Fischkatze

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Fischkatze

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen (Felidae)
Gattung: Prionailurus
Art: Fischkatze
Wissenschaftlicher Name
Prionailurus viverrinus
Bennett, 1833

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Fischkatze (Prionailurus viverrinus) zählt zur Familie der Katzen (Felidae) und gehört zur Gattung der Prionailurus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Fischkatze erreicht eine Länge von 65 bis 85 cm, eine Schulterhöhe von 35 cm, eine Schwanzlänge von rund 30 cm sowie eine Gewicht von sechs bis elf Kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner als Männchen. Das Fell variiert von graubraun bis olivbraun. Der Rücken und die Flanken weisen schwarze Tupfen auf. Der Kopfbereich ist mit Streifen versehen, die im Nackenbereich auslaufen. Das Fell ist extrem dicht und wasserundurchlässig. Die vier bis fünf cm langen Ohren sind abgerundet und auf der Rückseite schwarz.

Die Krallen der Fischkatze sind anders als bei anderen Katzenarten nicht einziehbar. Der Kopf weist eine längliche Form auf. Die Tiere sind sehr gute Schwimmer, zwischen den Zehen haben sie kleine Schwimmhäute. Außerhalb der Paarungszeit leben die Katzen ein einzelgängerisches Leben. Sie durchstreifen Territorien von bis zu 20 km² Größe. Das Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang II, stellt die Fischkatze unter Schutz. Der IUCN sieht die Art als bedrohte Art an.

Unterarten

Verbreitung

Die Fischkatze lebt in tropischen und subtropischen Habitaten Südostasiens. Insbesondere in Bangladesh, Bhutan, Brunei, Kambotscha, China, Indien, Jawa, Sumatra, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Pakistan, Sri Lanka, Thailand und Vietnam ist sie weit verbreitet. In Höhenlagen ist sie bis in Höhen von 2.100 Metern anzutreffen. Ihr Lebensraum umfasst meist Sümpfe, Seen und langsam fließende Flüsse sowie Wälder mit Wassernähe.

Nahrung

vergrößern

Fischkatzen lauern meist am Ufer nach Beute und erlegen sie mit einem gezielten Sprung. Darüber hinaus jagen sie auch aktiv im Wasser nach Beute. Selbst tauchend gehen sie auf die Jagd nach Krabben, Fischen, Fröschen und Schnecken. An Land erjagen sie meist Mäuse, Vögel, Insekten, Schlangen und Eidechsen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit zehn bis zwölf Monaten erreicht. Die Paarungszeit beginnt für gewöhnlich im Januar oder Februar. Nach einer Tragezeit von 63 bis 70 Tagen zwischen einem oder vier Jungtiere zur Welt. Die Jungen weisen ein Geburtsgewicht von 100 bis 170 Gramm auf und sind anfangs blind. In der ersten Zeit legen sie beim Gewicht rund zehn Gramm täglich zu. Die Jungkatzen öffnen ab dem 16. Tag ihre Augen. Ab dem 53. Tag nehmen sie bereits zusätzlich Fleisch zu sich. Mit etwa fünf bis sechs Monaten werden sie entwöhnt und verlassen spätestens mit zehn Monaten ihre Mutter. In Freiheit kann die Fischkatze ein Alter von neun Jahren erreichen, in Gefangenschaft auch bis zwölf Jahre.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge