Fichtenspecht

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Fichtenspecht

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)
Familie: Spechte (Picidae)
Unterfamilie: Echte Spechte (Picinae)
Gattung: Picoides
Art: Fichtenspecht
Wissenschaftlicher Name
Picoides dorsalis
Baird, 1858

Verbreitungsgebiet

IUCN-Status
Least Concern - IUCN

Der Fichtenspecht (Picoides dorsalis) ist ein mittelgroßer Specht der Familie der Picidae und zählt zur Gattung Picoides.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Fichtenspecht wird 21 cm groß, erreicht eine Flügelspannweite von 38 cm und ähnelt sehr dem Schwarzrückenspecht (Picoides arcticus), der ebenfalls nur drei Zehen je Fuß hat. Bis 2003 wurde er noch zur Art des Dreizehenspechts (Picoides tridactylus) gezählt, Untersuchungen stellten jedoch eine vergleichsweise große genetische Divergenz zwischen nearktischen und holarktischen Unterarten fest.
Kopf, Flügel und Bürzel der Fichtenspechte sind schwarz, Kehle, Brust und Bauch sind weiß, auf dem Rücken und seitlich sind sie weiß mit schwarzen Streifen. Der Schwanz ist schwarz, die langen Federspitzen sind weiß mit schwarzen Streifen. Das Männchen trägt eine gelbe Kappe.

Unterarten

Vorkommen

Die Verbreitungsgebiete des Fichtenspechts reichen quer über den nordamerikanischen Kontinent von Neufundland bis Westkanada und Alaska. In den gebirgigen Nadelwaldgebieten erstrecken sich manche Vorkommen südwärts bis Neumexiko und Arizona.
Zumeist halten sich die Fichtenspechte dort auf, wo gerade eine Vielzahl von Insekten befallene Bäume stehen, sie folgen auch Waldbränden und Überschwemmungen. Normalerweise sind sie keine Wandervögel, es kommt aber vor, das nördliche Populationen im Winter gen Süden wandern, und im Gebirge lebende Vögel in tiefere Gebiete ziehen.

Ernährung

Fichtenspechte ernähren sich von im Nadelholz lebenden Insektenlarven oder anderen Insekten, sie leben auch von Früchten und Baumsäften.

Fortpflanzung

Das Brutgebiet der Fichtenspechte liegt im Nadelwald von Westkanada, Alaska über den westlichen bis zu den zentralen Vereinigten Staaten. Jedes Jahr höhlen Männchen und Weibchen zusammen ein neues Nest zum Brüten aus. Die Weibchen legen drei bis sieben, meist vier Eier in eine Nisthöhle in meist toten Nadelbäumen oder in Pfosten.

Sonstiges

Fichtenspechte lassen sich von Schwarzrückenspechten häufig aus dem Revier vertreiben, zwischen diesen beiden Arten kann man immer wieder Revierkämpfe beobachten.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Links

Rote Liste der IUCN - Fichtenspecht (Picoides dorsalis)
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