

Nahrung

Erdnatter beim Fressen
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Erdnatter beim Fressen

Auf dem Speiseplan der Erdnatter stehen Kleinsäuger wie Mäuse und kleine Ratten sowie Vögel, Frösche und auch kleinere Echsen. Die frisch geschlüpften Schlangen ernähren sich in den ersten Tagen vom Dottersack und gehen erst danach aktiv auf Beutefang. Beutetiere werden durch Erdrosseln getötet und mit dem Kopf voran im Ganzen verschlungen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Erdnattern nach 18 bis 24 Monaten. Die Paarung wird nach der Winterruhe im Frühjahr vollzogen. Die Tragzeit beträgt ca. 40 bis 60 Tage wobei nach dem Ende dieser Zeit meist um die zehn bis zwanzig Eier gelegt werden. Die Eiablage erfolgt in einer Mulde im feuchten Boden. Nach der Ablage wird die Mulde vom Weibchen sorgsam geschlossen. Je nach Bruttemperatur schlüpfen die Jungschlangen nach 60 bis 90 Tagen, die eine Länge von 25-35 cm aufweisen. Der Schlupf einer Schlange kann sich über ein bis drei Tage hinziehen. Das aufgebrochene Ei dient ihnen in dieser Zeit als Schutz und als Feuchtigkeitsspender. Der Dottersack dient den Jungschlangen in den ersten Tagen als Nahrung. Mit Verlassen der Eischale ist der Nabel bereits komplett verschlossen. Erdnattern können in Gefangenschaft ein Alter von über zwanzig Jahren erreichen. Die Lebenserwartung in Freiheit liegt deutlich darunter.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • Dieter Schmidt: Nattern faszinierend & exotisch, Gräfe & Unzer, Auflage 1 (Februar 2005), ISBN 3774269475

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