Erzspitznatter

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Erzspitznatter

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Colubrinae
Gattung: Spitznattern (Oxybelis)
Art: Erzspitznatter
Wissenschaftlicher Name
Oxybelis aeneus
Wagler, 1824

Der Erzspitznatter (Oxybelis aeneus) zählt innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae) zur Gattung der Spitznattern (Oxybelis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Erzspitznatter erreicht eine Körperlänge von 100 bis 150 Zentimeter. Der sehr schlanke und seitlich leicht abgeflachte Körper ist überwiegend graubraun gefärbt. Die Kopfoberseite weist dabei eine eher braune bis rostbraune Färbung auf. Scharf abgesetzt dazu zeigt sich der weißliche bis gelbliche Unterkiefer. Die Bauchseite ist aschgrau gefärbt. Der Kopf ist schmal und lang gezogen, die Schnauze ist spitz zulaufend. Die Augen liegen weit vorne am Kopf, die Pupillen weisen eine rundliche Form auf. Die Beschuppung wirkt ausgesprochen glatt. Erzspitznattern sind tagaktive Schlangen. Sie gehören zwar zu den Giftschlangen, jedoch ist ihr verabreichtes Gift nur schwach. Das Gift wird über gefurchte Giftzähne verabreicht. Erzspitznattern halten sich überwiegend in Büschen und niedrigen Bäumen auf. Hier ist sie aufgrund ihrer Färbung und des schlanken Körperbaues kaum zu erkennen.

Verbreitung

Die Erzspitznatter hat ein sehr weites Verbreitungsgebiet. Es reicht vom Südwesten der USA über Mexiko und Mittelamerika bis nach Südamerika. Die Erzspitznatter ist insbesondere in den südwestlichen Bundesstaaten der USA, in Mexiko, Guatemala und El Salvador, Honduras, Belize, Nicaragua, Costa Rica, Ecuador, Brasilien, Peru, Bolivien, Panama, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch Guayana sowie in Trinidad und Tobago anzutreffen. Bewohnt werden eine Reihe von Habitaten. Lichte Wälder sowie an den Rändern von Wüsten und Buschland. Als gute Kletterin kann man Erzspitznatter überwiegend in den Bäumen und Büschen beobachten.

Ernährung

Erzspitznattern ernähren sich im wesentlichen von Reptilien wie kleinen Eidechsen und kleineren Schlangen. Aber auch Frösche, Kröten und Insekten. Erzspitznattern gehen während am Tage aktiv auf Beutefang. Größere Beutetiere werden zumeist durch Giftbiss getötet, kleinere Tiere werden zwischen den Kiefern zerdrückt. Wie bei allen Schlangen werden Beutetiere im Ganzen mit dem Kopf voran verschlungen.

Fortpflanzung

Die Erzspitznatter gehört zu den eierlegenden Arten. Die Paarungszeit beginnt in der Regel im Frühjahr. In einer Saison kommt es lediglich zu einer Eiablage. Das Weibchen legt kurz nach erfolgreicher Paarung zwischen vier und sechs, selten auch bis zu acht Eier an geschützter Stelle in eine flache Erdmulde. Je nach Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungschlangen nach 50 bis 70 Tagen. Sie weisen eine Schlupflänge von 30 Zentimeter auf und sind gleich nach dem Schlupf auf sich alleine gestellt. Eine Brutpflege seitens des Weibchens wird nicht betrieben. Die Jungschlangen ernähren sich anfangs hauptsächlich von Insekten, kleinen Eidechsen und anderem Kleingetier. Die Lebenserwartung liegt unter günstigen Umständen bei 12 bis 15 Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • Dieter Schmidt: Nattern faszinierend & exotisch, Gräfe & Unzer, Auflage 1 (Februar 2005), ISBN 3774269475
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