Feensturmvogel

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Feensturmvogel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Röhrennasen (Procellariiformes)
Familie: Sturmvögel (Procellariidae)
Gattung: Pachyptila
Art: Feensturmvogel
Wissenschaftlicher Name
Pachyptila turtur
(Kuhl, 1820)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Feensturmvogel (Pachyptila turtur) zählt innerhalb der Familie der Sturmvögel (Procellariidae) zur Gattung Pachyptila. Im Englischen wird der Feensturmvogel fairy prion genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Feensturmvogel ist ein kleiner Sturmvogel und erreicht eine Körperlänge von etwa 25,0 bis 28,0 Zentimeter und Gewicht von etwa 125,0 Gramm. Das Gefieder des Feesturmvogel wirkt etwas blass und neigt mehr zu einer blauen, als zu einer grauen Färbung. Der Kopf ist kompakt und der 22,0 x 11,0 Millimeter lange schmale Schnabel ist ziemlich klein und weist eine blaue Färbung sowie eine knollige Spitze auf. Der ist in der Färbung sehr blass blau, mal erscheint der Kopf auch weißlich und im Gesicht zeigt sich eine schwache blauweiße Linie durch das Auge. Über den Flügeln erstreckt sich ein breites schwarzes M. Der breite Schwanz weist eine schwarze Tönung auf und die Spitzen der Unterschwanzdecken sind ebenfalls schwarz gefärbt. Des Weiteren zeigen sich breitere schwarze Binden und zentrale dunkle Streifen auf den Unterschwanzdecken. Jugendliche und Erwachsene sind ähnlich.

Lebensweise

Der Feensturmvogel lebt überwiegend auf dem Meer, außer bei schlechtem Wetter. In der Regel ist er ein geselliger Vogel und man trifft ihn großen Gruppen an, oft in Gesellschaft mit anderen Sturmvögeln. Der Feensturmvogel ist im Flug beschwingt, flattert mit nachlaufenden Beinen über die Wasseroberfläche und holt sich so seine Beute wie Krill, Flohkrebse und Ruderfußkrebse, von der Oberfläche. Auf der Suche nach Nahrung folgt der Feensturmvogel oft auch Fischerbooten. Er brütet in Kolonien auf subtropischen und subantarktischen Inseln.
Feensturmvogel im Flug
vergrößern
Feensturmvogel im Flug
Die Kolonie wird wegen der Raubmöwen nur in der Nacht aufgesucht. Im September kehrt der Feensturmvogel zur Brutkolonie zurück, die sich meist an Steilküsten befindet. Die meisten Feensturmvögel überwintern in der Nähe der Brutstätten, andere ziehen nach Norden bis Australien und Südafrika.

Unterarten

  • Pachyptila turtur turtur - (Kuhl, 1820) - Ozeanien: Australasien. Australien. Australien (einschließlich Tasmanien kontinental), Tasmanien, Neuseeland, Neuseeland Inseln, Snares Island, Chatham Islands.
  • Pachyptila turtur subantarctica - Oliver, 1955 - Südamerika: Peru, Brasilien, Chile, Argentinien, Falklandinseln, Ozeanien, Australasien, Australien, Macquarie Island, Neuseeland, Neuseeland-Inseln, Antipoden-Inseln, Antarktis-Inseln, Prince Edward Islands, Marion Island, Französische Gebiete im südlichen Indischen Ozean, Crozet Island.

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN ist der Feensturmvogel in folgenden Ländern verbreitet: Argentinien, Australien, Chile, Falklandinseln (Malvinas), Französisch Südliche Territorien, Neuseeland, Südafrika, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln. Als Durchzügler trifft man den Feensturmvogel in der Antarktis, auf Mauritius und in Namibia an. Der Feensturmvogel bewohnt folgende Lebensräume: Subantarktisches Grünland, Inlandklippen und Berge, neritische pelagische Gebiete, supratidale Klippen und Felsen auf Offshore-Inseln sowie supratidale Küstenstreifen der Süßwasserseen.

Ernährung

Feensturmvogel
vergrößern
Feensturmvogel

Die Hauptnahrung des Feensturmvogels besteht aus Flohkrebsen (Amphipoda), Ruderfußkrebsen (Copepoda) und Leuchtkrebsen (Euphausiacea), aber er erbeutet auch kleine Fische und Kopffüßer (Cephalopoda). Der Feensturmvogel fängt seine Beute hauptsächlich von der Wasseroberfläche.

Fortpflanzung

Der Feensturmvogel ist ein Kolonienbrüter und brütet auf subtropischen und subantarktischen Inseln. Die Kolonie wird wegen der Raubmöwen nur in der Nacht aufgesucht. Im September kehrt der Feensturmvogel zur Brutkolonie zurück, die sich meist an Steilküsten befindet. Das Weibchen legt Mitte Oktober nur ein einziges Ei. Beide Geschlechter beteiligen sich am Brutgeschäft. Die Inkubation dauert etwa 55 Tage. Nach dem Schlüpfen wird das Küken von beiden Partnern mit hochgewürgter Nahrung gefüttert. Das Küken ist etwa nach 43 bis 56 Tagen flügge. Die meisten Feensturmvögel überwintern in der Nähe der Brutstätten und einige Individuen ziehen nach Norden bis Australien und Südafrika.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Feensturmvogel heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Feensturmvogel selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Feensturmvogel als least concern (nicht gefährdet) geführt. Brooke (2004) schätzt die globale Population auf etwa 5.000.000 Individuen.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Klasse der Vögel (Aves)

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge