Flaggentrappe

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Flaggentrappe

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Familie: Trappen (Otididae)
Gattung: Eupodotis
Art: Flaggentrappe
Wissenschaftlicher Name
Eupodotis indica
Miller, 1782

IUCN-Status
Endangered (EN)

Die Flaggentrappe (Eupodotis indica) zählt innerhalb der Familie der Trappen (Otididae) zur Gattung Eupodotis.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Flaggentrappe erreicht etwa eine Körperlänge von 45 bis 51 Zentimeter sowie ein Gewicht von 950 bis 1.100 Gramm. Männchen bleiben ein wenig kleiner und leichter als Weibchen. Bei allen anderen Trappenarten ist dies der umgekehrte Fall. Ansonsten zeigen sich keine Geschlechtsunterschiede. Das Gefieder auf dem Rücken und den Schwingen ist überwiegend graubraun bis braun und leicht hell gebändert. Vom Nacken bis über den gesamten Flügel zieht sich ein breites weißes Band. Der lange Schwanz ist überwiegend hellbraun und weist eine dunkle Querbänderung auf. Die Bauchseite ist wie die Brust, der Hals und der Kopf schwarz gefärbt. Im Bereich der Wangen zeigen sich einige schwarze Schmuckfedern, die nach hinten zeigen. Das Gefieder unmittelbar unter dem Schnabel ist weiß gefärbt. Der Schnabel, der eine gerade Form aufweist, ist gelblich gefärbt. Die Extremitäten sind gräulich, die Füße enden in drei Zehen. Anstatt einer sogenannten Bürzeldrüse besitzt die Flaggentrappe Puderdunen. Außerhalb der Paarungszeit leben einzelgängerisch. Männchen sind während der Paarungszeit ausgesprochen territorial und dulden in ihrem Revier keine Nebenbuhler.

Verbreitung

Die Brutgebiete liegen im Südosten von Pakistan. Eine kleine Population brütet auch in Nepal. Allerdings steht diese Population unmittelbar vor der Ausrottung. Die Winterquartiere liegen auf dem Indischen Subkontinent. Hier verbringen Flaggentrappen die kalte Jahreszeit im überwiegend feuchten Habitaten wie Sumpfgebiete oder Moore. Die Flaggentrappe gehört zu den stark gefährdete Vogelarten. Die Vernichtung der natürlichen Lebensräume und die starke Bejagung durch den Menschen hat die Art an den Rand der Ausrottung gebracht.

Ernährung

Neben pflanzlicher Kost wie Beeren, Früchte und Sämereien fressen Flaggentrappen auch tierische Nahrung. Dazu gehören insbesondere Insekten, kleine Reptilien, Schlangen, Jungvögel anderer Vogelarten und auch kleinere Säugetiere werden nicht verschmäht. Auf Nahrungssuche gehen die Vögel in der Regle am Tage.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Flaggentrappe fängt für gewöhnlich mit Beginn der Regenzeit an. Zu dieser Zeit ist reichlich Nahrung vorhanden. Die Brutgebiete liegen im Südosten von Pakistan. In der Regel treffen die Flaggentrappen im Frühjahr in den Brutgebieten ein. Männchen leben polygam und begatten in ihrem Revier mehrere Weibchen. Die Balzzeit ist von akrobatischen Luftsprüngen der Männchen gekennzeichnet, mit denen sie Weibchen in ihr Revier locken wollen. Die Sprünge können mit Leichtigkeit einige Meter hoch sein. Männchen haben im folgenden mit der Aufzucht der Jungen nichts zu tun. Das Nest wird an geschützter Stelle in einer einfachen Bodenmulde eingerichtet und mit Gräsern ausgepolstert. Das Gelege umfasst für gewöhnlich zwei bis vier Eier. Die geschlüpften Jungvögel sind Nestflüchter, die nach dem Schlupf der Mutter folgen. Mit etwa 35 bis 40 Tagen sind die Jungvögel flügge, bleiben aber noch einige Wochen bei der Mutter.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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