Schmuckhornfrosch

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Schmuckhornfrosch

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Südfrösche (Leptodactylidae)
Gattung: Südamerikanische Hornfrösche (Ceratophrys)
Art: Schmuckhornfrosch
Wissenschaftlicher Name
Ceratophrys ornata
Bell, 1843

IUCN-Status
Near Threatened (NT)

Der Schmuckhornfrosch (Ceratophrys ornata), auch als Argentinischer Hornfrosch oder Escuerzo bekannt, zählt zur Familie der Südfrösche (Leptodactylidae) und gehört zur Gattung der Südamerikanischen Hornfrösche (Ceratophrys).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Männchen des Schmuckhornfrosches erreicht eine Größe bis zu 11 cm und ein Gewicht von bis zu 132 Gramm, das Weibchen wird mit einer Größe bis zu 15 cm deutlich größer und erreicht ein Gewicht von bis zu 175 Gramm. Durch seine rundliche Form wirkt der Schmuckhornfrosch recht massig. Die Haut ist überwiegend grün bis gelbgrün gefärbt. Der Körper ist mit Mustern und Linien in heller und dunkler Färbung übersät. Die Bauchseite ist hell mit dunklen bis schwarzen Flecken. Die Zehen des Schmuckhornfrosches sind gelblich. Zudem weist die gesamte Körperoberfläche hornige Warzen auf. Unterhalb der Haut hat der Schmuckhornfrosch Hornplatten.

Markant ist die Gesichtspartie. Das riesige Maul ist abgerundet, die kräftigen Kiefer weisen nach innen gerichtete Zähne auf. Die Zähne dienen nicht zum Kauen, sondern um die Beutetiere festzuhalten. Die Augen liegen weit oben, leicht seitlich am Kopf. Die Pupillen sind wagerecht geschlitzt. Oberhalb der Augen zeichnen sich hornartige Fortsätze ab. Die Extremitäten sind kräftg gebaut und dienen hauptsächlich den Grabaktivitäten. Männchen lassen sich leicht an der äußeren Schallblase im Kehlbereich erkennen, die mit dunklen Punkten gesprenkelt ist.

Der Schmuckhornfrosch hält während der heißen, trockenen Sommerzeit einen Sommerschlaf. Ähnlich wie bei anderen Tieren und ihrem Winterschlaf, fährt der Schmuckhornfrosch seinen Stoffwechsel während dieser Zeit herunter. Zudem schrumpft der Darm deutlich. Nach dem Sommerschlaf beginnt der Darm wieder zu wachsen. Der Schmuckhornfrosch ist ein tagaktiver Frosch.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Schmuckhornfrosches erstreckt sich über den tropischen Regenwald von Brasilien, Argentinien und Uruguay. Er lebt an Waldrändern, Lichtungen und Sekundärwäldern. Es wird immer die Nähe zu Kleinstgewässern gesucht.

Nahrung

Als gefrässiger Lauerjäger erbeutet er Wirbellose und Wirbeltiere in passender Größe. Dazu gehören größere Insekten, kleine Schlangen, Eidechsen, kleine Nagetiere und Vögel in passender Größe. Die Beutetiere werden im Ganzen verschlungen. Aufgrund seines grossen "Hungers" verschmäht er manchmal sogar nicht seinen eigenen Nachwuchs.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht der Schmuckhornfrosch für gewöhnlich mit 18 Monaten. Die Paarungszeit beginnt mit der Regenzeit. Bei der Paarung umklammert das Männchen den Unterleib des Weibchens. Das Weibchen legt zwischen 1.000 und 2.000 Eier in Klumpen im Wasser ab. Die Eier treiben auf der Wasseroberfläche. Nach einigen Tagen schlüpfen die Kaulquappen, die sich von Kleinstorganismen ernähren. Mit Beginn der vierten Woche ist die Metamorphose zum Jungfrosch abgeschlossen. Kaulquappen wie auch Jungfrösche neigen bei Nahrungsmangel zu Kannibalismus. Der Schmuckhornfrosch kann in Gefangenschaft ein Alter von zwölf bis fünfzehn Jahren erreichen. In Freiheit dürfte das Höchstalter deutlich darunterliegen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3

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