Erlenschaumzikade

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Erlenschaumzikade
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Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Gleichflügler (Homoptera)
Unterordnung: Zikaden (Auchenorrhyncha)
Familie: Schaumzikaden (Cercopidae)
Unterfamilie: Aphrophorinae
Gattung: Aphrophora
Art: Erlenschaumzikade
Wissenschaftlicher Name
Aphrophora alni
Fallén, 1805

Die Erlenschaumzikade (Aphrophora alni) zählt innerhalb der Familie der Schaumzikaden (Cercopidae) zur Gattung der Aphrophora.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Erlenschaumzikade erreicht eine Körperlänge von gut einem Zentimeter. Der Körper und die Flügel weisen eine graubraune Färbung auf. Von der Form her ist der Körper nach hinten hin spitz zulaufend. Der Abdomen teilt sich in mehreren Segmenten, den sogenannten Tergiten. In der Mitte der Flügeldecken ist auf jeder Seite je ein breites helles Band zu sehen, das dunkel eingefasst ist. Der Kopf setzt sich nur wenig vom Körper ab, an dessen Seiten sich große Komplexaugen befinden. Vertex (Scheitel), Halsschild (Pronotum) und Schildchen (Scutellum) weisen wie der Körper eine graubraune Färbung auf. Die kurzen aber kräftigen Beine teilen sich sich in Schenkel (Femur), Schiene (Tibia) und Fuß, dem sogenannten Tarsus. Die Flugzeit der Erlenschaumzikaden erstreckt sich bis in den Herbst.

Verbreitung

Erlenschaumzikaden sind in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Sie leben an feuchten Plätzen von Waldrändern, an Gebüschrainen und ähnlichen Plätzen. Auch Auwälder werden gerne besiedelt.

Nahrung

Die Imagines sowie deren Larven ernähren sich von Baumsäften. Dazu ritzen sie Blätter, Triebe und Zweige an und gelangen so an die Säfte. Meist handelt es sich um Erlen, Weiden oder Pappeln. An den teilweise sehr großen Wunden bilden die Pflanzen das sogenannte Wundkallus. Bei massenhaftem Auftreten können Erlenschaumzikaden vor allem Jungpflanzen stark schädigen, nicht selten sterben sie ab.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Erlenschaumzikade erstreckt sich vom Spätsommer bis in den Herbst hinein. Die Eier werden in die Rinde junger Bäume abgelegt. Dazu ritzt das Weibchen mit ihrem Legestachel die Rinde ein und legt dann ihre Eier in die frische Wunde. Die Eier überwintern. Im Frühjahr schlüpfen die Larven, die als erstes den Baum anstechen, um an die Baumsäfte zu gelangen von denen sie sich ernähren. Die Larven weisen eine gelbliche bis weißliche Färbung auf. Sie geben ein Speichelsekret ab, mit dem sie eine Art Schaum produzieren. Dieser Schaum umhüllt die Larven komplett. Im Juni schlüpfen dann nach fünf Larvenstadien die fertigen Zikaden. Der Schlupf kann bis zu 30 Minuten dauern.
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